Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22619

An dieser Schule wurde Jugendlichen beigebracht, dass Homosexualität eine Krankheit ist, die man heilen kann

In Italien haben homophobe Aussagen einer Religionslehrerin für Proteste unter LGBT-Aktivisten und Politikern geführt – sogar der Erzbischof übt ein wenig Kritik.

Eine katholische Religionslehrerin hat an einer technologischen Fachoberschule in Moncalieri bei Turin 16-jährigen Schülern beigebracht, es sei wissenschaftlich bewiesen, dass Homosexualität ein "psychologisches Problem" und eine "Krankheit" sei. Sie sagte weiter, dass Schwule und Lesben durch Therapien "geheilt" werden könnten. Als Schüler der staatlichen Itis-Pininfarina-Schule die Aussagen zunächst auf sozialen Netzwerken publik machten, kam es landesweit zu empörten Reaktionen.

In einer ersten Stellungnahme erklärte die LGBT-Gruppe Arcigay, dass es sich bei den Vorwürfen um eine "sehr ernste Angelegenheit" handele. Homosexuelle Schüler würden auf diese Weise stark unter Druck gesetzt. "Solche Episoden von Homophobie an Schulen hatten oft schlimme Auswirkungen bis hin zum Selbstmord", erklärte Marco Giusta, der Chef von Arcigay Turin. "Wir haben sofort den Rektor der Schule kontaktiert und er hat uns versichert, dass er eine Untersuchung startet wird".

Am Montag hat auch die Schule bestätigt, dass gegen die Lehrerin ermittelt werde. Der Rektor verwies gegenüber lokalen Medien darauf, er wolle dafür sorgen, dass homosexuelle Lehrer oder Schüler nicht diskriminiert werden würden. Die Aussagen der Lehrerin seien wie "eine Gebrauchsanweisung für Homophobie".

Erzbischof: Homosexualität laut WHO keine Krankheit mehr


Die Aussagen gingen sogar Erzbischof Cesare Nosiglia zu weit

Auch Menschenrechtsaktivisten und Politiker kritisierten die mutmaßlichen Aussagen der Lehrerin. Sogar der Turiner Erzbischof Cesare Nosiglia äußerte sich zu dem Vorfall. Er kritisierte in einer Stellungnahme, dass die Äußerungen "nicht angemessen" gewesen seien. Er könne die Lehrerin zwar aus theologischer Sicht nicht für ihre Worte verurteilen, erinnerte sie aber daran, "dass die Weltgesundheitsorganisation schon seit langem Homosexualität nicht mehr als Krankheit" ansehe.

Homo-Rechte sind gegenwärtig ein großes Thema in der italienischen Politik: Die Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi will in den nächsten Monaten einen Gesetzentwurf zur Einführung von eingetragenen Partnerschaften für Schwule und Lesben vorstellen (queer.de berichtete).

Zudem haben mehrere Städte im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen anerkannt. Dagegen hat der Innenminister allerdings juristischen Widerstand angekündigt (queer.de berichtete). Die katholische Kirche lehnt eine Anerkennung von Homo-Paaren kategorisch ab, weil dies heterosexuelle Beziehungen abwerte. Papst Franziskus hat erst vor einer Woche erklärt, dass die Ehe "noch nie so angegriffen" worden sei wie heute (queer.de berichtete). (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Oliver43Anonym
  • 04.11.2014, 16:03h
  • Sofort aus dem Unterricht entfernen !!!

    Und es ist gut, das auch die Katholische Kirche und deren Vertreter zumindest öffentlich erklären, das Homosexualität keine Krankheit ist und hier der Weltgesundheitsorganisation folgen.

    ----------

    Im übrigen bin ich jetzt gespannt, wenn der Gesetzentwurf zum Lebenspartnerschaftsinstitut in das Italienische Parlament gelangt...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Sabelmann
#4 TheDadProfil
  • 04.11.2014, 16:26hHannover
  • Antwort auf #2 von Oliver43
  • ""Und es ist gut, das auch die Katholische Kirche und deren Vertreter zumindest öffentlich erklären, das Homosexualität keine Krankheit ist und hier der Weltgesundheitsorganisation folgen.""--

    ""Er könne die Lehrerin zwar aus theologischer Sicht nicht für ihre Worte verurteilen""..

    Wie paßt das denn dann zu Deiner neuerdings propagierten "ethisch und theologischen Anerennung" durch den Vatikan ?

    Du hättest Deinen Kommentar nach dem erstem Satz beenden sollen anstatt hier so einen Schwachsinn zu schreiben !
  • Antworten » | Direktlink »
#5 sperlingAnonym
  • 04.11.2014, 16:46h
  • wer sektenmissionar_innen ganz offiziell an schulen und unis schickt, der muss sich doch nicht über solche ergebnisse wundern. das problem fängt nicht erst mit diesen äußerungen an, sondern mit dem rahmen, in dem sie geschehen sind. mission hat in der bildung nichts zu suchen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 userer
#7 David77Anonym
  • 04.11.2014, 18:04h
  • Antwort auf #2 von Oliver43

  • Dieses "der WHO folgen" hat eigentlich einen anderen, eigennützigen grund: man kann damit an hs als sündenbegriff festhalten und ihn rechtfertigen. Aber man kann eine krankheit nicht zu einer sünde erklären und umgekehrt. Und da hier der katholizismus sich in der haltung selbst widerspricht, reichen die argumente, um deren haltung zur hs per se wie ein kartenhaus zusammenfallen zu lassen.
    Das ist eine simple, neutrale feststellung.

    Ach ja, ein neutraler leser würde drauf kommen, dass es zwischen solch religiös eingetrichterten ansichten, bzw dieser art, und der höheren suizidrate einen zusammenhang gibt. Es ist gut, dass man sich endlich um das wohl homosexueller jugendlicher sorgt.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Robby69Ehemaliges Profil
  • 04.11.2014, 18:24h
  • Die hat ja wohl nicht alle Zacken in der Krone?! - Nicht mal fähig, nachzulesen, was die WHO bestätigt: Dass Homosexualität eben KEINE Krankheit ist! Da sieht man mal wieder, wohin jahrzehntelange Gehirnwäsche durch diese Kinderficker-Sekte hinführt. - Schätze, die braucht dringend professionelle Hilfe, um ihre perverse Homophobie zu überwinden... Sowas wie diese Religiotin kann man doch nicht allen Ernstes auf Kinder loslassen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 MartenAnonym
  • 04.11.2014, 18:42h
  • So sind die religiösen Fanatiker...

    Und dann verkaufen sie ihren faschistischen Wahn auch noch als angeblich "wissenschaftlich bewiesen".

    Sowas sollte definitiv keine Kinder und Jugendlichen unterrichten...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 HugoAnonym
  • 04.11.2014, 19:29h
  • "Eine katholische Religionslehrerin hat an einer technologischen Fachoberschule in Moncalieri bei Turin 16-jährigen Schülern beigebracht, es sei wissenschaftlich bewiesen, dass Homosexualität ein "psychologisches Problem" und eine "Krankheit" sei."

    Erst jetzt, wenn sie es sagt, ist mir aufgefallen, gibt es eigentlich Studien ob die Religionen psychische Probleme schaffen oder sogar verstärken?
  • Antworten » | Direktlink »