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Macht sich in der Alpenrepublik für eine Homo-Quote stark: Markus Stuhlpfarrer, Vorsitzender von Die Partei Österreich

Nun hat sich auch in Österreich ein Ableger der Satirepartei gegründet. Der Vorsitzende will Lesben und Schwulen 500 Euro im Monat schenken – "zur Unterstützung des aufwendigen Lebensstils".

Mit dem Deutschen Martin Sonneborn ist sie bereits im Europaparlament vertreten, nun hat sich am österreichischen Nationalfeiertag am 26. Oktober auch in Wien "Die Partei" gegründet. Der Österreich-Ableger soll laut Sonneborn dazu dienen, "in diesem kleinen, kotelettenförmigen Land die Machtübernahme" auszuprobieren. Als Kernthema legte der neue Vorsitzende Markus Stuhlpfarrer Homosexualität fest.

"Schon einmal wurde deutsche Politik nach Österreich unter großem Jubel importiert – wir hoffen, dass sich Österreich auch 2014 schwertut, aus der Geschichte zu lernen", erklärte Generalsekretär Marcel-Pierre Hinter – er ist zugleich Vorsitzender der Jugendorganisation "Hintner Jugend Österreich" – zu Beginn der Gründungsversammlung im Hopferl-Bierhof. Auch aus Deutschland waren viele Gäste angereist, um ihre Parteiuniform (grauer Anzug, blaues Hemd, rote Krawatte) auszuführen, Luftballons aufzublasen und jede Menge Bier zu trinken. Auch Vorstandsmitglieder auf dem Podium feierten mit Schnaps das "historische Ereignis".

Freibier fürs "Durchwinken" des Vortands


Werbeplakat von "Die Partei" in Deutschland

Zum Vorsitzenden der Satiretruppe wurde der 39-jährige Markus Stuhlpfarrer gewählt – "mit einer einstimmigen Mehrheit von 105 Prozent", wie es offiziell hieß. Auf eine Vorstellungsrunde des Parteivorstands legte die Versammlungsleitung keinen Wert: "Menschen interessieren sich nicht für Lebensläufe". Als Dankeschön fürs "Durchwinken" wurde im Saal Freibier ausgeschenkt.

In einem Interview mit der Tageszeitung "Der Standard" kündigte Stuhlpfarrer Homosexualität als "Kernthema" der Partei an. "Wir wollen verpflichtend die Homo-Ehe einführen, und wir wollen, dass jedes dritte Kind in einer Klasse homosexuell ist", sagte der Parteichef. Darüber hinaus will er ein "freiwilliges, homosexuelles Jahr" einführen und "jedem Homosexuellen, der sich bereit erklärt, für ein Jahr homosexuell zu leben, 500 Euro im Monat zur Unterstützung des aufwendigen Lebensstils" gewähren. Zur Begründung meinte Stuhlpfarrer: "Wir glauben, dass es in der Bevölkerung eine große Angst vor Homosexualität gibt. Zugleich gibt es das Bedürfnis, das Ganze ordentlich zu regeln. Es gibt immer wieder Debatten zu Frauenquoten, warum nicht auch eine Homoquote?"

Auch mit einer Art Homo-Organisation kann Die Partei Österreich schon aufwarten: Auf dem Gründungsparteitag stellte sich die "pflichtkissenschlagende Bürschchenschaft Idefixa" vor. Die regenbogenfarbentragende Verbindung kündigte an, einen Ball in der Wiener Hofburg abhalten zu wollen.

