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Das erste Foto vom Set (v.l.n.r.): Regisseur Gregor Schnitzler, Jannik Schümann, Heino Ferch, ARD-Redakteurin Carolin Haasis, Produzent Ivo-Alexander Beck (Bild: Ninety Minute Film)

Unter dem Arbeitstitel "Du, Mädchen!" dreht Das Erste in Berlin eine Tragikomödie über das Coming-out einer 16 Jahre alten Transsexuellen.

Zur Zeit wird in Berlin die Tragikomödie "Du, Mädchen!"gedreht. Im Mittelpunkt steht der 16-jährige Finn Wilke (Jannik Schümann), der nach einem Jahr Auslandaufenthalt in den USA als Mädchen zurückkommt. Ein Schock für den Vater, der von Heino Ferch gespielt wird…

"Du, Mädchen!" – derzeit noch Arbeitstitel – ist eine "Geschichte über ein Transmädchen, ehrlich, einfühlsam, aber auch humorvoll erzählt", heißt es dazu in einer Pressemitteilung der ARD. In weiteren Rollen sind Winnie Böwe, Kyra Kahre, Zoe Moore und Beatrice Richter zu sehen. Gedreht wird voraussichtlich noch bis zum 8. November in Berlin.

Ringen um Wahrheit und Selbstbestimmung

Zum Inhalt laut ARD-Pressemitteilung: "Als Tobias Wilke seinen Sohn nach dessen einjährigem Auslandsaufenthalt vom Flughafen abholen will, steht ihm stattdessen eine Tochter gegenüber… Finn, der jetzt Helen heißt, erklärt, sich schon immer als Mädchen im Jungenkörper gefühlt zu haben. In der Zeit in San Francisco ist der Entschluss endgültig gereift, sich fortan als Mädchen zu kleiden, um den gesetzlich vorgeschriebenen 'Alltagstest' bestehen und bei Eintritt der Volljährigkeit eine geschlechtsangleichende Operation vornehmen lassen zu können."

Nach dem ersten Schrecken sieht sich der aufgewühlte Vater mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert: Wie kann es sein, dass er nichts gemerkt hat? Hat seine vor zwei Jahren tödlich verunglückte Frau, deren Verlust Tobias noch nicht überwunden hat, etwas gewusst? Aber auch Helen muss sich schmerzlichen Fragen stellen: Wird es ihr gelingen, bei ihrem Entschluss zu bleiben? Selbst auf die Gefahr hin, die Menschen, die ihr am meisten bedeuten, zu verlieren?

"Gemeinsam begeben sich Vater und Tochter auf eine Reise, die sie gleichermaßen zueinander und zu sich selbst führt: ein komisches, liebevolles Ringen um Wahrheit und Selbstbestimmung", heißt es in der Pressemitteilung der ARD. Gegenüber dpa sagte Jannik Schürmann, die Rolle sei für ihn die bisher "größte Herausforderung", ein "kompletter Lottogewinn".

"Du, Mädchen!" ist eine Produktion von Ninety Minute Film (Produzent: Ivo-Alexander Beck). Regie führt Gregor Schnitzler nach einem Drehbuch von Sarah Schnier. Der Film soll 2015 im Ersten laufen. (cw)



#1 la_passanteAnonym
  • 02.11.2014, 18:20h
  • Liest sich wie der zigste Film, der das transphobe binärgeschlechtliche Gesellschaftssystem rechtfertigt, indem er eine systemkonforme Transe als Modell zelebriert. Na toll.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 Petrillo
  • 03.11.2014, 16:12h
  • Antwort auf #1 von la_passante
  • Kann's sein, dass die Menschen Dir mit Argwohn und Unfreundlichkeit begegnen?

    Würde mich jedenfalls nicht wundern, denn mit der Einstellung, dass die Anderen eh nur Schei*e machen, weckt man nicht gerade Sympathien.

    Werden keine Filme gemacht wird gemeckert, dass keine Filme gemacht werden. Werden Filme gemacht, wird gemeckert, es sei immer die gleiche Machart (natürlich ohne das Werk überhaupt gesehen zu haben). So oder so, die Welt ist schlecht!

    Und wie's nun mal in den Wald hinein ruft, so schallt es auch wieder heraus...
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#4 Kim SchicklangAnonym
  • 08.11.2014, 20:12h
  • Antwort auf #1 von la_passante
  • Ja, das ist zu befürchten. Die Gender-Dysphoriker-Lobbyisten halten immer noch an ihrer Mär von der "Geschlechtsumwandlung" fest und treffen dabei auf TV-Produzenten, die sich bereitwillig für so etwas hergeben. Das riecht schon heute nach Klischee-Alarm.

    Transsexuellenfeindlichkeit at it's best.
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#5 Kim SchicklangAnonym
  • 08.11.2014, 20:15h
  • Antwort auf #3 von Petrillo
  • Es ist eben so, dass in Deutschland immer dasselbe Transsexuellenfeindliche Klischee verbreitet wird. Das transsexuelle Mädchen Mädchen sind, soll eben nicht erzählt werden. Die Schäbigkeit besteht darin, dass transsexuellen Menschen durch diese Art von Pseudoerzählungen weiterhin in der Unsichtbarkeit und in Abhängigkeit von Sexologen gehalten werden, die bis heute nicht in der Lage sind, geschlechtliche Vielfalt anzuerkennen.

    Dass transsexuelle Mädchen Mädchen sind, wäre ein Leichtes anzuerkennen. Das passt aber ein paar Leuten in Deutschland nicht.
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