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  • 02.11.2014           18      Teilen:   |

Jahresmitgliederversammlung

DAH: Ende von Aids bis 2020 ist möglich

Artikelbild
Der neue Vorstand der Deutschen Aids-Hilfe ist fast der alte (v.l.n.r.): Manuel Izdebksi, Winfried Holz, Sylvia Urban, Ulf Hentschke-Kristal, Tino Henn (Bild: DAH)

Die Deutsche Aids-Hilfe verabschiedete auf ihrer Mitgliederversammlung in Lübeck ein optimistisches Zukunftspapier und wählte einen neuen Vorstand.

Bei ihrer Jahresmitgliederversammlung in Lübeck hat sich die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) am Wochenende ein neues Ziel gesetzt: Im Jahr 2020 soll in Deutschland niemand mehr an Aids erkranken.

Die Krankheit Aids als letztes Stadium der HIV-Infektion ließe sich hierzulande durch rechtzeitige Diagnose und Therapie bereits heute fast immer vermeiden, heißt es in dem verabschiedeten Zukunftspapier "DAH reloaded" (PDF). Trotzdem würden jedes Jahr noch mehr als 500 Menschen an den Folgen von HIV sterben.

Der Hauptgrund dafür sei Diskriminierung von Menschen mit HIV. "Die erwartete Ausgrenzung macht Angst vor dem HIV-Test und verhindert damit häufig einen rechtzeitigen Therapiebeginn", heißt es in einer Pressemitteilung der DAH. "Veraltete Bilder von HIV als rasch tödlicher Erkrankung machen ebenfalls Angst und werden so manchmal zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung."

Besonders wichtig sei neben dem Engagement gegen Diskriminierung der Zugang zu anonymen, lebensweltnahen HIV-Test-Angeboten und qualifizierte Beratung für besonders stark von HIV betroffene Gruppen wie schwule Männer, Drogenkonsumenten und Menschen mit Migrationshintergrund, so die DAH. Im bestehenden Netz gelte es Lücken zu schließen. "Das baldige Ende von Aids ist kein Traum, sondern ein realistisches Ziel und eine ethische Verpflichtung", erklärte Sylvia Urban vom Vorstand der Deutschen Aids-Hilfe.

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HIV-Prävention in Schleswig-Holstein erhalten

Sichtbarkeit von Positiven ausgezeichnet: Das "Straßenbahn-Projekt" der Braunschweiger Aids-Hilfe erhielt den Hans-Peter-Hauschild-Preis - Quelle: DAH
Sichtbarkeit von Positiven ausgezeichnet: Das "Straßenbahn-Projekt" der Braunschweiger Aids-Hilfe erhielt den Hans-Peter-Hauschild-Preis (Bild: DAH)

Die Deutsche Aids-Hilfe hat ihre Mitgliederversammlung 2014 auch deswegen in Lübeck abgehalten, um ein Zeichen für den vollständigen Erhalt der HIV-Prävention in Schleswig-Holstein zu setzen. Dort gab es kürzlich Pläne der rot-grünen Landesregierung, die Angebote für besonders stark betroffene Gruppen wie schwule Männer zurückzufahren und an der Beratung und Unterstützung von Menschen mit HIV zu sparen – beides ein essenzieller Bestandteil erfolgreicher HIV-Prävention.

"Wir freuen uns, dass die Aidshilfen in Schleswig-Holstein mittlerweile konstruktive Gespräche aufnehmen konnten. Die Landesregierung rufen wir auf, ihrer Verantwortung für eine wirksame HIV-Prävention weiterhin gerecht zu werden", sagte DAH-Vorstand Sylvia Urban.

Carsten Schatz scheidet aus dem DAH-Vorstand aus

Der Dachverband von rund 120 Organisationen in Deutschland wählte außerdem einen neuen Vorstand. Carsten Schatz, der im vergangenen Jahr für die Linke in das Berliner Abgeordnetenhaus nachrückte (queer.de berichtete), trat nach sechs Jahren nicht mehr an. Wiedergewählt wurden Tino Henn, der Geschäftsführer des insolventen Bruno Gmünder Verlags, sowie Winfried Holz, Manuel Izdebski und Sylvia Urban. Neues Vorstandsmitglied ist der Sparkassenbetriebswirt und Zweite Vorsitzende der Aids-Hilfe Bielefeld Ulf Hentschke-Kristal.

Bessere Einbindung von Menschen mit HIV

Die Mitgliedsorganisationen der Deutschen Aids-Hilfe haben sich in einem Beschluss verpflichtet, die Einbindung von Menschen mit HIV in ihre Arbeit künftig noch stärker zu fördern. Organe, Gremien und Arbeitsgruppen sollen künftig mindestens zur Hälfte mit HIV-Positiven besetzt werden. Ein neues Gremium zur Beteiligung und Vernetzung wurde dazu als besonderes Verbandsorgan eingesetzt.

