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Abschluss der Familiensynode

Vatikan-Familienkonferenz endet als Flop


Abschluss der Familiensynode am Samstag: Es bleibt alles beim Alten.

Zu homosexuellen Paaren und der Wiederheirat von Geschiedenen findet die Bischofssynode keine neue Haltung. Papst Franziskus kritisiert Homo-Ehe in Rom.

Die Bischofssynode über Ehe und Familie im Vatikan hat sich nach zwei Wochen Beratungszeit gegen eine liberalere Linie beim Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und homosexuellen Gläubigen entschieden.

Entsprechende Textvorschläge für das Abschlussdokument der Synode fanden am Samstag nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit der Bischöfe. Auf der Grundlage des Dokuments, das nun kein Wort zu Schwulen und Lesben verliert, sollen im nächsten Jahr bei einer weiteren Synode grundlegende Haltungen der Kirche formuliert werden.

Zugleich beschlossen die Bischöfe am Samstag einen dreiseitigen Text zur Solidarität mit der christlichen Familie. Diese sei bedroht durch die "Schwächung des Glaubens und der Werte, den Individualismus, die Verarmung der Beziehungen und ein frenetischer Stress, der das Nachdenken ausschließt". Diese "Botschaft" enthält ebenfalls keinen direkten Verweis auf Homosexualität.

Aufstand der Konservativen


Der homofeindliche russische Patriarch Hilarion durfte vor der Synode für die traditionelle Ehe werben

Kurz nach Beginn der Synode hatte noch der ungarische Kardinal Peter Erdö einen ersten Text für das Abschlussdokument mit der Überschrift "Willkommen Homosexuelle" vorgestellt (queer.de berichtete). In dem nun abgelehnten Entwurf hieß es: "Homosexuelle haben der kirchlichen Gemeinschaft Begabungen und Qualitäten anzubieten. Können wir diese Menschen willkommen heißen und ihnen einen Ort der Brüderlichkeit in unserer Gemeinschaft anbieten?"

Viele Schwule und Lesben wünschten sich eine Heimat in der Kirche, so der Text. "Sind wir fähig, ihre sexuelle Orientierung anzuerkennen und wert zu schätzen, ohne dass wir die katholische Doktrin über Familie und Ehe gefährden?" Es sei positiv, wenn Menschen Verantwortung füreinander übernehmen würden. Zudem müsse sich die Kirche mehr um Kinder kümmern, die in Regenbogenfamilien aufwachsen.

Der Text, der nichts daran änderte, dass homosexueller Sex als Sünde angesehen wird, hatte für Kritik von vielen konservativen Bischöfen geführt, auch vom deutschen Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der ihn "unwürdig, schändlich, vollkommen falsch" nannte (queer.de berichtete). Zuletzt war der Text noch abgeschwächt worden.

Auf Einladung des Papstes hatte am Donnerstag auch noch der Patriarch Hilarion Alfejew, quasi der Außenminister der russisch-orthodoxen Kirche, vor der Familiensynode gesprochen und "traditionelle" Familienwerte gelobt. Er hatte früher die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare in vielen Staaten Europas als "selbstzerstörend" und ein "Todesurteil für ganze Staaten, ganze Nationen" bezeichnet und "Homo-Propaganda"-Gesetze für ganz Europa gefordert (queer.de berichtete).

Papst "not amused" über Homo-Ehe


Roms Bürgermeister Ignazio Marino hielt am Samstag eine wohl symbolische Zeremonie für 16 Homo-Paare ab

Derweil äußerte sich am Samstag auch Papst Franziskus deutlich gegen eine rechtliche Anerkennung von homosexuellen Paaren. Anlass war eine Art Hochzeitszeremonie für Schwule und Lesben, die der Bürgermeister Roms, Ignazio Marino, am Samstag abgehalten hatte.

Der Papst habe sich "wenig erfreut gezeigt über einen Vorstoß des römischen Bürgermeisters Ignazio Marino zugunsten der sogenannten 'Homo-Ehe'", berichtet nun Radio Vatikan. Den "Vorstoß für homosexuelle Verbindungen" habe er vor der Synode "gerügt".

