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  • 31.10.2014           3      Teilen:   |

Auszeichnung

Daimler und Dortmund erhalten Max-Spohr-Preis

Artikelbild
Der Stern von Stuttgart funkelt auch in Regenbogenfarben (Bild: Angela Christin Mueller / flickr / cc by-nd 2.0)

Für ihr vorbildliches Engagement für die LGBT-Gleichbehandlung erhalten der Stuttgarter Autobauer und die Ruhrgebietsmetropole die diesjährige Auszeichnung der schwulen Führungskräfte.

Am Freitag hat der Völklinger Kreis die Daimler AG und die Stadt Dortmund für beispielhaftes und ganzheitliches Diversity Management mit dem Max-Spohr-Preis 2014 ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Neuen Rathaus in München statt. Die beiden Preisträger wurden für ihren herausragenden Einsatz für lesbische, schwule, bisexuelle sowie trans- und intergeschlechtliche Mitarbeiter geehrt.

Schirmherr der Veranstaltung war Bundesjustizminister Heiko Maas. In einer Videobotschaft erklärte der SPD-Politiker: Gesetze und Gleichberechtigung sind wichtig. Sie sind aber nur eine Seite der Medaille. Wir brauchen auch ein gesellschaftliches Klima der Toleranz, des Respekts und der Vielfalt. Der Max-Spohr-Preis hilft mit, dieses Klima zu schaffen."

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OB Ullrich Sierau (SPD) reiste für die Preisverleihung in die bayerische Landeshauptstadt
OB Ullrich Sierau (SPD) reiste für die Preisverleihung in die bayerische Landeshauptstadt

Für die Preisverleihung war der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) eigens nach München angereist. Er zeigte sich über die Würdigung begeistert: "Dortmund ist eine weltoffene und tolerante Stadt, die gesellschaftliche Vielfalt engagiert fördert. Die Stadtverwaltung Dortmund versteht sich als Unterstützerin dieser Vielfalt – auch als Arbeitgeberin". Der Preis sei eine Ermutigung, beim Engagement nicht nachzulassen.

Für Daimler bedankte sich André Volkert vom schwul-lesbischen Firmennetzwerk GL@D im Auftrag seines Arbeitgebers für den Preis. Die Auszeichnung zeige, "dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Volkert. GL@D war bereits vor wenigen Wochen für sein Engagement mit dem "Rosa Detlef" der Stuttgarter MCC-Gemeinde ausgezeichnet worden (queer.de berichtete).

"Fortschrittliches und umfassendes Diversity Mangement"

Unter "Diversity Management" wird die Sensibilisierung der Mitarbeiter für bestimmte Bevölkerungsgruppen bezeichnet. Neben Merkmalen wie Geschlecht, Alter, Herkunft und Behinderung wird hier im Idealfall auch sexuelle Orientierung angesprochen. Laut VK-Chef René Behr hätten Daimler und Dortmund ein "ein sehr fortschrittliches und umfassendes Diversity Management" umgesetzt. "Ganzheitliches Diversity Management schafft Mehrwert für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zugleich. Ein Arbeitsumfeld, in dem Vielfalt bewusst wahrgenommen und genutzt wird, bringt innovative Ideen und Ansätze hervor", so Behr.

Der Max-Spohr-Preis wird vom Völklinger Kreis seit 2001 alle zwei Jahre an Arbeitgeber verliehen. Bei der letzten Preisverleihung zeichneten die schwulen Führungskräfte die Deutsche Telekom und die Stadt München aus (queer.de berichtete). Zu den Preisträgern gehören auch die Deutsche Bahn, die Deutsche Bank, die Commerzbank, die Volkswagen Financial Services AG, SAP, IBM und Ford. (dk)

Links zum Thema:
» Berufsverband Völklinger Kreis e.V.
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Tags: daimler, dortmund, max-spohr-preis, völklinger kreis
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Reaktionen zu "Daimler und Dortmund erhalten Max-Spohr-Preis"


 3 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
31.10.2014
18:09:37


(-2, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Glückwunsch!


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#2
01.11.2014
13:35:55
Via Handy


(-1, 3 Votes)

Von mobil


Ich finde es ist wine verhoehnung dieser preis. Ich kennel viele homohpobe leute bei Daimler. Ich habe ingenieurwissenschaften studiert und bewerbe Mich dort bewusst nicht. Das ist doch alles verlogen


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#3
02.11.2014
14:04:57


(+4, 4 Votes)

Von Rottori
Antwort zu Kommentar #2 von mobil


Der Preis bedeutet auch nicht, dass es in den Untenehmen oder Verwaltungen keine homophoben Menschen gibt - die gibt es leider überall!
Es ist aber so, dass sich dort im Personalbereich bewußt mit dem Thema auseinander gesetzt wird und man signalisieren möchte, dass das Unternehmen eben offen für Menschen ist, die nicht heterosexuell sind. Es gibt sowohl bei Daimler, wie auch bei der Stadt Dortmund ein Netzwerk von lesbischen, schwulen, bisexuellen und transidenten Beschäftigten gibt, die dem Thema ein Gesicht geben und öffentliche Aktionen durchführen um sichtbar gegen Homophobie einzutreten. Das kann ein Weg sein, sich als Unternehmen für Toleranz gegenüber LGBT einzusetzen.


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