Hans-Peter-Hauschild-Preis verliehen

Bei einem feierlichen Empfang im Vorfeld der Mitgliederversammlung hat die Deutsche Aids-Hilfe ihren Hans-Peter-Hauschild-Preis an das "Straßenbahn-Projekt" der Braunschweiger Aids-Hilfe verliehen. 2009/10 haben sich in Braunschweig acht HIV-positive Menschen mit Bild und Namen auf einer Straßenbahn gezeigt. "Sichtbarkeit ist eine der Säulen der Strukturellen Prävention. Dieses Projekt der Braunschweiger Aids-Hilfe führt dies eindrücklich vor Augen", sagte Rainer Ehlers, Ehrenmitglied der Deutschen Aids-Hilfe, in seiner Laudatio. (cw/pm)

Links zum Thema:
» Zukunftspapier "DAH reloaded" als PDF
» Homepage der Deutschen Aids-Hilfe
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Tags: deutsche aids-hilfe, tino henn, lübeck, carsten schatz, hans-peter-hauschild-preis, sylvia urban
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Reaktionen zu "DAH: Ende von Aids bis 2020 ist möglich"


 18 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
02.11.2014
18:05:22


(+3, 3 Votes)

Von Robby69
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Wäre schön, wenn sie recht behalten würden und 2020 wirklich das erreicht werden könnte, was wir uns alle wünschen: Ein Ende von AIDS.


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#2
02.11.2014
18:22:47


(-2, 6 Votes)

Von la_passante


Das Ende von AIDS ist unerwünscht, weil Kranke der Pharmaindustrie viel mehr einbringen als Gesunde.


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#3
02.11.2014
19:56:03


(+6, 6 Votes)

Von vulkansturm
Antwort zu Kommentar #2 von la_passante


Stimmt so nicht. HIV-Positive, die über viele Jahrzehnte hinweg gesund bleiben, statt an AIDS zu sterben und derzeit sogar die normale durchschnittliche Lebenserwartung erreichen können, bringen der Pharmaindustrie mehr Geld.
Wenn kein HIV-Positiver in Deutschland mehr an AIDS erkrankt, dann vergrößert sich somit sogar
der Profit der Pharmaindustrie, da diese viel mehr Personen über einen ganz erheblich längeren Zeitraum hinweg mit sehr teuren Medikamenten versorgen kann.


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#4
02.11.2014
20:04:07


(+3, 5 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #2 von la_passante


Offensichtlich hast Du nicht verstanden daß das Ende von AIDS automatisch bedeutet das HIV als endgültig Chronifizierte Erkrankung gilt, und die Pharmazeutische Industrie damit ihr Ziel erreicht hat..

Meine persönliche Prophezeiung von 1984 zu Beginn der deutschen Krise, die Pharmazeuten werden verstärkt daran arbeiten die Erkrankung zu chronifizieren, und es wird mindestens 50 Jahre dauern bis eine weltweit verfügbare Imfung vorhanden, oder eine vollständige Heilung von HIV möglich ist, hat sich schon lange erfüllt..

Nun gilt es nur noch die Lebensqualität von HIV-Infizierten so zu steigern das eine Annährung an eine "normale" Lebenserwartung nahezu perfekt gelingt, denn je länger ein Infizierter lebt, desto länger ist er auf die Medikation angewiesen, was die Kassen füllt..


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#5
02.11.2014
20:21:20


(+1, 3 Votes)

Von seb1983
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Antwort zu Kommentar #4 von TheDad


Ist es nicht eher naiv zu glauben der Mensch könnte jede Krankheit heilen?
Technik entwickelt sich weiter, Viren aber auch.

Grade um HIV ranken sich mannigfaltige Verschwörungstheorien:
-HIV ist in einem Labor entwickelt worden als Kampfstoff
-HIV wurde entwickelt um die Schwarzen in Afrika zu unterdrücken
-HIV ist schon lange heilbar, aber "die Pharmaindustrie" gibt das Mittel nicht her.
-HIV gibt es gar nicht
usw....

Sollte für jeden etwas passenden dabei sein, das Internet machts möglich.
Allerdings gehört HIV anders als Schnupfen glücklicherweise zu den schwer übertragbaren Viren und es ist leicht sich zu schützen.


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#6
02.11.2014
20:45:56


(+4, 4 Votes)

Von ginfizzz
Antwort zu Kommentar #2 von la_passante


Damit unterstellst du, ein AIDS-Kranker sei für die Pharmaindustrie profitabler als ein behandelter HIV-Positiver. Ich habe mich im Alter von 20 Jahren mit HIV infiziert und wenige Wochen später mit der Therapie begonnen. Meine Lebenserwartung ist nicht niedriger als die eines HIV-Negativen - das bedeutet: ich werde ca. 60 Jahre lang arschteure Medikamente schlucken. Ein unbehandelter AIDS-Kranker hingegen droht, innerhalb weniger Jahre zu sterben und damit deutlich weniger Geld in die Kassen der Pharmakonzerne zu spülen. Wenn also jemand Interesse am Ende von AIDS hat, dann - neben den Infizierten - die Pharmalobby. Verschwörungstheorien machen aber natürlich mehr Spaß!


