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  • 23.10.2014           11      Teilen:   |

Katholische Schule: Drehverbot für Film über sterbende Lesbe

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Die 53-jährige Julianne Moore wurde bereits vier Mal für den Oscar nominiert

Weil Julianne Moore und Ellen Page Lesben spielen, hat eine Knabenschule in den USA eine Drehgenehmigung zurückgenommen.

Die katholische Salesian High School in New Rochelle bei New York hat die Dreherlaubnis für den Film "Freeheld" zurückgezogen, weil es darin über das Schicksal von Lesben geht. Die Knabenschule war bereits mehrfach von Filmcrews genutzt worden, etwa für ein Musikvideo und einen Werbespot. Als der Rektor der Schule aber von der Thematik von "Freeheld" erfuhr, habe er ein Drehverbot ausgesprochen, erklärten die Produzenten des Films.

In der Indie-Produktion spielen Julianne Moore und Ellen Page ein lesbisches Paar. Moore stellt eine Polizistin dar, die vom Krebs gezeichnet ist und bald sterben wird, Page ist eine Automechanikerin. Die beiden wollen eine Lebenspartnerschaft eingehen, damit die Mechanikerin Anspruch auf die Pension der Polizistin hat. Die Schule sollte das Rathaus einer Kleinstadt darstellen.

"Freeheld" beruht auf wahren Tatsachen. Er basiert auf einer gleichnamigen 40-minütigen Dokumentation, die im Jahr 2008 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde.

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Produzent kritisiert Entscheidung der Schule

Ellen Page bei ihrem Coming-out Anfang des Jahres
Ellen Page bei ihrem Coming-out Anfang des Jahres

"Sie haben uns wegen des Themas abgewiesen", erklärte Produzent Michael Shamberg gegenüber dem "Hollywood Reporter". In dem Film gehe es dabei "nicht um die Ehe-Öffnung, noch versuchen die Frauen, zu heiraten. Es geht darum, die Würde einer Frau anzuerkennen, die eine tapfere Staatsdienerin war". Shamberg zeigte sich befremdet, dass Papst Franziskus einerseits positive Signale an Homosexuelle sendet, aber die Kirche andererseits weiterhin an ihrer generellen Ablehnung von Schwulen und Lesben festhält.

Kelly Bush, eine weitere Produzentin des Films, kritisierte ebenfalls die Entscheidung: "Dass unserem Film wegen des Themas – der Kampf eines gleichgeschlechtlichen Paares um seine Rechte – der Zugang zu dem Drehort untersagt wurde, zeigt, wie wichtig es ist, dass diese Geschichte erzählt wird".

Schulrektor John Faherty begründete das Drehverbot nicht direkt, erklärte aber gegenüber "Buzzfeed", dass seine Schule "jeden willkommen heiße" und sich "gesellschaftliche Fragen wie Hunger, Obdachlosigkeit, Armut und Hilfe für Menschen mit weniger Glück" zu Herzen nehme – offenbar aber nicht die Diskriminierung Homosexueller.

Ein Problem für die Schule war offenbar auch, dass sich Schauspielerin Ellen Page im Februar dieses Jahres als lesbisch geoutet hatte (queer.de berichtete). Die 27-jährige Kanadierin machte via Twitter ihrem Unmut über das Drehverbot Luft: "Es macht mich traurig, wenn die Religion missbraucht wird, um Diskriminierung zu rechtfertigen. Sie hoffe, dass schwule und lesbische Jugendliche an dieser Schule Akzeptanz finden. (dk)

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Tags: katholische kirche, julianne moore, ellen page, freeheld
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Reaktionen zu "Katholische Schule: Drehverbot für Film über sterbende Lesbe"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
23.10.2014
14:53:32
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Timon


Zensur und Unterdrückung war immer schon die einzige Sprache, die die katholische Kirche spricht.


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#2
23.10.2014
14:59:03


(+5, 7 Votes)

Von Fred i BKK


.......boese Lesben in der RKK Knabenschule,das geht garnicht, dann doch lieber Paedo-Pfaffen als Religionslehrer ...gell Herr Direktor


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#3
23.10.2014
15:33:38


(-6, 8 Votes)

Von Bad Homburg


Es gibt viele katholische Schulen in der Welt.

Wie St. Paul's High School in County Armagh, Irland, z.B., deren Lehrer und Schüler vor ein paar Monaten an einem CSD teilgenommen haben, um ihre Solidarität mit den schwullesbischen Mitschülern zu zeigen - weil, wie ein Teilnehmer sagte, "die Inklusion sehr wohl ein Teil der katholischen Ethik ist".