In Deutschland wurde die Die Partei vor zehn Jahren von Redakteuren des Satiremagazins "Titanic" gegründet. Der selbsternannte "Charismatiker und Menschenfischer" Martin Sonneborn ist ihr Vorsitzender. Bei den EU-Wahlen im Mai 2014 erhielt "Die Partei" in Deutschland 0,6 Prozent der Stimmen und erlangte damit einen Sitz im Europaparlament. (cw)



#1 Sveni MausAnonym
  • 28.10.2014, 06:26h
  • Das Schlimme ist, die Forderungen sind weniger abstrus als die der Konservativen ...
    :-(
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#2 schwarzerkater
  • 28.10.2014, 07:12h
  • eine richtig coole aktion ...
    damit kann "die partei" die erzkonservativen bischöfe aus österreich richtig herausfordern:
    "Wir wollen verpflichtend die Homo-Ehe einführen, und wir wollen, dass jedes dritte Kind in einer Klasse homosexuell ist"
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#3 stromboliProfil
  • 28.10.2014, 09:00hberlin
  • Antwort auf #2 von schwarzerkater
  • vorsicht mit den forderungen..
    Man stelle sich im zuge der geleichstellungsthese ein heterojahr für homos vor..
    wenngleich der gedanke des homojahres für zwangsheterosexuelle zwingend ist.
    Da ist noch intensives nachdenken angesagt...

    Die 500 sind willkommen und berechtigt..
    fördert sie doch auch die allgemein darbende nachfrage im konsumverhalten.

    Und die homoquote war schon längst mein steckenpferd.
    Alles in allem eine willkommen alternative zur afd!
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 stromboliProfil
  • 28.10.2014, 09:06hberlin
  • ps.:
    bekommt man die dienstkleidung der partei (grauer Anzug, blaues Hemd, rote Krawatte) gestellt, oder muss man die sich von der grundsicherung absparen..?
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#6 Sabelmann
  • 28.10.2014, 12:15h
  • Satire machen bei uns ja schon die anderen Parteien!
    Aber bei "Die Partei" klingts lustiger und tut nicht weh!
    In Wien haben wir nächstes Jahr Wahlen,schaun wir mal ob die dabei antreten.
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#7 MandraguasProfil
  • 28.10.2014, 12:52hIserlohn
  • Nichts gegen Satire, ich liebe sie - und habe auch genug Humor, um über mich und manch Eigenarten der Community lachen zu können.
    Aber in diesem Fall halte ich das ganze doch für eher kontraproduktiv und wohl eher für einen gelungener Coup des Herrn Sonneborn, der sich nun als "abgeordneter Politiker" mit den ganzen Zuschüssen von Bund & EU für seine abstruse Partei jetzt nett einrichtet und das ganze eher als lustiges Spielchen betrachtet.
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#8 ollinaieProfil
  • 28.10.2014, 14:40hSeligenstadt
  • Antwort auf #7 von Mandraguas
  • "... der sich nun als "abgeordneter Politiker" mit den ganzen Zuschüssen von Bund & EU ..."

    Der faule Sack soll sich mal ein Beispiel an den Abgeordneten der deutschen Volksparteien nehmen, besonders denen auf den hinteren Listenplätzen!

    Pflichtbewusst bis zur Aufopferung erscheinen die allmorgentlich im Plänarsaal und haben schon vor der Eröffnungsglocke Platz genommen, nicht nur bei den wichtigsten Abstimmungen ist das Haus voll, auch bei den Pillepallethemen und wenn nur Debatten angesagt sind, höhren alle aufmerksam zu und überprüfen, ob das gesagte mit dem Auftrag des Souveräns des Wahlkreises kompatiebel ist. Oder mit dem Hauptparteispender des Wahlkreises kompatiebel ist.

    Nie würden die sich wie dieses Subjekt Sonneborn erdreißten privatwirtschaftlich tätig zu sein und sich arbeitszeitgleich mit den Diäten hart arbeitender Steuerzahler durchfüttern zu lassen.

    Und hochdotierte Aufsichtsratsposten in der Industrie kähmen für einen christlichen Politiker gar nicht in frage, der potentielle Gewissens- und Zielkonflikt ließe sie nicht schlafen!

    Als Hinterbänkler muss man ausserdem ständig prüfen, ob man seiner Partei aus überzeugung zustimmen kann.
    Oder ob man seiner Partei aus Parteiraison zustimmen kann.

    Dieser Satieriker faselt doch tatsächlich was von Gewissensfreiheit des Abgeordneten! Schon alleine daran sieht man, das er Politik gar nicht ernst meint!
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#9 Anton ProktowatzAnonym
#10 Andreas VAnonym