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  • 22.10.2014           16      Teilen:   |

Kinostart "Der Kreis"

Mit der "Warm-Luft-Hansa" zum Homo-Geheimzirkel

Artikelbild
Ein wichtiges Kapitel schwuler Geschichte als Spielfilm: Die geheime Homo-Vereinigung "Der Kreis" lud im Zürich der 1950er und 1960er Jahre auch zu eigenen Bällen ein (Bild: Edition Salzgeber)

Der Spielfilm "Der Kreis" erinnert an die gleichnamige Schweizer "Schwulenhilfsorganisation" der 1950er und 1960er Jahre – mitreißendes Drama und einfühlsame Dokumentation zugleich.

Von Robert Niedermeier

Zürich, Mitte der 1950er Jahre. In einer Epoche, wo die Dame rechtlich das Eigentum jenes Ehegatten ist, der zum Schein den heterosexuellen Herren mimt und deshalb auf einer Klappe für Sex mit Strichern zahlen muss, um auf seine Kosten zu kommen, haben homophile Männer wenig zu lachen. Zumindest nicht in aller Öffentlichkeit.

Das kleine bisschen an heiler schwuler Welt ist einem elitären Personenkreis vorbehalten, der entweder genügend Geld, künstlerisches Talent oder das gute Aussehen besitzt, um in heimlichen Zirkeln mitmischen zu dürfen. "Hast du schon einen Codenamen", wird der junge Lehrer Ernst (Matthias Hungerbühler) gefragt, als er schüchtern-ängstlich in die Welt vordringt, zu der er dazu gehören möchte.

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Die Schutz-Zone des bürgerlichen Homosexuellen

Plakat zum Film: Der Schweizer "Der Kreis" startet am 23. Oktober im Verleih der Edition Salzgeber endlich auch in deutschen Kinos. Der Film ist die Schweizer Nominierung für den Oscar für den besten fremdsprachigen Film
Plakat zum Film: Der Schweizer "Der Kreis" startet am 23. Oktober im Verleih der Edition Salzgeber endlich auch in deutschen Kinos. Der Film ist die Schweizer Nominierung für den Oscar für den besten fremdsprachigen Film

"Der Kreis", das ist der Titel des Films über die gleichnamige schwule Schweizer Untergrundorganisation. "Rolf" ist der Codename des homosexuellen Schauspielers Karl Meier (Stefan Witschi). Der Promi gründet die Gruppe bereits in den 1930er Jahren, verlegt im Verborgenen mit mutigen Helfern das Magazin zum elitären Club.

"Wir haben den Krieg überstanden", verteidigt er die Zusammenarbeit mit der Sittenpolizei, während die jungen Schwulen in seinem Umfeld herausdrängen aus dem Versteck im Keller. Sie wollen sich wehren, auf der Straße protestieren, doch Rolf hat Angst, seine Schutz-Zone zu verlieren. Nicht grundlos.

Der durch Interviews mit Zeitzeugen und dokumentarischem Schwarz-weiß-Material ergänzte Spielfilm von Stefan Haupt erzählt eindringlich, woher Rolfs Ängste rühren. Neben rassistischen Verbalentgleisungen gehören auch im relativ liberalen Zürich der 1950er und 1960er Jahre homophob motivierte Attacken zum guten Ton der Gesellschaft. Fällt ein homosexueller Mann mal wieder einem grausamen Mord zum Opfer, dreht die Justiz die Realität infam ins Gegenteil. Der tote Schwule wird zum Täter, der Täter zum Opfer homosexueller Triebe erklärt. Die Presse jubelt über einen "Sieg der Menschlichkeit", als ein Schwulen-Mörder straffrei davonkommt.

Zwar steht, anders als in der jungen Bundesrepublik Deutschland, praktizierte Homosexualität nicht unter Strafe, Zürich gilt gar als Mekka der "homophilen" Freizügigkeit, doch geächtet ist es dennoch, wenn ein Mann "anders als die Anderen" ist.

