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Thema 2015: Schulaufklärung

Stefan Mielchen neuer Chef beim CSD Hamburg


Der neue Pride-Vostand: Manuel Ehrich (Finanzen), Dominik Maggi (Vereinsleben), Jan Ole Sültz (Parade), Nicole Rüdiger (Zweite Vorsitzende), Stefan Mielchen (Erster Vorsitzender) und Patrick Orth (Kooperationen).

Der frühere "hinnerk"-Chefredakteur Stefan Mielchen ist bei der Mitgliederversammlung am Montag einstimmig zum Ersten Vorsitzenden des Hamburg Pride gewählt worden – und geht gleich das Thema Schulaufklärung an.

Mielchen löst den bisherigen CSD-Chef Dr. Lars Peters ab, der dem Verein fünf Jahre lang anführte. Peters war in der Vergangenheit wegen Verquickung seines Engagements mit wirtschaftlichen Interessen kritisiert worden, wodurch etwa Corny Littmann den CSD-Verein im Streit verließ (queer.de berichtete).

Zur neuen Zweiten Vorsitzenden wurde Nicole Rüdiger gewählt; sie folgt auf
Ilka Kass. Zum Finanzvorstand wählten die Hamburg-Pride-Mitglieder Manuel Ehrich. Neu im Team sind außerdem Dominik Maggi (Vereinsleben) und Patrick Orth (Kooperationen). Jan-Ole Sültz (Parade) komplettiert den Vorstand, stand aber bei der Mitgliederversammlung nicht zur Wahl. Die Position Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bleibt vorerst unbesetzt. "Hierfür würden wir sehr gerne eine weitere Frau gewinnen, aber leider sind wir bislang noch nicht fündig geworden", so Mielchen.

Bereits in der vergangenen Woche hatten sich Vereinsmitglieder mit Vertretern der Community auf das Hamburger CSD-Motto 2015 geeinigt: "Akzeptanz ist schulreif: Sexuelle Vielfalt auf den Stundenplan!". Damit nimmt der Pride die aktuelle Debatte um den Bildungsplan in Baden-Württemberg bewusst auf, die aber nicht regional begrenzt sei: "Die schulpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion hat gerade eine entsprechende schriftliche Anfrage an den Senat gestellt. Sie möchte darin klären lassen, ob Hamburgs Schüler 'zu früh unangemessen sexualisiert' werden. Ich fürchte, dass das erst der Anfang ist und dass die CDU versucht, dieses sensible Thema im aufkommenden Bürgerschaftswahlkampf zu instrumentalisieren – auch mit Blick auf die AfD", so Mielchen. "Gegen eine solche rückwärtsgewandte Debatte wird sich Hamburg Pride mit aller Kraft zu Wehr setzen – wenn es sein muss, auch schon deutlich vor dem nächsten CSD!"

Der Hamburg Pride findet 2015 vom 24. Juli bis 2. August statt, mit der Parade am 1. August. (pm/dk)