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#7
02.11.2014
21:13:04


(0, 2 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #5 von seb1983


""Technik entwickelt sich weiter, Viren aber auch""..

Und gerade die Retro-Viren zu denen HIV und HEP gehören, aber auch der ordinäre Schnupfen-Virus als Varinate des Influenza..

Aber auch unser Immun-System entwickelt sich weiter..

Irgendwann sind ja die Menschenaffen mal mit dem Ur-HIV-Virus in Kontakt gekommen, und deren Immun-System hat beschlossen einfach nicht zu kapitulieren..

Darin liegt sicher ein möglicher Lösungsweg..
Ein anderer in einer Impfung..
Wieder ein anderer vielleicht in der Gen-Technik..

Aber der relativ einfache Schutz davor allein entbindet uns als Gesellschaft auch nicht von der Aufgabe den Infizierten Menschen Behandlung und wenn möglich Heilung zu verschaffen..

Wie Du jetzt auf eine "Verschwörungstheorie" kommst wenn ich eine Prophezeiung äußere die auf harten Fakten beruhte, z.B. der Äußerung eines der Entdecker des Virus Robert Gallo, sich künftig um Behandlungsmöglichkeiten zu kümmern, was nichts anderes heißt als die Entwicklung eines Impfstoffes zu vernachlässigen, verstehe ich nicht..

In verschiedenen Laboren wird nach Impfstoffen geforscht..
Dabei die Behandlung zu vernachlässigen hätte auch bedeutet die Menschen ihrem Schicksal zu überlassen..
Erste Erfolge zeigten dann ja auch das eine Behandlung durchaus möglich war..
Anders als bei Kinderlähmung z.B. wo die ausbleibenden Behandlungserfolge die Entwicklung eines Impfstoffes sicherlich gepuscht haben..
Aber auch dort hat die Entwicklung des Impfstoffes mehr als 50 Jahre gedauert, und das nicht nur, weil man am Anfang einer völlig neuen Form von Medizin stand..

Vor über 25 Jahren habe ich zu einem Artikel in der DU&ICH über AIDS einen Leserbrief geschrieben, der mit den Worten endete :
..erst wenn wir die Infektion heilen und durch Impfung verhindern können, werden wir begreifen, wen wir alles verloren haben..

Der Tag ist für mich noch nicht gekommen..


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#8
02.11.2014
21:40:43


(-2, 4 Votes)

Von wanderer LE


Die AIDS-Hilfen sind bis 2020 überflüssig, müssen sich umbenennen in das, was sie inoffiziell schon lange sind - gemeinnützige Schwulenzentren.


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#9
02.11.2014
23:07:59


(+1, 3 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von TheDad


Das Immunsystem verändert sich klar, nur viel viel langsamer als sich milliardenfach teilende Viren die innerhalb weniger Jahrzehnte schon gegen viele Antibiotika resistent geworden sind.
Bei Affen sieht man wie sich Virus und Wirt aufeinander eingespielt haben, ähnlich wie fast alle Menschen Herpes Viren in sich tragen ohne dass sie davon getötet werden.

Falls es keine Verschwörungstheorie gegen die pöse Pharmaindustrie sein sollte bin ich beruhigt.

Auf meiner Wunschliste stünde ohnehin erstmal die Impfung gegen Krebs, was mir persönlich viel mehr Angst macht, denn dagegen hilft auch kein Kondom


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#10
03.11.2014
06:31:29


(+1, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #9 von seb1983


""nur viel viel langsamer als sich milliardenfach teilende Viren die innerhalb weniger Jahrzehnte schon gegen viele Antibiotika resistent geworden sind.""..

Schatzerl ?

Wechsel mal den Arzt !

Genau wegen dieses Irrtums gibt es so viele Antibiotika-Resistenzen, denn diese wirkten noch NIE gegen Virus-Erkrankungen wie Grippe und Schnupfen, werden aber Tonnenweise dagegen verschrieben..

Gegen Viren helfen nur Impfungen oder so genannte Vakzine..
Momentan ist nur ein einigermaßen wirksames Vakzin verfügbar, nämlich eines gegen das Herpes Simplex Virus, das man auch in der Zovirax-Creme gegen Lippen-Herpes erhält..

Andere Medikamente gegen Virus-Infektionen sind die bekannten Interferone zur Unterstützung des Immun-Systemes gegen verschiedene HEP-Viren-Varianten, oder eben die HIV-Medikamente..

Gegen alle anderen Viren haben wir schlichtweg gar nichts zur Verfügung,was dazu führt das in kritischen Jahren auch bei uns bei einer Influenza bis zu 10.000 Menschen schlichtweg einfach sterben..


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