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#4
23.10.2014
17:06:22


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Typisch Katholiban!


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#5
23.10.2014
17:10:00


(+2, 4 Votes)

Von myystery


Die Religion wird hier nicht zu Diskrimminierung "missbracht", wie Ellen Page irrtümlich flaubt, die Religion IST Diskrimminierung.

Monotheistische Religionen haben eine inhärente Rangfolge aus "Menschenklassen".

Ich finde es übrigens gut, dass die dort nicht drehen (dürfen). Ich sehe es nicht ein, wieso religiöse Verblödung auch nur durch Filme über "unsere Nöte" finanziell unterstützt werden sollte (der Drehort wird bestimmt nicht gratis überlassen).


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#6
23.10.2014
18:44:39


(+1, 3 Votes)

Von sperling


>"Moore stellt eine Polizistin dar, die vom Krebs gezeichnet ist und bald sterben wird, Page ist eine Automechanikerin. Die beiden wollen eine Lebenspartnerschaft eingehen, damit die Mechanikerin Anspruch auf die Pension der Polizistin hat."

nur so am rande: in deutschland würde das vermutlich nicht funktionieren:

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Versorgungsehe


lebenspartnerschaften sind von der selben regelung betroffen, wie ein freund von mir vor kurzem erfahren musste.


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#7
23.10.2014
18:55:47


(+3, 5 Votes)

Von Tobi Cologne


Hätten die Katholen nicht so viel Macht, könnte man über deren Lächerlichkeit nur noch lachen...

Denen muss endlich ihre Macht und ihr Geld genommen werden! Und es muss endlich eine echte und vollständige Trennung zwischen Staat und Kirche geben. Das ist eigentlich eine Grundvoraussetzung für Demokratie...


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#8
23.10.2014
21:40:04


(-1, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Bad Homburg


""Es gibt viele katholische Schulen in der Welt.""..

Und die gehören alle geschlossen und die Schüler damit aus den Händen von Religioten befreit !

"" "die Inklusion sehr wohl ein Teil der katholischen Ethik ist".""..

Für diese Unverschämtheit soll Dir die Hand abfaulen !

Inklusion ist die Teilhabe jedes Menschen an Bildung unabhängig von seinen persönlichen Handicaps an Regelschulen !

Mit Deiner Formulierung erklärst Du LGBTTIQ´s zu Menschen mit Handicap, was an und für sich keine Beleidigung ist..
Die verschwurbelte Unterstellung, durch das Handicap seien LGBTTIQ´s KRANKE Menschen ist es sehr wohl !

Gleichwohl müssen LGBTTIQ´s Inklusion erfahren, was sich in Gleichen Rechten für Alle wiederspiegelt, was Deine RKK allerdings nach Kräften verhindern will..

Im Gegensatz zur Inklusion, die alle Menschen IN DIE Gesellschaft hinein nimmt, und zur Integration die Gruppen von Menschen in bestimmte Sub-Systeme hinein nimmt, gehören Deine RKK-Religioten aus den Gesellschaften EXKLUDIERT und SEGREGIERT, denn sie richten in und an den Gesellschaften und den Menschen darin nur psychische und auch immer noch physische Schäden an !


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#9
23.10.2014
22:57:22


(+3, 5 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #6 von sperling


nur, um diese geschichte noch kurz zu ergänzen: mein freund, dessen erheblich älterer partner verstorben war, wurde u.a. gefragt, weshalb die beiden erst so spät in ihrer beziehung eine lebenspartnerschaft eingegangen wären (was eben den verdacht der "versorgungsehe" begründete). der witz dabei war, dass es das LPartG in den ersten jahren ihrer beziehung überhaupt noch nicht gab.


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#10
24.10.2014
02:50:09


(0, 2 Votes)

Von Fred i BKK
Antwort zu Kommentar #9 von sperling


....wenn ich mich heute,nach 36 Jahren in "wilder Ehe" mit dem selben Mann ,verpartnere ,gilt gleich der Hetroehe eine "Wartezeit" von 12 Monaten.Hernach erst entstehen beidseitige Rechte/Ansprueche auf eine Hinterbliebenrente/Versorgung.
Sollte hernach einer der Partner versterben muss dies in einem relativ kurzen Zeitraum dem Renten/Pensionstraeger mitgeteilt werden ansonsten koennen die Ansprueche verfallen.
Eine Mitteilung an die jeweiligen Versicherungstraeger gleich nach der Eintragung einer Partnerschaft ist nicht noetig.

Soweit die Info des Standesamtes.


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