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  • 31.10.2014           40      Teilen:   |

Rechtspopulismus

Schwuler Abgeordneter kritisiert "Gleichstellungs-Nazis"

Artikelbild
David Coburn zeigt, dass ein schwuler Politiker nicht unbedingt ein intelligenter Mensch sein muss...

Nur weil "irgendeine Tunte" ein Hochzeitskleid anziehen möchte, müsse man nicht Gesetze ändern und damit Christen beleidigen, findet ein britischer Politiker.

Der Glasgower Europaabgeordnete David Coburn hat Befürworter der Ehe-Öffnung für Schwule und Lesben als "Gleichstellungs-Nazis" diffamiert. Der schwule Politiker von der rechtspopulitischen UK Independence Party (UKIP) erklärte in der britischen Ausgabe der "Huffington Post", dass die Gleichstellung im Eherecht "nur irgendeiner Tunte hilft, die gerne im Hochzeitskleid zur Musik der Village People zum Altar schreitet".

Die im März vollzogene Ehe-Öffnung in England und Wales bezeichnete er als "false bollocks", ein obszöner britischer Ausdruck für "völliger Quatsch".

Fortsetzung nach Anzeige


Coburn: Ehe-Öffnung ist gegen Christen gerichtet

Wenn Homosexuelle heiraten, sei dies eine "Verspottung des heiligen Ehesakraments", fuhr der 55-Jährige fort. "Wenn man mit einem gläubigen Menschen Streit sucht, der nichts damit zu tun hat, ist man ein Gleichstellungs-Nazi, der versucht, dem Christentum einen gewaltigen Tritt zu versetzen".

Coburn, der bekannteste schwule Politiker der UKIP, hatte bereits wiederholt erklärt, eingetragene Lebenspartnerschaften seien für Schwule und Lesben vollkommen ausreichend.

Die UKIP ist eine rechtspopulistische Protestpartei, die den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union fordert. Sie polemisiert aber auch gegen Ausländer und hält den Klimawandel für ein Erfindung von korrupten Wissenschaftlern. Auch die Gleichbehandlung von Homosexuellen lehnt UKIP kategorisch ab. Mit diesen Thesen konnte sie bei der Europawahl im Mai zur stärksten Partei werden. Bei äußerst schwacher Wahlbeteiligung erzielte sie über 27 Prozent der Stimmen und lag damit noch vor Labour und den Tories.

Stonewall kritisiert Rechtspopulisten

Die LGBT-Gruppe Stonewall kritisierte die Äußerungen, zeigte sich aber nicht überrascht: "Es ist schon ein bisschen ironisch, dass David Coburn Gleichstellungsbefürworter als Gleichstellungs-'Nazis' bezeichnet – und das just in der Woche, als die UKIP-Abgeordneten einen Mann in ihre Fraktion im Europaparlament eingeladen haben, der Hitler verteidigt", erklärte Stonewall-Sprecher Richard Lane in den "Pink News".

Lane bezieht sich dabei auf den polnischen Abgeordneten Robert Jaroslaw Iwaszkiewicz, der vergangene Woche durch seinen Eintritt den Kollaps der UKIP-geführten rechten Europa-Fraktion verhinderte. Iwaszkiewicz hatte kurz zuvor in einem Interview Hitler wegen seiner niedrigen Steuersätze gelobt und erklärt, der deutsche Führer habe vom Holocaust nichts gewusst. Seine Ansichten sind so radikal, dass sogar Marine Le Pen vom französischen Front National eine Zusammenarbeit abgelehnt hat. (dk)

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Tags: ukip, europäische union, europaparlament, david coburn
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Reaktionen zu "Schwuler Abgeordneter kritisiert "Gleichstellungs-Nazis""


 40 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
31.10.2014
12:56:59


(+9, 11 Votes)

Von hypathia
Aus Baden (Österreich)
Mitglied seit 18.11.2012


Idioten gibt's halt überall und sterben leider auch nicht aus.


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#2
31.10.2014
13:04:44


(+9, 9 Votes)

Von Adam


auch unter uns gibts idioten leider


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#3
31.10.2014
13:08:51
Via Handy


(+11, 11 Votes)

Von Simon H


1. Weder mein Freund noch ich sind "Tunten".

2. Keiner von uns beiden will ein hochzeitskleid. Wir wollen in Anzügen heiraten.

3. Wir heiraten sowohl aus romantischen als auch aus rechtlichen Gründen. Wenn wir gleiche Pflichten haben, gibt es keinen Grund, uns gleiche Rechte zu verwehren.

