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  • 23.10.2014           44      Teilen:   |

Schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion

Homosexualität "nicht normal": Rücktritt von Irmer gefordert

Artikelbild
Hans-Jürgen Irmer macht gerne Stimmung gegen Ausländer oder Homosexuelle, was zu Spannungen in der schwarz-grünen Koalition führt (Bild: Wiki Commons / Martin Rulsch / CC-BY-SA-4.0)

Nach seinen homophoben Aussagen fordern Jusos, Grüne Jugend, Studentenvertreter und LGBT-Aktivisten den Rücktritt des CDU-Politikers.

Die Empörung über den bildungspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion in Hessen hält an: Nachdem Hans-Jürgen Irmer vor wenigen Tagen in einem Interview Homosexualität als "nicht normal" bezeichnet hatte, mehren sich die Rücktrittsforderungen. So haben die Jugendorganisationen von SPD und Grünen gemeinsam den Rücktritt des "Hetzers" gefordert – obwohl die Grünen mit Irmers Christdemokraten in einer Koalition sind. "Mal hetzt er gegen Lesben und Schwule, mal gegen Asylsuchende, oder tritt als Gastredner bei Burschenschaften auf", beschwerten sich die Jugendorganisationen am Mittwoch.

Auch der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Technischen Universität (TU) Darmstadt schloss sich der Rücktritssforderung an. Die Studenten kritisierten das "intolerante und antiquierte Weltbild Irmers", das in der Bildungspolitik Hessens nichts verloren habe. "Stattdessen sollte die schwarz-grüne Bildungspolitik Geschlechtervielfalt, Gleichstellung und Akzeptanz vertreten, wie dies im Koalitionsvertrag vereinbart wurde."

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QueerNet Hessen: Irmer ist ein "politischer Zündler"

Dr. Constance Ohms ist Mitglied des Vorstandes bei QueerNet Hessen
Dr. Constance Ohms ist Mitglied des Vorstandes bei QueerNet Hessen

LGBT-Aktivisten haben ebenfalls genug vom Rechtsaußen der Union. QueerNet Hessen, das Netzwerk der LGBT-Gruppen im Land, bezeichnete Irmer als "politischen Zündler, der Ressentiments auf dem Rücken von Minderheiten schürt". "'Kriminelle Ausländer' und abnormale Homosexuelle, mit solchen und ähnlichen Stereotypen versucht er immer wieder von sich reden zu machen", so Sprecherin Constanze Ohms.

Auch von Vertretern der schwarz-grünen Koalition kommt Kritik, allerdings spricht man hier keine Rücktrittsforderungen aus. Der CDU-Landtagsabgeordnete Holger Bellino stellte per Pressemitteilung bereits am Montag klar, dass die Landesregierung natürlich wie im Koalitionsvertrag vereinbart an Schulen über sexuelle Vielfalt aufklären werde. "Das wird auch Herr Irmer mittragen", ist er sich sicher. Auch die grüne Landtagsfraktion beharrt auf den Vereinbarungen des Koalitionsvertrags. Ein Sprecher erklärte aber, man werde sich nicht den Rücktrittsforderungen der eigenen Jugendorganisation anschließen.

Irmer: Bin unvollständig zitiert worden

Unterdessen versuchte Irmer, seine Aussagen zu relativieren. Gegenüber der evangelikalen Presseagentur "idea" behauptete er, dass seine Aussage verkürzt zitiert worden sei. Homosexualität sei normal in allen Gesellschaften, so Irmer. Er wollte mit seinem Äußerungen lediglich unterstreichen, dass Homosexualität nicht der normale Weg der Fortpflanzung sei.

Irmer ist bereits wiederholt wegen rechtslastiger Äußerungen aufgefallen. Neben Homosexuellen sind vor allem Muslime und Einwanderer seine Hauptfeinde. So weigert sich der Landesschülerrat bereits seit Februar, mit Irmer zu sprechen, weil dieser Flüchtlingen generell "Asylmissbrauch" vorgeworfen hatte. (dk)

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Tags: schule, hans-jürgen irmer, hessen, schwarz-grün, bildungsplan, jusos
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Reaktionen zu "Homosexualität "nicht normal": Rücktritt von Irmer gefordert"


 44 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
23.10.2014
14:49:21
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(+5, 7 Votes)

Von Timon


Die Forderung ist richtig, aber bei der CDU wird das wohl auf taube Ohren stoßen, weil die überwältigende Mehrheit der CDU seine Meinungen zu Homosexuellen, Muslimen, Sinti und Roma, etc. teilt.