Ernsts Vater sagt im Film deutlich, was er von Taugenichten hält, die keine Verantwortung für Frau und Kinder übernehmen, stempelt sie – und damit auch seinen eigenen Sohn – als seelisch verkrüppelt und infantil ab. Derweil nimmt die Polizei den dritten "Homo-Mord" zum Anlass, Willkür walten zu lassen, Menschen bloßzustellen, zu entwürdigen und in den Suizid zu treiben.

Homo-Magazine nach Deutschland geschmuggelt

Prominente Besetzung: Marianne Sägebrecht glänzt als tolerante Mutter des Travestie-Künstlers Röbi
Prominente Besetzung: Marianne Sägebrecht glänzt als tolerante Mutter des Travestie-Künstlers Röbi (Bild: Edition Salzgeber)

Vor dieser feindseligen Kulisse entführt der Regisseur die Zuschauer in die rührende Liebesgeschichte zwischen dem vorsichtigen Lehrer Ernst und dem frivolen Travestie-Künstler Röbi (Sven Schelker). Mit dem Film taucht der Zuschauer ein in die Homo-Szene Zürichs, hört Pop der Sechziger, tanzt mit jungen Männern im legendären "Barfüsser" (heute eine Sushi-Bar), kostümiert sich aufwändig für einen "Der Kreis"-Ball im Theater am Neumarkt, fliegt mit der "Warm-Luft-Hansa" aus dem schwulenfeindlichen Deutschland ein oder schmuggelt wie eine schwule Version von Bonny und Clyde – nur ohne Waffen – Homo-Gazetten mit dem Motorrad über die grüne Grenze ins Feindesland.

Großartige Schauspieler wie Marianne Sägebrecht als Röbis liebevolle und tolerante Mutter bereichern diesen überaus wichtigen Film zusätzlich. Das Ensemble spielt grandios und durchweg glaubhaft. Die Dialoge beim Tratsch übers "Frischfleisch", die tuntig kultivierten Lästereien – all das wirkt authentisch und ist zugleich überaus unterhaltsam inszeniert.

Da sind etwa die mit den Homo-Männern solidarisierenden Lesben, die trotzdem nicht vom affektiert-aristokratisch und manierlich agierenden Rolf gänzlich akzeptiert werden. Auch der Konflikt zwischen konservativer Anpassung an den Status quo und linkem Willen zum Protest ist greifbar. Die Kostüme, die Alltagskleidung, selbst die Requisiten sind detailverliebt platziert.



Eine Story, die sich Hollywood nicht besser hätte ausdenken können

Die Zeitzeugen-Interviews zwischen den Spielszenen reißen den Zuschauer jedoch immer wieder heraus aus der Story, die sich Hollywood nicht besser hätte ausdenken können, und holen ihn zurück in die brutale und hoffnungslos wirkende Realität von damals. Personen aus dem echten Leben, etwa die Schwester von Ernst und das Traumpaar selbst, schildern die Hintergründe des von Aufbruch und Spießigkeit geschwängerten Zeitgeistes. Das macht den zweieinhalb Stunden langen Film "Der Kreis" zum Sonderfall und zu einem sehenswerten Meisterwerk.

Der von Mut und Feigheit, von Schönheit und Hässlichkeit sowie von Hass und Liebe geprägten Geschichte der homosexuellen Befreiung setzt "Der Kreis" ein cineastisches Denkmal. Ein Drama und eine Dokumentation in einem Guss – mit Stil, Gefühl und dank fleißiger Recherche hervorragend umgesetzt.

"Gleiche Rechte für alle – das ist mein Kommunismus", sagt Felix (Anatole Taubman), die "rote Schwester" mit der rebellischen Lederjacke, bevor er Ernst zum Seitensprung im Grünen verführt. Doch ausgerechnet die ab 1967 einsetzende Liberalisierung läutet das Ende des "Kreises" ein, lässt das Lebenswerk des zunehmend verbittert und altbacken wirkenden Rolfs in Luft auflösen. Im Aufruhr der Studentenbewegung formiert sich auch in Zürich die Homo-Bewegung neu.

Für den bürgerlichen Rolf bricht eine Welt zusammen. Das Private ist plötzlich politisch geworden. Ernst hat endlich sein wirkliches Coming-out, übernimmt Verantwortung für die Sache, das schwule Selbstbewusstsein wird geboren. Die Liebe von Röbi und Ernst hält Stand. "Wir bleiben zusammen, für immer", verspricht der Lehrer seinem Künstler in der größten Not und meint es ernst – bis heute.

