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  • 30.10.2014           7      Teilen:   |

Homophobe Tat befürchtet

Kiew: Brandanschlag auf LGBT-Filmvorführung

Artikelbild
Das Feuer wurde erst in der Nacht gelöscht

Am Mittwoch wurde das älteste Kino der Stadt in Brand gesetzt, als ein Film über Drag Queens gezeigt wurde.

Unbekannte haben am Mittwoch einen Brandanschlag auf das Kino Zhovten in der Innenstadt von Kiew verübt, während im Innern ein Film mit LGBT-Bezug gezeigt wurde. Besucher des Films konnten rechtzeitig fliehen, das Kino ist allerdings in großen Teilen zerstört worden.

Zu dem Anschlag kam es gegen rund 21.45 Uhr, ersten Ermittlungen zufolge wurde das Dach des Kinos an drei Stellen an Brand gesetzt. Ein Augenzeuge will drei Männer gesehen haben, die aus dem Kino rannten, bevor das Feuer bemerkt wurde.

In Folge wurde das Kino zunächst von einem zunehmend dicken Rauch eingefangen; Augenzeugen berichteten, sie seien zunächst von einer Rauchbombe ausgegangen. Dann breitete sich der Brand aus. Das Feuer wurde erst am Morgen gelöscht.

Besucher des Kinos konnten rechtzeitig aus dem Gebäude fliehen. Sie hatten eine Vorstellung des Films "Summer Nights" des französischen Regisseurs Mario Fanfani besucht, der vom Leben mehrerer Drag Queens in den Fünfzigerjahren erzählt und als Teil des Festivals Molodist gezeigt wurde.

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Klitschko will sich für Kino einsetzen

Große Teile des Kinos wurden zerstört
Große Teile des Kinos wurden zerstört

Das unabhängige Filmfestival Molodist bietet bereits seit 14 Jahren eine Sektion mit LGBT-Filmen. Die Direktorin des Kinos sagte gegenüber ukrainischen Medien, sie halte eine homophobe Tat für möglich. Man sei immer wieder wegen LGBT-Filmen kritisiert und beleidigt worden; ein Poster des Films war homophob beschmiert worden.

Noch in der Nacht hatte der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, den Tatort besucht. Er versprach, sich für die Aufklärung des Vorfalls einzusetzen wie auch für den Fortbestand des Filmhauses, das ein "Symbol des intellektuellen Kinos" sei. 2013 hatte die Stadtverwaltung noch versucht, das Kino, das 1931 errichtet wurde, schließen zu lassen. Es gibt Pläne, an der Stelle ein Einkaufszentrum zu errichten. Auch das kommt als Hintergrund des Anschlags in Frage.

Allerdings reiht sich der Vorfall ein in eine Reihe homofeindlicher Taten: Im Juli hatten nationalistische Jugendliche an zwei Tagen hintereinander einen Schwulenclub in der Innenstadt von Kiew überfallen (queer.de berichtete), kurz nachdem ein CSD aus angeblichen Sicherheitsgründen abgesagt worden war (queer.de berichtete). Dazu kommen weitere Meldungen über Übergriffe auf Personen wie einen Schwulenaktivisten im März (queer.de berichtete). Vor den Umwälzungen in der Ukraine wurde auch mit Homophobie gezielt Stimmung gegen eine Annäherung des Landes an die EU gemacht, sei es mit einem gefälschten CSD (queer.de berichtete) oder mit Protesten vor Botschaften von EU-Ländern (queer.de berichtete). (nb)

 Update  21.55h: Augenzeugenbericht
Die Kollegen der Siegessäule haben mit einem Deutschen gesprochen, der bei der Filmvorführung dabei war. Zum Interview.

Youtube | Ein TV-Bericht zu dem Anschlag
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Tags: ukraine, anschlag, kino, filmfestival, vladimir klitschko
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Reaktionen zu "Kiew: Brandanschlag auf LGBT-Filmvorführung"


 7 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
30.10.2014
11:23:01


(+1, 7 Votes)

Von Barbaren


Also von mir aus kann dieses Homohasser-Land gerne zu Russland gehören.

Nicht, dass irgendwer die am Ende noch in die EU aufnehmen will.


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#2
30.10.2014
11:52:02


(+8, 8 Votes)

Von Heiner


Ich frage mich immer wieder, wie krank man im Kopf sein muss, um Gewalt auszuüben weil einem ein Buch, ein Film, o.ä. nicht passt...


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#3
30.10.2014
14:56:07


(-1, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Da steckt bestimmt das russische Separatistenpack dahinter!


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#4
30.10.2014
15:06:18


(-4, 8 Votes)

Von FuZZZyness
Antwort zu Kommentar #3 von FoXXXyness


Da steckt bestimmt das Kiewer Putschistenpack dahinter!

Wann war der letzte CSD?


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#5
30.10.2014
19:14:33


(-6, 8 Votes)

Von fakten check


2012. Der Staatspräsident, der den CSD mit Polizeikräften schützen ließ, hat heute in Russland Asyl. Wie Edward Snowden.

Link zu www.queer.de


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#6
30.10.2014
19:17:46


(+4, 4 Votes)

Von Hugo
Antwort zu Kommentar #2 von Heiner


Ich könnt mit vielen Geschichtsbeispielen anfangen...
Gewalt im Kopf haben wir alle, jeder ist irgendwann mal wütent und könnte jemmanden würgen oder sonstwas mit ihm anstellen.
Aber, zum Glück können die meisten Menschen mit "dieser" Wut vernünftig umgehen. Und bei den Gewallttätigen braucht es nur einen Funken um loszulegen. Und das wissen die Hetzer und nutzen die Gewalttätigen für ihre Zwecke.


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#7
31.10.2014
01:50:21


(+1, 3 Votes)

Von Mataina


Mit einer Ausnahme sind die bisherigen Kommentare von einer Qualität, die dem der Brandstifter in nichts nachstehen. Da wird einfach mal die ganze Ukraine in Beugehaft genommen und dann ohne irgendwelche Beweise die einzelnen politischen Gruppen zu den Schuldigen gemacht. Ganz offensichtlich verleitet die relative Anonymität des Internets uns Menschen zu so unüberlegten und pauschalisierenden Bemerkungen. Da ist keine Liebe und kein Verständnis, keine Differenzierung, dafür aber umso mehr wilde Spekulation. Von mir aus soll nicht nur die Ukraine sondern auch Russland endlich in die EU. Die gegenwärtigen Konflikte gehen z.T. doch auch durch die Ausgrenzung von Ländern aus der EU zurück. Und homophobe Idioten gibt es in jedem Land zur Genüge.


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