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  • 27.10.2014               Teilen:   |

"Trannygate"

RuPaul: Granny statt Tranny

Artikelbild
RuPaul präsentierte bereits sechs Staffeln seiner Castingshow, in der "America's Next Drag Super Star" gesucht wird (Bild: Logo)

RuPaul ändert ihr Vokabular: Nach "Trannygate" wird die bekannteste Drag Queen der Welt das "T-Wort" nicht mehr benutzen.

Vor wenigen Monaten erschütterte "Trannygate" die LGBT-Szene in den USA: Im Frühjahr entbrannte ein Streit darüber, ob Worte wie "Tranny" oder "She-Male" harmlose Szene-Worte sind – oder, wie viele Trans-Aktivisten erklärten – gemeine Schimpfwörter, die geächtet werden sollten. Auch in der Szene sollten sie nicht mehr Verwendung finden.

Im Zentrum der Kritik war RuPaul, weil sie in ihrer Castingshow "RuPaul's Drag Race" unter anderem Redewendungen wie "You've Got She-Male" verwendete (queer.de berichtete). In ihrem Podcast erklärte die Drag Queen jetzt, die Worte nicht mehr verwenden zu wollen. Im Gespräch mit "Drag Race"-Jurorin Michelle Visage erklärte RuPaul: "Hast du mich grad Granny-Girl genannt? Das ist ja eine Neuerung, weil wir das nicht mehr mit einem 'T' vorne sagen können". Visage antwortete: "Wir sagen das jetzt für alles, was mit 'T' verbunden ist. Lass uns nach der Granny in meinem Auto gucken…" Granny ist das englische Wort für Omi.

RuPaul erklärte, dass sie sich trotz der Anpassung an den Sprachgebrauch eine gewisse "Respektlosigkeit" beibehalten wolle. Sie wolle weiterhin dem Ratschlag ihres Lehrers aus der zehnte Klasse folgen, der ihr gesagt habe: "Nimm das Leben nicht so ernst".

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"Ihr müsst stärker werden"

Noch vor wenigen Monaten hatte RuPaul die Nutzung des "T"-Wortes verteidigt. Via Twitter schrieb sie: "Es geht nicht um das Wort selbst, sondern die Intention, die dahinter steckt". Sie verglich die Nutzung des Wortes "Tranny" in der LGBT-Szene außerdem mit dem Wort "Nigger" in der schwarzen Community. Sie kritisierte daher die Aufregung aus der Trans-Community als überzogen: "Das ist, als ob Jay Z empört wäre, wenn Kanye West das Wort 'Nigga' verwendet". In einem Podcast zeigte sie sich über die Kritik sichtlich geschockt: "Wagt nicht, mir zu erzählen, was ich sagen darf und was nicht. Das sind bloß Worte. Wisst ihr was? Ihr müsst stärker werden!"

Die neue Sensibilität hatte auch Auswirkungen auf andere Szene-Betriebe. So änderte die Drag-Queen-Bar "Trannyshack" aus San Francisco im Mai ihren Namen in "T-Shack". Zuvor hatte die Kult-Einrichtung den alten Namen zwei Jahrzehnte lang getragen, ohne dass es große Proteste dagegen gegeben hätte. Die Besitzerin erklärte, dass der Name "Tranny" erst in letzter Zeit politisiert worden sei – durch die sich ändernde Bedeutung sehe man sich zur Namensänderung gezwungen. (dk)

Youtube | Erste Folge der letzten Staffel von "RuPaul's Drag Race" (Trans-Begriffe nicht herausgeschnitten)
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Tags: rupaul, drag queen, usa, rupaul's drag race
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