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Steve King gehört zu den populistischsten Abgeordneten im US-Parlament – und hat sich Homosexuelle als seinen Hauptfeind ausgesucht.

In Amerika ist ja alles größer – auch die Absurditäten: Die letzten wackeren Homo-Hasser im Parlament oder im christlichen Fernsehprogramm erzeugen mit Gaga-Aussagen Kopfschütteln.

In den USA deutet sich seit Jahren an, dass die Gleichstellung von Homosexuellen in allen Bereichen des Lebens immer weiter fortschreitet. Eingefleischte Homo-Gegner, von denen sich noch viele in Parlamenten befinden, werden deshalb immer schriller. Hier die besten Kostproben der letzten Tage:

Beginnen wir mit dem Kongressabgeordneten Steve King, der in der Vergangenheit die gleichgeschlechtliche Ehe als bösen "Sozialismus" umschrieben hatte. Der Hardliner freut sich schon auf die Zeit nach seinem Ableben, weil er sich dann im Himmel nicht mehr mit Homos herumschlagen muss. Im Interview mit dem "Jefferson Herald" sagte der 65-Jährige aus Iowa:

Ich sage nur, dass etwas, das vor 2000 Jahren eine Sünde war, ist heute noch immer eine Sünde ist. Leute, die vor 2000 Jahren in die Hölle verdammt wurden, werde ich wohl nicht im Himmel treffen, falls ich es dorthin schaffe. Lassen Sie uns an diesem Prinzip festhalten. […] Ich fälle kein Urteil. Diejenigen, die einen bestimmten Lebensstil wählen, der von meinem – oder deren – Glauben nicht geduldet wird, müssen das mit Gott ausmachen.

Die Aussage über den Hetero-Himmel ist aber nicht mal das wildeste, was US-Volksvertreter in den letzten Tagen von sich gegeben haben. Der Kongressabgeordnete Louie Gohmert verbreitet sogar noch wildere Theorien: Der Texaner ist dagegen, dass Schwule in der Armee dienen dürfen, weil sie dort immer massiert werden wollten – Schwule sind also generell massagesüchtig.

Hier seine Aussage aus einer Radiosendung:

Ich habe Leute sagen gehört: "Hey, weißte, Schwule im Militär sind kein Problem. Schau dir die alten Griechen an". Nun ja, die hatten Leute, die eine Person des gleichen Geschlechts liebten und von ihnen Massagen bekommen haben, bevor sie in den Krieg gezogen sind. Aber wissen Sie, das war eine andere Art des Kämpfens, eine andere Art des Krieges. Und wenn man rumsitzt und den ganzen Tag lang vor einer großen Schlacht Massagen kriegt, dann hält man nicht lange durch. […] Man wird dadurch anfällig für Terrorismus.

Hier ein Video mit dem Abgeordneten, der seit 2005 im mächtigsten Parlament der freien Welt sitzt:

Stichwort Terrorismus. Der frühere Südstaatenbaptistenpfarrer Pat Robertson, der 1988 im repbulikanischen Präsidentschafts-Vorwahlkampf den dritten Platz eroberte, sieht Schwule und Lesben sogar als Terroristen an, die es auf harmlose Christen abgesehen haben. In seiner Fernsehsendung "700 Club" erklärte er vor wenigen Tagen:

[Homosexuelle] versuchen, christliche Menschen zu zwingen, sie zu vermählen, oder schicken sie ansonsten ins Gefängnis. Sie wollen sie zwingen, für sie Kuchen zu backen, oder sie schicken sie ansonsten ins Gefängnis. Sie wollen, dass sie ihre Predigten übergeben und ihre innersten Gedanken preisgeben, oder schicken sie ansonsten ins Gefängnis. Das sind die Sachen, mit denen wir umgehen müssen. Diese Leute sind Terroristen, sie sind Radikale, sie sind Extremisten. Kein Christ, der noch bei Verstand ist, würde jemals jemanden zwingen, etwas gegen seinen Glauben zu tun oder ansonsten ins Gefängnis zu gehen. Nun, [Christen] haben das während der Inquisition gemacht. Das war schrecklich. Das ist ein schwarzer Punkt in unserer Geschichte. Aber das wird nicht mehr gemacht.

