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  • 04.11.2014           6      Teilen:   |

ZDF-Serie "Dr. Klein"

Schwule Adoption im Vorabendprogramm

Artikelbild
Ein weitgehend harmonisches schwules Paar in Stuttgart: Gastronom Patrick Keller (Leander Lichti, li.) und Chefarzt Prof. Dr. Magnus Eisner (Miroslav Nemec) beim Kuscheln in den eigenen vier Wänden (Bild: ZDF/Mathias Bothor)

In der ZDF-Krankenhausserie "Dr. Klein" freundet sich der schwule Chefarzt Prof. Dr. Magnus Eisner mit dem Gedanken an, zusammen mit seinem Partner ein Kind zu adoptieren.

Immer freitags um 19.25 Uhr zeigt das ZDF seit Oktober die neue Familienserie "Dr. Klein". Die Titelrolle der Kinderärztin Dr. Valerie Klein verkörpert ChrisTine Urspruch, bekannt als Rechtsmedizinerin "Alberich" aus dem Münsteraner "Tatort". Mit ihren 1,32 Metern ist Dr. Klein die Einzige in der Stuttgarter Rosensteinklinik, die ihren jungen Patienten auf Augenhöhe begegnet.

Miroslav Nemec – der Hauptkommissar Ivo Batic aus dem Münchner "Tatort" – spielt den schwulen Chefarzt des Kinderkrankenhauses, Prof. Dr. Magnus Eisner. Er holte seine langjährige Freundin Valerie an die Klinik, weil sie ihn darum gebeten hat. Magnus ist auch der Patenonkel von Valeries Tochter. Durch den Umzug nach Stuttgart haben die zwei nun auch privat wieder mehr miteinander zu tun und befinden sich damit in der teils schwierigen Situation, Freundschaft und Beruf zu trennen.

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Chefarzt, Respektsperson und schwuler Spießer

Dabei ist Magnus ein Chef, der von allen geschätzt und gemocht wird. Außer vielleicht von Dr. Lang, der auf Valeries Posten spekuliert hatte. Magnus ist eine Respektsperson und nimmt Valerie gerne in Schutz. Das gefällt ihr nicht immer, und sie hat das Gefühl, sich auch bei ihm ihre Autorität erkämpfen zu müssen.

Privat ist Magnus in einer glücklichen Beziehung mit dem jüngeren Patrick Keller (Leander Lichti). Er ist seine Familie. Das reicht ihm auch. Patrick weniger. Er träumt von einem gemeinsamen Kind. Doch Magnus dorthin zu bekommen, ist ein steiniger Weg. Der liebt die Unabhängigkeit, die beide genießen und die er mit einem Kind eingeschränkt sieht. Kinder hat er in der Klinik schon genug, da braucht er nicht noch zu Hause eins.

Aus einer früheren Beziehung mit einer Frau hat Magnus zudem bereits eine pubertierende Tochter (gespielt von Miroslav Nemecs' Tochter Nina Berchtold-Nemec). In einer Folge hat sich Magnus auch vor seiner Tochter geoutet.



Magnus lädt einen Adoptions-Berater zum Gespräch ein

Patrick selbst betreibt in der Nähe des Krankenhauses ein Lokal, in dem sich die ganze Klinik zum Mittagstisch oder zum Feierabendbier trifft. Er redet wie ihm der Schnabel gewachsen ist und macht keinen Hehl daraus, dass er mit Magnus liiert ist. Dies ist Magnus nicht in jeder Situation recht und Patrick tituliert seinen Freund deswegen gern als Spießer.

In der fünften Folge "Eifersucht" von "Dr. Klein", die am 7. November ausgestrahlt wird, sind eine mögliche Adoption und die Herausforderung, die diese für die Beziehung des schwulen Paares darstellt, das zentrale Thema. Patrick freut sich zunächst: Magnus setzt sich erstmals ernsthaft mit dem Gedanken einer Adoption auseinander und hat hierfür sogar einen Berater eingeladen, um entsprechende Möglichkeiten für homosexuelle Paare durchzusprechen. Doch selbst eingetragenen Lebenspartnern ist in Deutschland die gemeinsame Adoption eines Kinders noch immer verwehrt.

Das Gespräch endet in einem Disaster, und Patrick muss einsehen, dass ihre Chancen so gut wie aussichtslos sind. Bis er entdeckt, dass Magnus und der Berater sich kennen… Wie es weitergeht, erfahren wir am Freitagabend! (cw)

Links zum Thema:
» Mehr Infos zur Serie auf der ZDF-Homepage
» Fanpage auf Facebook
Mehr zum Thema:
» Miroslav Nemec im Interview: "Ich habe schon häufiger Homosexuelle gespielt" (04.11.2014)
» Mehr schwul-lesbische TV-Tipps
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Tags: dr. klein, zdf, leander lichti, patrick keller, magnus eisner, miroslav nemec, adoption, regenbogenfamilie
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Reaktionen zu "Schwule Adoption im Vorabendprogramm"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
04.11.2014
22:35:03


(-1, 7 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich sehe die Serie gerne.Nicht nur wegen der Gaystory,sondern weil mir alle Typen der Serie gefallen.Neben den ernsteren Themen gibt es jede Menge Humor.Eine Serie so richtig zum Entspannen und Schmunzeln!


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#2
05.11.2014
00:18:36
Via Handy


(+1, 9 Votes)

Von Pottkind


In der anderen ZDF-Vorabendserie "Herzensbrecher - Vater von vier Söhnen", die samstags läuft, soll sich der zweitälteste dieser Söhne in den nächsten Folgen auch outen. Das ZDF scheint auf den Geschmack zu kommen.


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#3
05.11.2014
10:26:47


(-4, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ich habe die Serie bisher noch nicht gesehen, aber ich finde, daß mit Herrn Nemec und Frau Urspruch die Hauptrollen sehr gut besetzt sind!


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#4
05.11.2014
10:31:50


(0, 10 Votes)
 
#5
05.11.2014
11:25:10


(+2, 8 Votes)

Von oeffentl rechtl


Statt zweimal Werbung für eine Feigenblatt-Sendung zu machen, die den Anteil schwuler Haupt- und Nebenrollen bei ARD und ZDF in keiner Weise in einen quantitativ oder qualitativ angemessenen Bereich hebt (bisher 0,xx%) - und auch die regelmäßige Hofierung von Homohassern mitnichten besser macht - endlich die Auslöschungspraxis klar benennen und Widerstand dagegen organisieren!

Das Minimum, das von einem Fernsehen mit "gesetzlichem Bildungsauftrag" einzufordern ist - und zwar zur besten Sendezeit:

Link zu www.queer.de

Gezielt unsichtbar gemacht von ARD und ZDF:

Link:
en.wikipedia.org/wiki/List_of_LGBT_characters_in_t
elevision_and_radio#Gay


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#6
07.11.2014
21:38:13


(-2, 2 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wirklich relativ witzig und unspektakulär gemacht..

Kommt aber leider auch nicht wirklich über das übliche ZDF-Vorabendprogramm-Niveau hinaus..


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