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  • 03.11.2014           161      Teilen:   |

Katholischer Glaubenshüter

Kardinal Müller: Homosexualität "nicht akzeptabel"

Artikelbild
Glaubenshüter Gerhard Ludwig Müller hält am Feindbild Homosexualität fest

Der Chef der Glaubenskongregation stellt klar: Für Schwule und Lesben gibt es in der katholischen Kirche keinen Platz. Einzige Ausnahme: Keusche Homosexuelle werden geduldet.

Die Hoffnung auf eine Wandlung in der Kirche gegenüber Homosexuellen schwindet: In einem Interview mit der polnischen Zeitschrift "Nasz Dziennik" hat der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller betont, dass die Kirche Homosexuelle niemals als gleichwertig mit Heterosexuellen anerkennen werde. "Aktive Homosexualität ist nicht akzeptabel", so Müller, der oberste Glaubenshüter der 1,2 Milliarden Katholiken. "Diese Einschätzung wird die Kirche nie ändern. Aktive Homosexualität widerspricht dem Naturgesetz und ist eine Sünde."

Er betonte, dass Papst Franziskus diese Ansichten teile. Dennoch werde niemand, der "homosexuelle Tendenzen" habe, von der Kirche ausgegrenzt. Der 66-Jährige erinnerte dabei an den Katechismus der katholischen Kirche, der besagt, dass homosexuelle Handlungen "in keinem Fall zu billigen" sei und dass Katholiken Homosexuellen zugleich mit "Achtung, Mitleid und Takt" zu begegnen hätten.

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Müller kritisiert reformwillige Bischöfe

Gleichzeitig kritisierte Müller Kirchenvertreter, die sich für einen liberaleren Kurs innerhalb der Kirche einsetzten. So hatten sich mehrere Kardinäle, darunter Walter Kasper aus Deutschland und Christoph Schönborn aus Österreich, für einen offeneren Umgang mit Schwulen und Lesben ausgesprochen (queer.de berichtete).

Kardinal Müller ist der Chef der mächtigen Glaubenskongregation, welche die religiöse und politische Richtung der mächtigsten christlichen Kirche vorgibt.

Die Führung der katholischen Kirche hatte im Oktober zwei Wochen lang in einer Familiensynode über die Beurteilung von Geschiedenen und Homosexuellen gesprochen. Kurz nach Beginn der Synode hatte noch der ungarische Kardinal Peter Erdö einen ersten Text für das Abschlussdokument mit der Überschrift "Willkommen Homosexuelle" vorgestellt, in dem eine Öffnung gegenüber Schwulen und Lesben angedeutet wurde (queer.de berichtete). Im von den Bischöfen verabschiedeten Abschlussdokument setzten sich reaktionäre Kräfte jedoch durch – alle Absätze über Homosexuelle wurden gestrichen (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: vatikan, katholische kirche, kardinal müller, glaubenskongregation, papst franziskus, katechismus
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Reaktionen zu "Kardinal Müller: Homosexualität "nicht akzeptabel""


 161 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
03.11.2014
14:14:31


(+17, 19 Votes)

Von David77


Und somit offenbart sich mal wieder die Realität in der kath. Kirche.
Und bevor hier wieder der Vorwurf der Propaganda kommt:
Die Meldung ist nur eine Wiedergabe dessen, was die RKK selber an "Propaganda" liefert.
Man braucht doch nur auf k-net zu schauen, wo die sich mit der Rolle rückwärts überschlagen und ein Dementi nach dem anderen raushauen, um bloß nicht den Eindruck zu erwecken, man würde sich Homo-freundlich geben, was ja gerade die RKK in Afrika vermeiden will.


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#2
03.11.2014
14:24:13


(+17, 19 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Herr Müller redet nicht um den heißen Brei rum und enttäuscht diejenigen, die an einen humanen Fortschritt in der Organisation, die er vertritt, glauben (!). Eine Gesellschaft, die sich an Menschenrechten und aufgeklärtem Humanismus orientiert, sollte jeglichen Einfluss dieser Organisation auf politische und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse eindämmen und schließlich unterbinden und -was Deutschland angeht- aus den offenkundig grundgesetzwidrigen Tendenzen dieser Organisation den Schluss ziehen, dass keinesfalls allgemeine Steuergelder zur Förderung der Machenschaften derselben ausgegeben werden dürfen.