4. Wenn sich irgendwelche religiösen Fanatiker dadurch gestört fühlen ist das deren Problem, nicht unseres. Was können wir für deren Wahn, anderen ihr Leben diktieren zu wollen und ihren Zwang, andere zu diskriminieren und zu unterdrücken.

5. Shut up...


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#4
31.10.2014
13:43:38


(-6, 18 Votes)

Von Oliver43


BOAH ey...

Was für ein verlogenes Miststück kann ich da nur sagen.

Selbst schwul und dies auch offen zugebend, fällt er denjenigen schwulen Paaren "in den Rücken", die regulär eine Ehe eingehen möchten.

Von der UKIP halte ich sowieso ÜBERHAUPT NICHTS !!!


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#5
31.10.2014
13:56:03


(+9, 11 Votes)

Von David77


"Wenn Homosexuelle heiraten, sei dies eine "Verspottung des heiligen Ehesakraments"

Ja klaro. Und wenn Nicht-Christen heiraten, wenn Atheisten heiraten, wenn Juden heiraten und wenn sie sich auch noch erdreisten gemischt zu heiraten.
Alles eine Verspottung des Ehesakraments.
Und wenn gar Katholen und Protestanten heiraten, dann fühlen sich Nordiren beleidigt...
Gelten die Nürnberger Gesetze von 1935 noch immer und wurden ausgeweitet?
Und wozu heiraten... eine ELP reicht doch aus...


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#6
31.10.2014
14:04:31
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Was für ein Arschloch! Es ist schon kaum ertragbar wenn Heten gegen unsere Rechte hetzen.

Tun das jedoch Schwule selbst wünschte ich mir am liebsten, diesen Verrätern würde bei der nächsten Erektion augenblicklich der Schwanz abfaulen!

Ein durch und durch verfaultes, abscheuliches und gefühlloses Herz haben die sowieso schon. Sonst würde man fühlen, das unsere Liebe und unsere Beziehungen genauso wertvoll sind, wie die der Heten.


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#7
31.10.2014
14:08:50


(+14, 16 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #2 von Adam


Eigentlich sollten der homophobe britische Schwule und der Pole, der den Polenschlächter Hitler verteidigt, gemeinsam wegen Selbsthass psychotherapiert werden.

Es gibt leider häufig schwere Neurotiker.

Zum Problem werden sie vor allem dann, wenn sie ihre Neurosen erfolgreich in Politik umsetzen können.


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#8
31.10.2014
15:01:43


(+11, 15 Votes)

Von -hw-


"Seine Ansichten sind so radikal, dass sogar Marine Le Pen vom französischen Front National eine Zusammenarbeit abgelehnt hat."

Am Rande:

Sie käme dann mit den Erzählungen aller Strömungen der ehemaligen Résistance und Putins Meta-Erzählung zur europäischen Geschichte in Kollision.
Es sind nicht die angedachten Techniken der NS-Ökonomen, sondern das Reizwort Hitler.

Anderes Beispiel:

Aus Italien und Frankreich kommen Vorschläge zur Lösung der Eurokrise, die mitunter auf die Wirtschaftspolitik der Nazis zurückgreifen.

Link zu www.heise.de

Anekdötchen:

"Ein sehr zufriedener General de Gaulle begab sich am nächsten Tag auf eine lange Reise mit großen Umwegen, um in Moskau Stalin zu treffen. Sein Büro­chef Gaston Palewski, Außenminister Georges Bidault und General Juin be­gleiteten ihn.

Die Reise dauerte deshalb so peinlich lange, weil die veraltete zweimotorige Regierungsmaschine immer wieder ausfiel. Als de Gaulle schließlich Baku er­reicht hatte, ließ er das Flugzeug stehen und bestieg einen Zug, den die Sow­jetregierung ihm geschickt hatte.

Dabei stellte er fest, dass es die altmodischen Wagen des Großfürsten Nikolai waren, der die Armeen des Zaren im Ersten Weltkrieg befehligt hatte. Da die Fahrt durch die verschneite Steppe nur quälend langsam voranging, bemerkte de Gaulle trocken, er hoffe nur, dass in seiner Abwesenheit keine Revolution ausbreche.

De Gaulle lag viel daran, zu Stalin ein gutes Verhältnis aufzubauen. Er hoffte auch, dass der die französische kommunistische Partei unter Kontrolle hallen werde. Stalin enttäuschte ihn nicht. Er wollte in absehbarer Zeit in Frankreich keine revolutionären Abenteuer. Ein Aufstand der Kommunisten konnte Roosevelt dazu verleiten, die Lieferungen nach dem Leih- und Pachtabkommen in die Sowjetunion einzustellen oder, was Stalin die meisten Sorgen bereitete, mit Deutschland zu einer Vereinbarung zu gelangen.

