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Nach homophoben Äußerungen

Landtag rügt Irmer


Für die hessischen Christdemokraten sammelt Hans-Jürgen Irmer Stimmen von Homo-Hassern (Bild: CDU-Landtagsfraktion Hessen)

Seine eigenen Parteifreunde wollten ihm nicht mal mehr zur Seite springen: Die Regierungsfraktionen von CDU und Grünen ließen eine Rüge der SPD-Opposition gegen den Vize-Fraktionschef der Christdemokraten passieren.

Der hessische Landtag hat am Dienstag die homophoben Äußerungen des CDU-Abgeordneten Hans-Jürgen Irmer missbilligt. Die Abgeordneten der schwarz-grünen Regierung enthielten sich bei der Abstimmung, während Parlamentarier von SPD, Linken und FDP für die Rüge des schulpolitischen Sprechers der CDU-Fraktion stimmten.

Abgeordnete der Opposition kritisierten im Landtag die Stammtischparolen Irmers, die er bereits seit Jahren im Namen seiner Partei verbreite. Linken-Fraktionschefin Janine Wissler erklärte, die Christdemokraten fischten mit Leuten wie Irmer bewusst am rechten Rand. Der FDP-Abgeordnete Jürgen Lenders bezeichnete Irmer gar als "rechtspopulistisches Aushängeschild". Via Facebook kommentierte der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel den Antrag mit den Worten: "Wann folgt sein Rücktritt?!" Auch aus den Reihen von Grünen und CDU waren die Äußerungen kritisiert worden.

Irmer hatte im Oktober in einem Interview mit der "Frankfurter Neuen Presse" gesagt: "Homosexualität ist nicht normal. Wäre sie es, hätte der Herrgott das mit der Fortpflanzung anders geregelt" (queer.de berichtete). Sofort hatte es Rücktrittsforderungen gegeben. Der CDU-Fraktionsvize hatte zunächst versucht, die Äußerungen zu relativieren. So behauptete er, verkürzt zitiert worden zu sein. Am Montag erklärte er schließlich, dass Homosexualität doch zur "Normalität" gehöre (queer.de berichtete).

Bereits in der Vergangenheit war Irmer wiederholt durch homophobe Aussagen aufgefallen. So hatte er bereits 2004 für die Homo-"Heilung" geworben (queer.de berichtete). Außerdem hatte er einmal die Entlassung eines Lehrers gefordert, weil dieser ein Profil in einem Homo-Dating-Portal angelegt hatte.

Auch Äußerungen Irmers gegen Ausländer oder Muslime sorgten wiederholt für Aufregung. So warf er 2010 der neu vereidigten niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) vor, sie könne wegen ihrer Religionszugehörigkeit keine deutschen Interessen vertreten. Seine Ansichten verbreitet er oft in der rechtsextremen Zeitung "Junge Freiheit". Zuletzt lehnte sogar die Landesschülervertretung Hessen eine Zusammenarbeit mit dem schulpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion wegen dessen extremer Ansichten gegenüber Ausländern ab. (dk)



#1 JadugharProfil
  • 05.11.2014, 14:20hHamburg
  • Homopbhobist und Rassist = Person mit IQ gegen Null! Er wurde nur Politiker, um bequem zu Geld zu kommen und um seine rassistischen und homophoben Ansichten durchzusetzen! Zu mehreren politischen Aufgaben ist er nicht fähig! Den Untauglichen sollte man wie auch in Firmen kündigen und den Zugang zur Politik für immer verwehren.
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#2 FinnAnonym
  • 05.11.2014, 14:58h
  • Aber immer noch hält die CDU es nicht für nötig, den aus seinem Amt zu entfernen und aus der Partei auszuschließen.

    Also teilt die CDU wohl seine Meinung (und will es nur nicht so öffentlich zugeben)...
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#3 XDASAnonym
  • 05.11.2014, 16:21h
  • Er hat sich ja nicht nur wiederholt extrem homophob geäußert, sondern auch immer wieder gegen Sinti und Roma und andere Minderheiten gehetzt.

    In einer echten Demokratie stünde der längst wegen Volksverhetzung vor Gericht. In Deutschland kann man mit dieser Gesinnung politisch Karriere machen - bei CDU und CSU.
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#4 RobinAnonym
  • 05.11.2014, 16:23h
  • Es ist schon auffallend, dass es bei Homohass immer nur einen Klapps auf die Finger gibt und schon ist die Sache erledigt.

    Aber wehe, man äußert Kritik an der Union oder den Kirchen, dann ist man gleich der hasserfüllte Fanatiker.
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#5 HeinerAnonym
  • 05.11.2014, 16:28h
  • Die CDU/CSU ist und bleibt halt ein Hort für Homohasser, religiöse Fundamentalisten und andere Fanatiker und Ewiggestrige.

    Schon nach dem Krieg war die CDU/CSU das Auffangbecken für Exnazis, die in der Union sogar Karriere machen konnten und es bis zum Ministerpräsidenten schafften (z.B. Hans Filbinger).

    Die CDU/CSU wird sich niemals ändern...
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 JoonasAnonym
  • 05.11.2014, 16:36h
  • Antwort auf #6 von FoXXXyness
  • Irrtum!

    Diese Rüge haben sie nur passieren lassen, weil es ein PR-GAU gewesen wäre und noch mehr mediale Aufmerksamkeit verursacht hätte, wenn sie die Rüge blockiert hätten.

    Aber würden sie es wirklich ernst meinen, würden sie den aus der Partei ausschließen und ihm sein Amt nehmen.

    Und wenn sie könnten, wie sie wollten, würden sie selbst sich auch freier äußern und weniger zurückhalten.
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#8 Robby69
  • 05.11.2014, 19:19h
  • Antwort auf #4 von Robin
  • Nicht nur das. Dann gehört man gleich der angeblich ja existierenden "Homo-Lobby" an. Denn laut dem Wahn von Kuby, Kelle und Beatrix von Storch gibt's die ja wirklich... Grins...
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#9 TimonAnonym
  • 06.11.2014, 02:10h
  • Antwort auf #3 von XDAS

  • Ja, bei anderen Gruppen wäre der längst weg vom Fenster oder gar wegen Volksverhetzung verurteilt.

    Aber bei Homohass gibt es dann allenfalls mal einen Tadel und ansonsten geht alles weiter wie vorher.
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#10 sanscapote