Youtube | Offizieller Trailer zum Film
  Infos zum Film
Der Kreis. Spielfilm. Schweiz 2014. Regie: Stefan Haupt. Darsteller: Matthias Hungerbühler, Sven Schelker, Marianne Sägebrecht, Röbi Rapp, Ernst Ostertag. Laufzeit: 100 Minuten. Deutsche Synchronfassung, zum Teil Deutsch untertitelt. Verleih: Edition Salzgeber. Bundesweiter Kinostart: 23. Oktober 2014.
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Der Kreis

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Tags: der kreis, zürich, schweiz, kino
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Reaktionen zu "Mit der "Warm-Luft-Hansa" zum Homo-Geheimzirkel"


 16 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
22.10.2014
08:14:24
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von Timon


Ich hoffe, dass der auch in meiner Nähe laufen wird.


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#2
22.10.2014
09:02:30


(-2, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #1 von Timon


Bestimmt.


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#3
22.10.2014
09:43:54


(+9, 9 Votes)

Von Judge
Aus Berlin
Mitglied seit 22.10.2014


Ich habe den Film am 17.10.14 in Berlin gesehen. Einfach großartig. Ein Film, der sowohl als Liebesgeschichte funktioniert als auch als Dokumentation des "Kreises" und der bedrückenden Zeit im - strafrechtlich liberalen, aber gesellschaftlich genauso intoleranten - Zürich der 1950er und frühen 1960er Jahre.

Beeindruckend sind insbesondere auch die "echten" Röbi und Ernst. Geistig enorm präsent und einfach wunderbar zusammen anzuschauen. Beiden strahlen wahre Lebensfreude aus. Auch in seinen Achtzigern ist Röbi auf der Bühne bei seinem Lied "Die Seltsame" noch ungeheuer kraftvoll, kokett und charmant.

Von der Schweiz in das Rennen um den Auslands-Oscar geschickt. Gewinner des Teddy und des Publikumspreises bei der Berlinale 2014.

Unbedingt anschauen!!!


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#4
22.10.2014
10:06:07


(+6, 6 Votes)

Von goddamn liberal


Endlich was aus dem wahren Leben. Das eben auch echte Probleme bereit hält.

Bin schon sehr gespannt.

Finde es nur immer wieder komisch, wenn in Filmen aus der Schweiz die Schauspieler ohne regionalen Akzent sprechen. Es wirkt irgendwie künstlich.

Bei österreichischen Filmen ist das ja anders.


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#5
22.10.2014
10:59:38


(+8, 14 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008


gestern den film im wunderbaren eva-lichtspiele berlin gesehen...
100 jahre bestehen und kein tag zu alt!

vorweg, der film "enttäuscht weil er der kraft seiner eigenen geschichte nicht traut.

Die gegeneinander geschnittenen spiel und dokuszenen sind teil einer integralen erzählstruktur, während die interviews hier eigentlich teil einer eigenen film-dokomentation wäre..

So wertvoll aufschlußreich sie einblick über die soziale-psychlogische einstellung der handelnden erbringt, so sehr zerreißen sie auch die dramaturgie als film.
So streckt der interviewteil den film an stellen, wo die aufmerksamkeit ob des geschehens am größten ist.. erklärt zwar manches, aber durchbricht auch den spielfluss !
Schafft so längen.

Aufgabe des filmes als fiktionsdrama ist es , die erzählstruktur auf die inneren konflikte zu lenken ohne dabei im erzählfuss zu erstarren.

Wenn die beiden protagonisten, Ernst und Röbi ihre bürgerliche welt vor dem zugriff einer homophoben umgebung zu retten versuchen , deutet der film an, es gehe um die gestaltung eben jener bürgerlichen gegenwelt, die sie ausschließt.
Ehe-partnerschaft als einzigst beständiges bindeglied .." "Wir bleiben zusammen, für immer", verspricht der Lehrer seinem Künstler in der größten Not und meint es ernst bis heute."...
Die kommende umwälzung ( 67-68-69 und dann die schwulenbewegung ab 71-72) tritt vor diesem hintergrund als eher gemeinschaftsauflösendes element zurück..
Alles fällt auseinander in diesem KREIS, das innere, wie das äussere, es folgt der "gelungene schritt ins private".
Man versteht , warum die gemeinsame wohnung am ende das ziel der anstrengung ist.
Man freut sich für die beiden und hat so doch nur mitleid mit den betroffenen.

