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  • 05.11.2014           19      Teilen:   |

Olympionike

Ruderer Robbie Manson outet sich

Artikelbild
Robbie Manson ist heute "stolz" auf seine Homosexualität - das war nicht immer so

Aus Angst, seinen Sport nicht mehr ausüben zu können, hielt er seine Homosexualität jahrelang geheim – jetzt ist der Neuseeländer froh, das Versteckspiel endlich beendet zu haben.

Der neuseeländische Ruderer Robbie Manson hat sich in einer ausführlichen Kolumne für das Portal "Outsports" als schwul geoutet. Manson hatte 2012 an den Olympischen Sommerspielen in London teilgenommen und wurde mit dem neuseeländischen Doppelvierer Siebter. Zuvor war Manson in dieser Bootsklasse U23-Weltmeister.

Gegenüber seinen Teamkollegen habe er sich bereits vor zweieinhalb Jahren geoutet, also vor den Sommerspielen, und nur gute Erfahrungen gesammelt, erklärte Manson. Er habe allerdings davor Angst gehabt, dass er nach einem Coming-out seinen Sport nicht mehr professionell ausüben könne.

Heute sieht er die Lage positiver: "Ich bin nicht nur stolz darauf, schwul zu sein, ich bin auch froh drüber", so der 24-Jährige. Seine sexuelle Orientierung setze ihn von anderen ab und mache ihn interessanter. Außerdem habe er gelernt, dass er stärker und widerstandsfähiger sei als er zunächst gedacht habe.

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Der Sportler beschreibt auch, wie sehr er früher Homosexuellenfeindlichkeit verinnerlicht hatte: "Es war komisch, ich habe auf andere homosexuelle Menschen herabgesehen. Sie taten mir leid und ich hielt wenig von ihnen. Ich wusste zwar, dass ich auch schwul bin, und ich hasste mich dafür. Das hat mich depressiv gemacht." Jedes Mal, wenn jemand das Thema Homosexualität erwähnt hat, sei er rot angelaufen und wollte nur noch fliehen. "Aber das war alles nur in meinem Kopf", so Manson heute. Bei seiner Entscheidung, seine Homosexualität nicht mehr zu verheimlichen, habe ihm auch das Coming-out seines älteren Bruders geholfen.

Mit dem Schritt in die Öffentlichkeit versuche er auch, andere homosexuelle Sportler zu Offenheit zu bewegen. "Es gibt ja schon eine Reihe großartiger schwuler Vorbilder im Sport. Viele von ihnen haben viel mehr erreicht als ich. Aber ich hoffe, dass meine Geschichte einen Beitrag leisten kann." Er wolle Leuten zeigen, dass man auch nach einem Coming-out alles erreichen könne. "Am Ende ist das nur eines der Merkmale, die mich als Menschen definieren", so Manson.

In den letzten Monaten gab es bereits mehrere Coming-outs von prominenten Sportlern, darunter auch von Schwimmstar Ian Thorpe, der seine Homosexualität jahrelang verleugnet hatte. Große Aufmerksamkeit erweckte das Coming-out des American-Football-Profis Michael Sam im Februar. (dk)

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Tags: olympia, sport, rudern, neuseeland, coming-out, robbie manson
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Reaktionen zu "Ruderer Robbie Manson outet sich"


 19 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
05.11.2014
17:30:31


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Klasse! Seinem Beispiel sollten noch viele andere Sportler folgen!


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#2
05.11.2014
18:26:05


(-9, 11 Votes)

Von ehemaligem User LangsamLangsam
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


Genau. Sich NACH der Karriere outen.


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#3
05.11.2014
19:17:28


(+7, 9 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von LangsamLangsam


Er ist mit seinem Bruder aktuell Doppelmeister von Neuseeland!
Nix Karriereende!


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#4
06.11.2014
02:06:28
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von Timon


"jetzt ist der Neuseeländer froh, das Versteckspiel endlich beendet zu haben."

So ist das meistens. Zuerst macht man sich einen riesen Kopf darum und nachher merkt man erst, wie glücklich und frei man plötzlich ist. Und dann merkt man erst, was man sich jahrelang selbst angetan hat und bereut es, diesen Schritt nicht eher gemacht zu haben.


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#5
06.11.2014
02:47:05


(+10, 10 Votes)

Von Linu86
Aus Aachen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 20.09.2008


Als Ruderer und ehemaliger Leistungssportler kann ich nur sagen: Sau geil, wurde auch Zeit! :-)


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#6
06.11.2014
05:22:03


(-7, 11 Votes)

Von ehemaligem User Tomorrow


Der "Ich-bin-Stolz-ein-Schwuler-zu sein-Virus" greift um sich. Und jedes "öffentliche Outing" mehr, wirkt auf mich verstörender und peinlicher.

"Es war komisch, ich habe auf andere homosexuelle Menschen herabgesehen. Sie taten mir leid und ich hielt wenig von ihnen. Ich wusste zwar, dass ich auch schwul bin, und ich hasste mich dafür. Das hat mich depressiv gemacht."

Wow. Das hört sich nach sehr viel Arbeit für den Psychologen an. Sorry, aber auf einen Menschen herabzuschauen hat nichts mit dem Schwulsein zutun, sondern es ist grundsätzlich eine Charakterschwäche bzw. eine geistige Haltung. Man könnte auch sagen: Der Typ hat eine an der Klatsche und einen ziemlich miesen Charakter.

Und was Ian Thorpe angeht: Dieser taugt weder als Sportler noch als Mensch einer Erwähnung. Von so einem "Schwulen" distanziere ich mich als Schwuler.


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#7
06.11.2014
08:49:17
Via Handy


(+8, 12 Votes)

Von So What
Antwort zu Kommentar #6 von Tomorrow


"Jedes Outing wirkt auf mich verstörender und peinlicher."

Auch das klingt nach viel Arbeit für einen Psychologen...


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#8
06.11.2014
09:25:48


(+7, 7 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar


ich bin ebenso wenig stolz ein Schwuler zu sein, wie ich stolz waere ein Hetero zu sein.

Ich bin stolz darauf, dass ich seit meinem 14. Lebensjahr in der Familie zu mir stand und seitdem es auch bei den Kollegen und Kunden und in der Oeffentlichkeit vertrete.


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#9
06.11.2014
09:42:07


(-3, 5 Votes)

Von ehemaligem User Tomorrow
Antwort zu Kommentar #6 von Tomorrow


Tausche das Wort "öffentliche" mit dem Wort "mediale" aus.


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#10
06.11.2014
10:57:18


(+4, 6 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Timon


Das Problem ist halt dass man es eben vorher wissen müsste dass es nachher besser ist!


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