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#3
03.11.2014
14:26:18


(+1, 5 Votes)

Von MariaFernanda


"Dennoch werde niemand, der "homosexuelle Tendenzen" habe, von der Kirche ausgegrenzt. Dies bezieht sich aber freilich nur auf Schwule und Lesben, die keinen Sex haben. "

Nein, auch aktive Schwule sind Vollmitglied der Kirche jedenfalls, solange es "Laien" betrifft. Für Kleriker gelten natürlich andere Spielregeln.


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#4
03.11.2014
14:29:01


(+11, 13 Votes)

Von Stopfgans


Gänswein: Vielen Papst-Begeisterten wird Jubel im Hals steckenbleiben.


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#5
03.11.2014
14:29:14


(+11, 11 Votes)

Von ehemaligem User Xenomorpha


Hey Müller, bevor ich euren Pedoverein beitreten würde, würde ich lieber lachend in eine Kreissäge rennen.
Euer widerwärtiges Gehetze ist schon nicht mehr menschlich, das können sie ihren Schäfchen erzählen, die jedes mal, wenn einer aus ihrem Club etwas von sich gibt (sei es noch so blöd) in entrückter Verzückung geraten.
In Afrika quatschen eure RK-Schergen einen noch übleren Blödsinn, so was wie: Schwule sind Schuld an EBOLA. Dort hat es Folgen, dass sich diese Menschen verstecken müssen und weglaufen müssen, wenn sie nicht umgebracht werden möchten.
Vielleicht sollte man sie Herr Müller mal genauer unter die Lupe nehmen, ich bin mir sicher, da ist etwas zu finden.
Ich habe lediglich meine Meinung geäußert, da ich in einem freien, föderalistischen, repräsentativen und noch relativ sozialem Bundesstaat lebe, und diese in Wort Bild Schrift und Form äußern darf.
Obwohl, mittlerweile könnte man sich auch über diesem Auszug aus dem Grundgesetz streiten.


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#6
03.11.2014
14:46:59


(+17, 17 Votes)

Von uwekrefeld
Aus Krefeld (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 12.07.2013


bin ich froh, schon seit Ewigkeiten diesen verlogenen "Verein" verlassen zu haben.
Da wird auf der einen Seite von Nächstenliebe u.ä. gepredigt und mit gleicher Atemluft der nächst zu liebende verdammt, nur weil er eine andere Gefühlsregung hat, als dieser Rock tragender Chef einer Glaubenskongregation.
Was bildet sich eigentlich dieser 2-Beiner ein über Menschen zu urteilen?!
Ich fass es nicht!


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#7
03.11.2014
14:48:08


(+12, 14 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Weitere Austritte werden folgen.


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#8
03.11.2014
14:49:50


(+17, 17 Votes)

Von goddamn liberal


"Aktive Homosexualität widerspricht dem Naturgesetz "

Das hat nun den gleichen Wahrheitsgehalt wie die Behauptung:

"Die Erde ist eine Scheibe."

Das Problem ist aber, dass dieser Unsinn gegenüber einer polnischen Zeitschrift gemacht wurde, also vor einer Öffentlichkeit, die sich seit jeher gerne der katholischen Kirche bedingungslos unterwirft.

Und da wird der Unsinn dann zum großen politischen Problem .

Vor der afrikanischen Öffentlichkeit wird der Unsinn dann zum blanken Verbrechen.

Denn auch Unsinn kann tödlich sein.


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#9
03.11.2014
14:53:40


(+16, 18 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #2 von Loren


>"offenkundig grundgesetzwidrigen Tendenzen dieser Organisation"

was mich da ein wenig pessimistisch simmt: das offenkundige wird kaum jemals so klar benannt, wie du es hier tust. ich vermisse z.b. kritische analysen von journalist_innen in den medien zur grundgesetzkompatibilität der rkk-ideologie.

oder übersehe ich die nur?


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#10
03.11.2014
15:00:19


(+12, 14 Votes)

Von Herr Gescherr
Antwort zu Kommentar #4 von Stopfgans


Mit seiner Warnung vor einem 'nachkonziliarem Triumphalismus' macht der junge Theologieprofessor Joseph Ratzinger auf dem Katholikentag 1966 in Bamberg auf sich aufmerksam.

Link:
m.ardmediathek.de/Der-Herr-Professor-Prof-Joseph-R
atzinger?docId=22170518&pageId=13932928


In einer in Vergessenheit geratenen Rede zum Katholikentag 1966 bittet er die deutschen Katholiken nur noch um eins: Geduld, Mäßigung und Zügelung des Reformeifers.


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