Marino hatte insgesamt 16 in Rom wohnende gleichgeschlechtliche Paare, die im Ausland geheiratet hatten, ins Standesamtregister eingetragen. Der konservative Innenminister kritisierte, der Bürgermeister habe lediglich eine Art Autogrammstunde gegeben, die Eintragung ins Register sei illegal. Der für die Rechtsaufsicht zuständige Präfekt von Rom hatte zudem bereits angekündigt, die Registrierung wieder aufzuheben.

Kritik kam neben dem Papst auch von weiteren Vertretern der katholischen Kirche. Die italienische Bischofskonferenz sprach von einer Anmaßung des Bürgermeisters, die Diözese von Rom kritisierte das Vorgehen als "Provokation".

Vor dem Rathaus hatte es zudem Proteste von rechten Gruppen gegeben. Der Streit um die Anerkennung homosexueller Paare schwelt in Italien schon seit Monaten (queer.de berichtete) – mit großen Demonstrationen gegen die Gleichstellung und immer unter Einmischung der katholischen Kirche. (nb)



#1 Oliver43Anonym
  • 18.10.2014, 23:51h
  • Bin ja froh, das ich schon vor vielen Jahren zu einer besseren liberaleren christlichen KIrche übergetreten bin, wo homosexuelle Paare willkommen sind, wo es öffentliche Segnungsgottesdienste in den Kirchen gibt und wo es offen verpartnerte Pfarrer und Pfarrerinnen in den Pfarrhäusern gibt.

    Ich empfinde es auch immer wieder als grotesk, das der Vatikan. der aus vielen, vielen schwulen "Schrankschwestern" besteht, derart einen "Tanz" immer bei diesem Thema aufführt.

    Daher AUSTRETEN aus der Katholischen Kirche und ÜBERTRETEN zu einer besseren und liberaleren Kirche.

    Hier im Artikel gibt es eine Übersicht von christlichen Kirchen, die Segnungsgottesdienste oder auch kirchliche Trauungen ermöglichen:

    *
    de.wikipedia.org/wiki/Segnung_gleichgeschlechtlicher_Paare

    Auch zu empfehlen die Seite der HuK:

    *
    www.huk.org/cms/front_content.php?idart=352
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#2 David77Anonym
  • 18.10.2014, 23:54h
  • "Derweil äußerte sich am Samstag auch Papst Franziskus deutlich gegen eine rechtliche Anerkennung von homosexuellen Paaren."

    "Derweil äußerte sich am Samstag auch Papst Franziskus deutlich gegen eine rechtliche Anerkennung von homosexuellen Paaren. Anlass war eine Art Hochzeitszeremonie für Schwule und Lesben, die der Bürgermeister Roms, Ignazio Marino, am Samstag abgehalten hatte."

    Ach, das war doch sicher unser Timmy-Boy mit seinem Mann, der sich in heller Vorfreude mit dem mysteriösen Dokument den päpstlichen Segen holen wollte...

    Der Papst habe sich "wenig erfreut gezeigt über einen Vorstoß des römischen Bürgermeisters Ignazio Marino zugunsten der sogenannten 'Homo-Ehe'", berichtet nun Radio Vatikan. Den "Vorstoß für homosexuelle Verbindungen" habe er vor der Synode "gerügt"."

    Tja, da haben die Sektkorken wohl zu früh geknallt...
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#3 David77Anonym
  • 19.10.2014, 00:03h
  • Antwort auf #1 von Oliver43
  • Deine Amnesie und Schizophrenie und deine Leugnung dessen ist echt erschreckend...
    Leidest du unter Alzheimer? Tourette? Alles auf einmal?

    "dies seien nunmehr Reformen in Rom, die später in den Geschichtsbüchern stehen würden."

    "Der Artikel des Queerautors erfasst in der gesamten Dimension die Entwicklung im Vatikan nicht."

    Ist das hier jetzt die gesamte Dimension der Entwicklung und das, was in den Geschichtsbüchern stehen wird?? :

    "Daher AUSTRETEN aus der Katholischen Kirche und ÜBERTRETEN zu einer besseren und liberaleren Kirche."
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#4 schwarzerkater
#5 LorenProfil
  • 19.10.2014, 00:31hGreifswald
  • "Franziskus warnte vor einer 'feindlichen Erstarrung' wie vor einer 'falschen Barmherzigkeit' in der katholischen Kirche. Ersterer Versuchung erlägen 'Traditionalisten und Intellektualisten', die sich 'im Geschriebenen einschließen und sich nicht von Gott überraschen lassen wollen', sagte Franziskus in seiner Ansprache zum Abschluss der Beratungen. Die Versuchung einer 'falschen Barmherzigkeit' sei hingegen typisch für die sogenannten 'Progressiven und Liberalen' sowie ein 'zerstörerisches Gutmenschentum'. Sie verbänden Wunden, 'ohne sie zuvor zu pflegen und zu behandeln', so Franziskus."

