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  • 21.10.2014           14      Teilen:   |

Kirgisistan

Homo-Hasser verhindern Boyband-Konzert

Artikelbild
Die Jungs von Kazaky sind Homo-Hassern zu schwul - und sollen deshalb nach dem Willen von Nationalisten nicht mehr im Land auftreten dürfen

Homophobie in der kirgisischen Hauptstadt: Mehrere hundert Mitglieder einer Jugendgruppe beschuldigen die Band Kazaky, Homo-"Propaganda" zu betreiben, und verhindern deren Auftritt.

300 meist junge Menschen haben vor dem Nachtclub "Guns'n'Roses" in Bischkek für "traditionelle Werte" demonstriert und dabei das Konzert der vierköpfigen ukrainischen Boyband Kazaky verhindert. Sie beschuldigten die Band-Mitglieder, für einen homosexuellen "Lebensstil" zu werben.

Zwar ist keiner der vier Musiker schwul, allerdings wird ihr Auftritt mit nacktem Oberkörper und in Stöckelschuhen als entsprechende "Werbung" gewertet. Außerdem hatte sich ein ehemaliges Band-Mitglied als schwul geoutet. Die Homo-Gegner blockierten den Eingang zum Nachtclub, wodurch die Band nicht in das Gebäude kommen konnte.

Der Organisator des Konzerts erklärte, man habe keine andere Möglichkeit gehabt, als die Veranstaltung abzusagen. Er beschuldigte die Polizei, nichts gegen die Homo-Hasser unternommen zu haben. Gleichzeitig lobte er die Band, dass sie mit ihrem diplomatischen Verhalten die Lage nicht noch verschlimmert habe.

Youtube | Der fragliche Abend vor dem Nachtclub "Guns'n'Roses"
Fortsetzung nach Anzeige


Die Protestaktion wurde von der nationalistisichen Gruppe Kalys organisiert, die bereits wiederholt gegen Homosexuelle mobil gemacht hatte. So hatte sie Anfang des Jahres vor der amerikanischen Botschaft in Bischkek protestiert und die US-Regierung beschuldigt, den Kirgisen Homosexualität aufzwingen zu wollen – etwa durch die Unterstützung der Zivilgesellschaft. Kalys warf auch Schwulen vor, ständig über Polizeibrutalität "zu nörgeln".

Währenddessen zeigen sich Menschenrechtsorganisationen besorgt über die Lage von sexuellen Minderheiten im Land. Die Gruppe "Human Rights Watch" hat erst im Januar in einem ausführlichen Bericht über eine Verschlechterung der Lage von Schwulen und Lesben im Land berichtet – und als Beispiel willkürliche Verhaftungen von Homosexuellen durch die Polizei genannt. Manche Festgenommenen seien in der Haft misshandelt worden, hieß es in dem Bericht.

Das kirgisische Parlament hat zudem erst letzte Woche in erster Lesung ein Gesetz verabschiedet, das Homo-"Propaganda" verbieten soll (queer.de berichtete), nach russischem Vorbild. Allerdings geht die kirgisische Version einen Schritt weiter: Neben einer Geldstrafe droht bei einem Verstoß auch eine Haftstrafe bis zu einem Jahr. (dk)

Youtube | Kazaky in Aktion
Links zum Thema:
» Die Great Gay Sisters der Ukraine (25.02.11)
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Tags: kirgisistan, kazaky, bischkek, homo-propaganda, homophobie
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Reaktionen zu "Homo-Hasser verhindern Boyband-Konzert"


 14 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
21.10.2014
17:40:04


(+5, 7 Votes)

Von Nico


"Homophobie in der kirgisischen Hauptstadt: Mehrere hundert Mitglieder einer Jugendgruppe beschuldigen die Band Kazaky, Homo-"Propaganda" zu betreiben, und verhindern deren Auftritt."

So sorgt auch schon die nachkommende Generation dafür, dass der Homohass weitergeht...


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#2
21.10.2014
17:47:47


(+2, 8 Votes)

Von Hugo


Umsonst ich jetzt auf andere schimpfe, wenn wir selbst eine homophobe Bundeskanzlerin haben.


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#3
21.10.2014
18:57:50
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Antihomophobie


Klar, eine Miley Cyrus wackelt auf der Bühne fast nackt mit dem Arsch und reitet auf Abrissbirnen nackt durch Videos, aber wehe eine Boygroup zeigt nackte Oberkörper.
Dabei sind die Jungs im Vergleich zu den weiblichen Pendants fast brav angezogen, bzw haben überhaupt noch was an.

Auch wenn freizügige weibliche Stars in manchen Ländern boykottiert werden, wenn es um schwules oder vermeintlich schwules oder um Homoerotik geht, sind die Leute gleich nochmal prüder und rufen nach Zensur.


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#4
21.10.2014
20:27:47


(+3, 5 Votes)

Von Fennek


Der Wahnsinn mancher Personen kennt echt keine Grenzen mehr...


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#5
22.10.2014
02:52:14


(0, 6 Votes)

Von Fred i BKK


......Kirkisist-an,Usbekis-an,Taschikist-an ,
Afganist-an,Ir-an,Om-an, Vatik-an....

gibt es vielleicht einen Zusammenhang zwischen der Endsilbe des Landesnamens....

und dem Hass auf uns....


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#6
22.10.2014
11:04:01


(+4, 4 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008


verschafft ihnen einen zuspruch durch you tube
, kauft ihre cd's.
Erfolg stopft homophobe mäuler.


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#7
23.10.2014
11:53:40


(-2, 2 Votes)

Von Stan
Antwort zu Kommentar #5 von Fred i BKK


-stan.
Hängt mit dem Islam zusammen, deine Hass-Theorie stimmt also.
Link:
de.wikipedia.org/wiki/-stan


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#8
23.10.2014
20:51:04


(+2, 2 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Stan


Blödsinn..

Der Vatikan ist nicht Muslimisch !

Die Wortendung -stan kommt meines Wissens nach aus den indogermanischen Sprachen die mit der Verbreitung des Persischen Reiches und des Mongolischen Reiches zu tun haben, und bedeutet übersetzt nichts weiter als "Land"..


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#9
23.10.2014
21:25:25


(-2, 2 Votes)

Von Stan
Antwort zu Kommentar #8 von TheDad


Einfach mal dem Wikipedia-Link folgen und verstehend lesen.


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#10
23.10.2014
22:03:26


(0, 2 Votes)

Von Oliver Hardy


Stan war nie Moslem!


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