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  • 24.10.2014           22      Teilen:   |

Kirchen provozieren Gewalt

Liberia: Verfolgungsdruck auf Homosexuelle nimmt zu

Artikelbild
Eine Straße in der Innenstadt von Monrovia, der Hauptstadt Liberias (Bild: Erik Hersman / flickr / cc by 2.0)

Nachdem katholische und protestantische Kirchen Homosexuelle zum Sündenbock für den Ebola-Ausbruch erklärt haben, gibt es mehr gewalttätige Übergriffe gegen Schwule und Lesben.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International und LGBT-Aktivisten warnen vor zunehmender Gewalt gegen Homosexuelle in Liberia. "Es gibt Berichte, dass Homosexuelle ihre Häuser verlassen und untertauchen müssen", erklärte Francois Patuel, der Amnesty-Sprecher für Westafrika. Gegenüber Reuters sagte er weiter, es gebe auch Beweise, dass die Zahl der Drohungen und Übergriffe auf Homosexuelle stark angestiegen seien.

LGBT-Aktivist Leroy Ponpon macht die christlichen Kirchen für die Verschlechterung der Situation verantwortlich: "Seit Kirchenführer Ebola zu einer Seuche erklärt haben, die Gott zur Strafe für Homo-Sex geschickt hat, eskaliert die Gewalt gegen Homosexuelle. Es wird sogar die Todesstrafe gefordert. Wir leben in Angst."

Mehr als 100 christliche Würdenträger hatten im August in einer gemeinsamen Erklärung Homosexuelle für den Ausbruch der Seuche verantwortlich gemacht (queer.de berichtete). Unter den Unterzeichnern befanden sich auch anglikanische und katholischer Vertreter – der höchstrangige auf katholischer Seite war Erzbischof Lewis Jerome Zeigler, auf anglikanischer Seite Erzbischof Jonathan B. B. Hart. Liberia ist das am härtesten vom Ebola-Ausbruch getroffene Land. Nach offiziellen Angaben sind bereits rund 5.000 Menschen an der Viruserkrankung gestorben.

Fortsetzung nach Anzeige


Angst vor Lynchmob

Ponpon berichtet, dass er sich nur noch verkleidet oder nachts aus dem Haus wagt, seitdem sein Bild und seine Adresse kürzlich in einer Lokalzeitung veröffentlicht worden sind. Er habe deshalb Angst, von einem Mob gelyncht zu werden. Er beklagt auch, dass die Polizei bei homophober Gewalt oft keine Hilfe anbieten würde.

In Liberia stehen auf homosexuelle Handlungen bis zu ein Jahr Haft. Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, die für ihren Einsatz für Frauenrechte 2011 den Friedensnobelpreis erhalten hatte, verteidigte in der Vergangenheit die strafrechtliche Verfolgung (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: liberia, monrovia, katholische kirche, amnesty international
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Reaktionen zu "Liberia: Verfolgungsdruck auf Homosexuelle nimmt zu"


 22 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
24.10.2014
14:06:24


(+4, 6 Votes)

Von goddamn liberal


Der afrikanische Lynchmob hat deutsche Verbündete:

Link zu www.idea.de

Auch Landeskirchliche!


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#2
24.10.2014
14:08:03


(+3, 7 Votes)

Von Itcheb


wann wird dieses kranke Organisation endlich als das eingestuft was sie ist: eine terroristische, gegen die Verfassung verstoßende und kriminelle Hass-Organisation ???


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#3
24.10.2014
14:18:59
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von Timon


"Liberia: Verfolgungsdruck auf Homosexuelle nimmt zu"

Dann muss eben auch der Druck durch Sanktionen deutlich ansteigen.

Es zeigt sich doch immer wieder, dass nur spürbare Sanktionen etwas bringen. Noch dazu sehr schnell.