""Gleiche Rechte für alle das ist mein Kommunismus", sagt Felix (Anatole Taubman), die "rote Schwester" mit der rebellischen Lederjacke, bevor er Ernst zum Seitensprung im Grünen verführt. Doch ausgerechnet die ab 1967 einsetzende Liberalisierung läutet das Ende des "Kreises" ein, lässt das Lebenswerk des zunehmend verbittert und altbacken wirkenden Rolfs in Luft auflösen. Im Aufruhr der Studentenbewegung formiert sich auch in Zürich die Homo-Bewegung neu."

Es ist denn auch Felix, in einer der schlußszenen des filmes, der die vertraulichkeit des kreises als privatisierenden widerstand auflöst, um in eine politisch - widerständige welt hinaus zu gehen..

Felix geht in die welt hinaus, Ernst & Röbi bleiben "zuhaus, gründen eine gemeinschaft die erst mit 70jährigen geburtstag auch das coming out sich leistet!
Dazwischen weitere jahrzehnte des anpassens an gegebene, geborgte, geduldete sicherheiten.
Ernst bleibt lehrer ohne in beruf oder familie seine beziehung zum freund einzugestehen und auszustehen.

Gewiss, der film ist auch eine homage an die beiden und als doku auch angemessen und würdig, aber als film der sich an die emotion des betrachters wendet, trägt die geschichte der beiden allein nicht den film.

Interessant für mich deshalb eigentlich drei, hier als nebenfiguren den film prägende figuren: der schuldirektor Seidel , "Rolf der KREIS initiator und eben Franz.

Seidel wird in einer szene nach einem klappenbesuch gezeigt, wie er zuhause das eheliche schlafzimmer betritt , der im bett liegenden ahnungslosen gemahlin vom kegelbesuch erzählt, zuvor aber vom stricher als schuldirektor erpresst wird...
Die sich in ihrer gewohnheit gefangenen ehepartner im allabendlichen sich abwenden vom anderen, sich so die rückzugsposition in ihre träume schaffend...
eine szene, die unendlich mehr erzählt über die ängste der einzelnen...

Nicht durchleuchtet, nur angedeutet die koloboration des kreisgründers "rolf mit der polizei über die jahrzehnte hin...
Dessen bemühen, durch "mitarbeit" das schlimmste zu verhindern...

Irritierend die darstellung des mörders, infolge dessen die hetzkampagne ihren höhepunkt nahm..
Drei morde "im Milieu" , dienen als aufhänger für die verfolgung-denunzierung und hetze.
Der täter, ein arbeitsmigrant aus dem italienischen süden, wird zum zielobjekt gegenseitiger aufmerksamkeit: hie die darstellung des vom geilen -pervertierten in die enge getriebene heteroindividiums ( zudem sodomisiert...) , die als grundlage für eine neue definition von "Sieg der Menschlichkeit" dient; da der blick auf den mörder, der straffei heraus kommt, ohne sich mit den wohl eigentlichen implikationen der ereignisse beschäftigen zu wollen...
die doppelte ausgrenzung.. fremder und stricher, in einer ausnutzungssituation ( er wird als ausländer aus der schwulen kneipe "barfuss" rausgeworfen.. "wir wollen solche wie dich hier nicht haben"...die züricher stricher aber sehr wohl das lokal frequentieren...)...
in einer zeit in der missbrauch / rassimus diskutiert wird, hätte hier ein genauerer blick nützlich sein können.. so bleibt nur die wut ob eines unverständlichen strafmaßes.

Hier wäre der dritte strang vorhanden, neben Ernst&Röbi, Franz , die einen ausschließlichen spielfilm auf ein grundsolides fundament gestellt hätten.
Zudem die schauspieler insgesamt wirklich beeindruckend, die dialoge, kamera und ausstattung (!) gut sind.