Stalin wusste, wie sein Roosevelt den Franzosen misstraute. Als zweites Anliegen wollte de Gaulle erreichen, dass Frankreich mit Stalins Unterstützung auf der Friedenskonferenz bei Kriegsende vertreten war und nicht von den Amerikanern ausgeschlossen wurde.

Nach der Ankunft in Moskau musste die französische Delegation das für Stalin typische Bankett im Kreml über sich ergehen lassen, wo er seine Marschälle und Minister zwang, um den Tisch herumzulaufen und mit ihm anzustoßen.

Das geschah bei Trinksprüchen, in denen er ihnen mit dem finsteren Humor des Henkers die Hinrichtung androhte. De Gaulle beschrieb ihn mit den denkwürdigen Worten: »Einmal war er der Kommunist im Gewände eines Marschalls, ein andermal der hinter einer List sich versteckende, durch seine äußere Bonhomie einnehmende Diktator.«

Stalin seinerseits wollte in den Ge­sprächen die Anerkennung der Marionettenregierung der Lubliner Polen errei­chen. Damit hoffte er eine Bresche in die westliche Allianz schlagen zu können. De Gaulle blieb höflich, aber fest bei seiner Ablehnung. Stalin wandte sich Gas­ton Palewski zu und sagte mit boshaftem Grinsen: »Ein Pole bleibt immer ein Pole, Monsieur Palewski.«

Stalin hatte sich vorgenommen, großzügig zu sein, obwohl er Frankreich we­gen des Zusammenbruchs von 1940 verachtete, der seine Pläne so sehr beeinträchtigt hatte. (Einen weiteren kleinen Stich versetzte er de Gaulle auch damit, dass er Ilja Ehrenburg dazu brachte, de Gaulle ein Exemplar seines Romans über den Fall von Paris zu überreichen.)

Da Stalin de Gaulles Vorbehalte gegen­über Roosevelt kannte, spürte er, dass Frankreich im Weiteren als Joker in der westlichen Allianz von Nutzen sein könnte. Er traute den Briten und Amerika­nern nicht. Am meisten befürchtete er, dass sie Deutschland in Zukunft wieder aufrüsten könnten.

De Gaulle dagegen, das wusste Stalin, wollte nicht nur eine totale Niederlage Deutschlands, sondern auch dessen Teilung. Darin waren sie sich einig, obwohl Stalin de Gaulles Anspruch auf das Rheinland im Rahmen einer Nachkriegslösung nicht unterstützte.

Der Besuch verlief gut, wenn man davon absieht, dass Bidault sich auf dem Mankett betrank. Unmittelbar vor der Abreise der französischen Delegation wurde schließlich um vier Uhr morgens ein französisch-sowjetisches Abkommen unterzeichnet.

Zu Stalins Marionettenregierung für Polen fand man eine Kompromissformel, aber de Gaulle wusste zumindest, dass er von den französischen Kommunisten keinen Ärger zu erwarten hatte.

Deren Führer Maurice Thorez, der während de Gaulles Abwesenheit nach Frankreich zurückgekehrt war, hatte seine Parteimitglieder nicht auf die Barrikaden gerufen und auch keine weiteren Streiks gefordert. Stattdessen orientierte er auf Blut, Schweiß, erhöhte Produktivität und nationale Einheit, um Deutschland niederzuringen.

Die Kommunisten, die in der Résistance gekämpft hatten, waren sprachlos, aber am nächsten Tag bestätigte die Parteizeitung seine Erklärung. Der Kreml hatte sein Wort gesprochen.

Als de Gaulle und seine Begleitung schließlich am 17. Dezember wieder in Frankreich ankamen, brach eine ganz und gar unerwartete Krise aus. Deutsche Armeen waren in den Ardennen durchgebrochen und schienen auf Paris zuzumarschieren."

S. 744/745

Link zu www.randomhouse.de


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#9
31.10.2014
15:53:56


(+8, 10 Votes)

Von Sexorzist


Ich glaube, es ist an der Zeit, diesen Figuren zu zeigen, wie es WIRKLICH aussieht, wenn man sich gegen Christen richtet.


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#10
31.10.2014
16:43:44


(+7, 13 Votes)

Von sachengibz
Antwort zu Kommentar #8 von -hw-


Wollten die Russen Hess abschießen?

RAF escorts Russian Jet into Stansted

Link zu www.mirror.co.uk


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