Hier das Video:

Pat Robertson erreicht mit seinem "700 Club" jeden Tag Millionen Amerikaner, eine deutsche Version der Hetz-Show wird im Sender "Bibel-TV" ausgestrahlt. In den letzten Jahren hat Robertson immer wieder gegen Homosexuelle gehetzt – so erklärte er, er könnte beim Anblick von Homo-Paaren "kotzen", oder dass die Gleichstellung von Schwulen und Lesben zu Kindesmissbrauch führe.

Gefährlich sind vor allem seine Gesundheitstipps: Vor gut einer Woche warnte er etwa vor Reisen nach Afrika, weil die Handtücher dort Aids hätten und sich arme Amerikaner anstecken könnten. Auch hier ein Video:

Eine besonders lustige Aussage kommt aus dem Südosten des Landes: Der republikanischer Kongress-Kandidat Anthony Culler aus South Carolina behauptete, dass Schwule "Gremlins" seien. Daraufhin machte in schwulen Blogs wie Queerty folgendes Bild die Runde, das Culler und seine Frau zeigt:



Culler begründet übrigens seine Kandidatur ganz bescheiden mit den Worten: "Gott hat mich gefragt, ob ich kandidiere". (dk)



#1 Just meAnonym
  • 24.10.2014, 15:24h
  • Zitat: "Sie wollen sie zwingen, für sie Kuchen zu backen oder sie schicken sie ansonsten ins Gefängnis"

    "Her mit dem Kuchen, oder es setzt was!"
    "Aber ich..."
    "Nichts aber. Du machst mir jetzt auf der Stelle einen Apfelgitterkuchen! Soll ich dir Beine machen!?"
    LOL
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 CarstenFfm
  • 24.10.2014, 16:53h
  • Ja, in der Hölle ist es bestimmt lustiger.

    Lass die frommen bibeltreuen Republikaner mal schön Harfe spielen - während wir Party machen.

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#4 Just meAnonym
#5 TheDadProfil
  • 24.10.2014, 17:02hHannover
  • ""Homos kommen nicht in den Himmel""..

    Da habe ich ja nochmal Glück gehabt..

    Wie hieß vor einigen Jahren ein populärer Buchtitel ?

    Brave Mädchen kommen in den Himmel..
    Böse überall..

    Besonders witzig finde ich ja den Religioten Pat Robertson..

    ""Kein Christ, der noch bei Verstand ist, würde jemals jemanden zwingen, etwas gegen seinen Glauben zu tun oder ansonsten ins Gefängnis zu gehen.""..

    Mal agesehen davon das ich keinen Christen kenne der keine Macke hat..
    Er sagt damit genau das aus, was alle wissen :
    Alle Chirsten die jemals jemanden "bekehtren" oder missionierten, die gefoltert, gemordet, gehasst, gemobbt, dumme Reden geschwungen haben im "Namen des Herrn", die Rassisten, Xenophoben und Homophobisten sind, sind nicht bei Verstand..
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#6 StretchingmasterProfil
  • 24.10.2014, 17:05hEssen / Holsterhausen
  • Lieber lass ich mir in der Hölle den Hintern braten als das mir im Himmel ein kalter Wind unters Hemdchen pustet.

    Schönen Tag noch
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#7 GegendarstellungAnonym
  • 24.10.2014, 17:20h
  • www.youtube.com/watch?v=a8mN-SYXpE4

    There is a place
    Reserved
    For me and my friends
    And when we go
    We all will go
    So you see
    I'm never alone
    There is a place
    With a bit more time
    And a few more
    Gentler words
    And looking back
    We will forgive
    (We had no choice
    We always did)
    All that we hope
    Is when we go
    Our skin
    And our blood
    And our bones
    Don't get in your way
    Making you ill
    The way they did
    When we lived
    There is a place
    A place in hell
    Reserved
    For me and my friends
    And if ever I
    Just wanted to cry
    Then I will
    Because I can
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#8 HugoAnonym
  • 24.10.2014, 17:29h
  • "In Amerika ist ja alles größer auch die Absurditäten"

    In Russland sind sie noch größer
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#9 HugoAnonym
  • 24.10.2014, 17:32h
  • "Diejenigen, die einen bestimmten Lebensstil wählen, der von meinem oder deren Glauben nicht geduldet wird, müssen das mit Gott ausmachen."

    Genau und falls es Gott gäbe, der wird sich sowieso nicht freuen wenn ich mal meine Sachen packen muß, denn ich hab genug um mal ihm die Meinung zu geigen.
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#10 Oliver43Anonym