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#2
23.10.2014
14:51:26
Via Handy


(+6, 8 Votes)

Von Simon H


Wenn der nicht aus der CDU fliegt, muss man davon ausgehen, dass die CDU seiner Meinung ist.


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#3
23.10.2014
15:06:52


(+4, 6 Votes)

Von Fred i BKK


ja Herr Irmer gehoert zu denen ,welche sich aergern,dass ihre Lieblingspartei leider seit 45 verboten ist.....gell Herr Irmer die "gute alte Zeit"

...GOTT MIT UNS stand auf den Guerteln der Freunde

fuer echte Maenner wie ihn ist sicher sogar die Frau Merkel eine linke Lusche...


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#4
23.10.2014
16:01:00
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von Foxie
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die werden den nicht 'rauswerfen. Gehört er doch sicher zu den langjährigen und treuen Parteigeno...ähm Mitgliedern.
Jetzt kommt natürlich das Zurückrudern und Beschwichtigen, ("falsch zitiert","so nicht gemeint",...). Aber der Zweck ist erreicht, zur Freude der ultrakonservativ-religiös-nationalistischen Klientel hat er 'ne Dosis Gift versprüht. Der erste Trommelwirbel für den Wahlkampf.


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#5
23.10.2014
17:01:03
Via Handy


(+1, 3 Votes)

Von J-eye


"Er wollte mit seinem Äußerungen lediglich unterst­reichen, dass Homose­xualität nicht der normale Weg der Fortpfl­anzung sei."

Ernsthaft? Hätte ich ja jetzt nicht gedacht... :P


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#6
23.10.2014
17:04:35


(+1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Weg mit dem!


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#7
23.10.2014
17:16:54


(-7, 11 Votes)

Von FOX-News


Immerhin hat die Bremer CDU-Fraktion heute einen Antrag in die Bürgerschaft (gleich Landtag in anderen Bundesländern) auf Entschädigung für Verurteilte Schwule gestellt. Der Antrag der CDU wurde angenommen von allen Fraktionen ausser der LINKSPARTEI-Fraktion. Daumen hoch!

Link:
m.radiobremen.de/politik/nachrichten/homosexuelleb
remen100.html


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#8
23.10.2014
18:03:09


(+11, 13 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von FOX-News


""Der Antrag der CDU wurde angenommen von allen Fraktionen ausser der LINKSPARTEI-Fraktion.""..

Dazu muß man wissen das der Antrag der CDU darauf hinaus läuft die Verurteilten zwar über einen Fonds zu entschädigen, die Urteile blieben bei dieser Lösung aber in Kraft..

Außerdem beschäftigt sich der CDU-Antrag wieder nur mit den Verurteilten bis zum Jahre 1969, was aus den im Radio-Bremen-Artikel angesprochenen 50.000 Betroffenen Opfer erster und zweiter Klasse machen würde..

Das darf auf keinen Fall zugelassen werden !

Das bedeutet dann auch die Einträge in den Führungszeugnissen bleiben erhalten, die Neuberechnung von Renten durch die in der Haftzeit nicht eingezahlten Beiträge entfallen..

Die Verurteilten bleiben auf dem Makel des Vorbestraften sitzen..

Eine einmalige Entschädigung kann auf diesem Weg das Unrecht nicht beseitigen..

Deshalb war das Nein der Linken-Fraktion mehr als berechtigt..


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#9
23.10.2014
18:51:48


(+3, 5 Votes)

Von Tobi Cologne


Auch ich denke, dass die CDU da nichts unternehmen wird. Seine Meinung teilen doch 99% der Unions-Mitglieder.


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#10
23.10.2014
19:58:58


(+5, 5 Votes)

Von Andy


Ich bin mir sicher, in einigen Jahren werden die Menschen endlich begreifen, dass es nur wenige Unterschiede zwischen der NPD und der CDU/SCU gibt. Beides sind menschenverachtende Parteien. Die CDU hat nicht viele junge Wähler und ich bin mir sicher in 10-15 Jahren werden kaum noch Menschen diese Partei wählen. Es wird dann eine Außenseiter-Partei wie die NPD sein.


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