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#4
24.10.2014
14:28:32


(+4, 6 Votes)

Von Nichtkirchler


Angesichts solcher, im wahrsten Sinne moerderischer, Falschbehauptungen frage ich mich, wie lange es noch dauert bis jemand im Sinne von Notwehr diese Religioten lyncht. Oder zumindest vor dem internationalen Gerichtshof fuer Menschenrechte anklagt, damit diese Verbrecher endlich dahin wandern, wo sie hingehoeren: naemlich in den Knast. Und dann den Rest ihres scheinheiligen Lebens dort verbringen (Und den anderen Haeftlingen wird gesagt, dass das Perverslinge sind, die kleine Kinder vergewaltigen (was ja auch nicht so ganz abwegig ist)) . Solcherlei wissentliche Flaschbehauptungen kann man doch sicherlich als Aufruf zum Mord, zumindest aber zu schwerer Koerperverletzung werten.
Und dann frage ich mich, was Gott (sofern es diese Maerchengestalt wirklich gibt) von seinem Bodenpersonal haelt, das auf der einen Seite Naechstenliebe etc. predigt, und dann solche Aktionen durchzieht.
Hinzu kommt dann noch, dass Politiker nicht den Mumm haben, diese Verbrecher gesellschaftlich zu isolieren, bzw. offen als das bezeichnen, was sie nunmal sind:
Volksverhetzer, Luegner; kurzum eben Verbrecher!
Verfluchte "Religiotenfreiheit"!
Angesichts solcher "Christen" faellt mir spontan der Titel eines Liedes der "Stones" ein:
Sympathy for the Devil!


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#5
24.10.2014
14:34:25
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Alex


"Karte: Monrovia
Nachdem katholische und protestantische Kirchen Homosexuelle zum Sündenbock für den Ebola-Ausbruch erklärt haben, gibt es mehr gewalttätige Übergriffe gegen Schwule und Lesben."

Die Kirchen können ihre Schäfchen echt nur auf Linie bringen, indem sie Feindbilder aufbauen, gegen die sie dann hetzen können.

Und dabei sind die sich für keine Lüge und keinen Wahnsinn zu schade, solange ihre Anhänger nur darauf reinfallen, damit man sie weiter dumm halten kann und sie sich wie willenlose Zombies lenken lassen, die ihrem Führer blind folgen.


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#6
24.10.2014
14:52:36


(+8, 8 Votes)

Von RWTH
Antwort zu Kommentar #5 von Alex


Ja, da können der Papst und andere Marketing-Experten der Kinderficker-Sekte noch so viel Kreide fressen - man merkt doch immer wieder, wie die Katholiban wirklich tickt und dass das eine totalitäre, faschistische Vereinigung ist, deren einziges Ziel das Unterdrücken und das Schüren von Hass ist.


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#7
24.10.2014
14:57:21


(+6, 8 Votes)

Von Malte Borchers
Antwort zu Kommentar #5 von Alex


Gegen Hassprediger hilft nur eines:
Kirchenaustritt!

Link zu www.kirchenaustritt.de

Diese Sekte verdient in Europa und Nordamerika das Geld, um in Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika unterdrücken zu können.

Was würde diesen macht- und geldgeilen Konzern mehr treffen, als wenn man ihm das Geld nimmt und ihnen ihr Luxusleben wegnimmt...


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#8
24.10.2014
15:16:59


(+7, 9 Votes)

Von Fred i BKK


...dass diese seit jeher kriminellen Gross-Sekten ,mit ihrer grausamen Vergangenheit und ihren Schandtaten bis zur heutigen Zeit sich so verhalten und aeussern koennen ,solche Hetze unter Stillschweigen des "Vertreter des Herrn" im Vatikan verbreiten, ist ansich schon Beweis genug,
dass es den "lieben Gott " nur in der Fantasie der Sekten gibt ....welche andre gaengeln,unterdruecken ausnuetzen oder gar vernichten wollen um sich Reichtum und Macht zu verschaffen...

waere 'GOTT" real, wuerde er eingreiffen und die Goetzentempel weltweit einstuerzen lassen...

Queer berichtet darueber,
wo in den Medien tauchen Nachrichten dieser Art -- die uns betreffen auf...
Wir erfahren diese Verbrechen......
die Mehrheit der Bevoelkerung leider nicht....


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#9
24.10.2014
15:50:21


(+1, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Leider hat Ebola nicht genug homophobes Pack dahingerafft!


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#10
24.10.2014
16:25:33
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Fred i BKK


"waere 'GOTT" real, wuerde er eingreiffen und die Goetzentempel weltweit einstuerzen lassen.."

Oder er ist ein elender verfluchter Psychopath, das größte Arschloch im Universum. Auf jeden Fall einer den man keinesfalls auch noch anbeten und noch "lieb" nennen sollte.

Falls es ihn geben sollte wird er nach meinem Tode jedenfalls meine geballte riesige Wut abbekommen. Selbst wenn er mich dafür vernichten sollte, das wird das Arschloch erst von mir hören müssen!


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