Der regisseur erzählt über die schwierigkeiten die die finanzierung hatte.. wohl auch dies ein resultat für die vorliegende fassung..
Man muss es nicht als manko verstehen, so wie der film nun sich uns präsentiert..
Denn trotz aller schwächen, der film ist nicht "bemüht.. , er traut sich halt nicht so recht..
schade.

Im anschluß in der publikumsdiskussion erwähnt er die nichtbereitschaft deutscher förderungsgremien , diesen film zu unterstützen..
mir ging dabei durch den kopf wie nötig es wäre, einen film zu drehen über die ereignisse in frankfurt main ende der 50ziger jahre, als die staatsgewalt ihre hetzkampagne mit unterstützung der presse ( auch hier paralelen zu zürich..) startete, die zu razzien, bloßstellungen, anklagen und verurteilungen führte.
Man spricht in diesem zusammenhang von 17-23 suizid toten, deren geschichte bis heute ungesühnt und unbeachtet blieb.
Die hetze -verfolgung wurde vom damaligen generalstaatsanwalt Bauer beendet, was mittelbar letztendlich auch seine kariere beendete.

Alles im allen ein sehenswerter film trotz "entäuschung...


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#6
22.10.2014
11:02:46


(+9, 9 Votes)

Von ehemaligem User LangsamLangsam
Antwort zu Kommentar #1 von Timon


Wenn Du nicht gerade in einer Großstadt wohnst, kaum. Schade. In München läuft der nur in einem Kino. Ich hoffe, im größeren Saal, mit 64 Plätzen. Der kleine Saal hat nur 38. Es ist eben, auch wenn er gut gemacht ist, ein Nischen-Film. Deshalb läuft der Film auch, in einem Kino im Glockenbach-Viertel.
Die Spaßklamotte für Heten, "Coming in" läuft, in einem der größten Kinos, rauf und runter.


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#7
22.10.2014
11:05:18


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #4 von goddamn liberal


Das Schweizerdeutsch kommt nicht zu kurz in diesem Film, muss teils sogar untertitelt werden, weil man sonst nichts verstünde...


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#8
22.10.2014
12:02:32


(+9, 11 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008


noch einen einwurf:
"Ernsts Vater sagt im Film deutlich, was er von Taugenichten hält, die keine Verantwortung für Frau und Kinder übernehmen, stempelt sie und damit auch seinen eigenen Sohn als seelisch verkrüppelt und infantil ab."

Das stimmt so nicht.. die schwester berichtet dies als ausspruch ihrer mutter!
Was eine private erfahrung von mir bestätigt die ich mit einigen freunden teile...
Es waren dei mütter, die oft treibende kraft hinter der homophoben familienaufstellung waren.. stärker noch als die "schwachen väter" welche lieber "wegschauten...

Auch im film ist so die mutter die treibene kraft..
sie lässt ostentativ die ihr geschenkten blumen liegen, statt sie in eine vase zu geben..
Meine mutter hat ebenso ostentativ die grußhand meines damaligen freundes übersehn..


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#9
22.10.2014
12:22:22


(+5, 5 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #8 von stromboli


Nein, das mit dem "Taugenichts" und "seelisch verkrüppelt" kommt vom Vater.


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#10
22.10.2014
13:11:23


(+6, 6 Votes)

Von gatopardo
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von stromboli


Das hast Du offensichtlich anders erlebt als ich, da ich als Unehelicher nie einen Vater hatte, sondern immer nur Mutter, Oma und Tanten. In meiner nordwestdeutschen Heimat der 50er und 60er Jahre war man etwas toleranter und schwule Freunde gingen bei uns aus und ein, aber man wollte nicht unbedingt, dass ich mich mit ihnen solidarisierte. Kurz vor meiner berufsbedingten Versetzung 1966 ins homophobe Franco-Spanien hatte ich mitunter das Gefühl, als wenn die ostfriesischen Damen über mich bescheid wussten, es aber nicht als besonderen Makel empfanden.
Heute vermute ich, dass man in nördlichen Hafenstädten ohne religöse Bindungen gesellschaftlich immer einen Schritt weiter war ?


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