    www.welt.de/politik/ausland/article133427414/Willkommen-fuer
    -Homosexuelle-faellt-bei-Bischoefen-durch.html


    Gedanken zur Pflege und Behandlung kommen auch in mir auf, wenn auch in einem anderen Sinne als den, den der Herr Bergoglio wohl meint.
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#6 ZeitfensterAnonym
  • 19.10.2014, 00:32h
  • Antwort auf #1 von Oliver43
  • Hä? Vor wenigen Tagen hast Du uns noch erklärt, dass im Vatikan gerade eine Wende historischen Ausmaßes passiere, aber wir bösen und blöden Atheisten nicht in der Lage wären, das als solche zu erkennen.

    Du Schmalspurtheologe! Bleib mal lieber bei Deiner Eva Brunne und ihren legänderen Nackt-Gottesdiensten.


    Hahaha....
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#7 timpa354Ehemaliges Profil
  • 19.10.2014, 00:33h
  • Ich könnte mich ja totlachen über viele Leute die Franziskus auf den Leim gegangen sind und sogar darüber schwadronierten , wie gefährdet er ist mit seiner liberalen Einstellung, einfach nicht begreifend, dass es unter dem Muff der Kirchenkleidung keinerlei Entwicklung gibt. Diese ganzen Diskussionen dienten nur einem einzigen Zweck, sich jetzt ganz offen den Faschisten von Europa und warum nicht auch Russland anzuschließen und eine Pogromstimmung gegen Homosexuelle zu erzeugen, Medienunterstützung haben sie sich ja redlich von dem Geld der Steuerzahler erkauft. Währenddessen kann man getrost mit dem Kinder ficken weiter machen, gut geschützt von Politik und dem eigenen Vatikanstaat mit dem man vorgaukeln kann, dass erwischte Geistliche ins Gefängnis gingen.Entschuldigung, ich muss mal kotzen.
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#8 panzernashorn
  • 19.10.2014, 00:45h
  • Von diesem lächerlichen Mummenschanzverein mit seinem mehr als beschränkten Horizont, der noch nicht einmal bis zum Tellerrand reicht, geschweige denn darüber hinaus, war von vorneherein gar nichts Anderes zu erwarten - außer man hätte die "begnadete" Interpretationsfähigkeit eines Tinnitus-Oliver nach dem Pippi-Langstrumpf-Prinzip.

    Meine wesentliche Hoffnung besteht in einer deutlich erhöhten Zahl an Kirchenaustritten und einer Zunahme aufwachender Kirchenschäfchen, die sich diesen hanebüchenen Schwachsinn nicht mehr bieten lassen und das einzig Vernünftige machen, nämlich diesen maroden Kinderfickerverein mit seinen Spitzenglockenröckchen und rosa-lila Narrenkäppchen schleunigst zu verlassen, wenn sie es aus Vernunft (also nach dem Genuss der Frucht des Baumes der Erkenntnis) nicht schon längst getan haben.



    Gott im Universum, wenn es dich jemals gegeben hätte, lass' dringend Hirn herunterregnen, aber in wolkenbruchartiger Menge!
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#9 LorenProfil
  • 19.10.2014, 00:49hGreifswald
  • Die Kapriolen des katholischen Kirchenführers können belustigen, wenn man sie aus sicherer Entfernung verfolgen kann. Erst ein äußerst zartes Pflanzchen der Liberalisierung ins Töpfchen setzen und dann einen Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche als Gärtner einbestellen. Gemeinsam dürfen dann Blüten gezupft werden:
    "Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich ...".
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#10 Roman BolligerAnonym
  • 19.10.2014, 00:56h
  • Antwort auf #1 von Oliver43
  • Bin ich froh, dass ich in den 1990er Jahren aus der Katholischen Kirche ausgetreten und keine anderen Kirche beigetreten bin!

    Die Kirche darf ruhig aus Dorf und Stadt verschwinden! Ethisch orientiertes Verhalten wird ohne Kirchen und Religionen viel wahrscheinlicher!
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