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  • 11. Januar 2005, noch kein Kommentar

Britische Forscher: Einzelne Veränderung eines Gens entscheidend. Hoffnung auf Gentherapie gegen Aids.

Von Michaela Monschein (pte)

Wissenschafter des National Institute for Medical Research in London haben einen wichtigen Hinweis auf die Ursprünge von HIV beim Menschen gefunden. Es wurden entscheidende genetische Unterschiede eines Gens fest bei Rhesusaffen festgelegt, das eine HIV Infektion verhindern kann und seines dazu unfähigen menschlichen Gegenstücks.

Es scheint so zu sein, dass nur eine einzelne Veränderung des menschlichen Gens ausreicht, um eine Blockierung der Infektion zu ermöglichen. Die Ergebnisse der Studie wurden im Magazin Current Biology veröffentlicht.

Die Forscher gehen laut BBC davon aus, dass HIV sich nicht verbreitet hätte, wenn die Menschen über die gleiche Genversion wie die Rhesusaffen verfügten. Der leitende Wissenschafter Jonathan Stoye erklärte, dass diese Entdeckung über wichtige Implikationen für die Entwicklung einer effektiven Gentherapie gegen Aids verfüge.

Theoretisch sollte es möglich sein, Zellen einer infizierten Person zu entnehmen, sie mit dem veränderten Gen gegen eine HIV Infektion resistent zu machen und sie dem Patienten wieder zuzuführen. Diese Zellen könnten in der Folge den Ausbruch von Aids verhindern. Alternativ sei es denkbar, Medikamente zu entwickeln, die das menschliche Gen gegen HIV aktivieren.