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Auftritte zwischen 1983 und 2009

Whitneys erstes Live-Album


Wahre Ikone der Popkultur: Whitney Houston (1963-2012) heimste in ihrer Karriere sechs Grammy Awards, zwei Emmy Awards, 26 Billboard Music Awards und 22 American Music Awards ein, weltweit verkaufte sie über 170 Millionen Alben, Singles und Videos

Das Digipack "Whitney Houston Live: Her Greatest Performances" ist eine hörens- wie sehenswerte Reise zu den Karrierestationen der vor zwei Jahren gestorbenen Sängerin.

Von Michael Thiele

Sie ist gerade einmal 19 Jahre jung. Sie trägt ein violett glänzendes Oberteil mit Puffärmeln, eine schmale Kette blitzt unter ihrem Hals, sie ist dünn und elegant. Sie singt die Ballade "Home" und schnell wird klar, dass diese junge Frau eine außergewöhnliche Stimme hat. Auch die großen Gesten scheint sie schon zu beherrschen. Sie singt und streckt dabei die Arme aus, als wolle sie glücklich die Welt umarmen. Sie winkt mit dem Zeigefinger, wenn es aufzupassen gilt, und wenn alles zuviel wird, wenn die Gefühle sie übermannen, schließt sie sanft die Augen.

Das ist Whitney Houston bei ihrem allerersten TV-Auftritt in der "Merv Griffin Show" im Jahr 1983.

Diesen und 16 weitere Fernsehauftritte zwischen 1983 und 2009 versammelt das CD/DVD-Digipack "Whitney Houston Live: Her Greatest Performances" in chronologischer Folge, wobei der Schwerpunkt auf den Neunzigerjahren liegt.

Ein Vierteljahrhundert Mode- und TV-Geschichte


Das allererste Live-Album der sechsfachen Grammy-Gewinnerin enthält die unvergesslichsten Auftritte ihrer Karriere

Whitney ist zu Gast bei Oprah Winfrey und David Letterman, Whitney singt bei den Grammy Awards, bei den Oscars und den Brit Awards. Whitney – und das macht die Veröffentlichung ziemlich amerikanisch – singt für aus dem Golfkrieg heimgekehrte Soldaten auf einem Navy-Stützpunkt, und beim Super Bowl die amerikanische Nationalhymne, während über sie hinweg Militärjets rasen. Insgesamt hat Houston in ihrer Karriere gut 50 TV-Auftritte weltweit absolviert.

Dass jetzt ausgerechnet ein Live-Paket der 2012 verstorbenen Soul-Sängerin erscheint, ist auf tragische Weise ironisch. Denn auf ihrer letzten Tour 2010 wurde sie immer wieder ausgebuht und ausgepfiffen, die Leute haben die Konzerte verlassen, weil ihre legendäre Stimme offensichtlich kaputt war. Und tatsächlich merkt man spätestens beim letzten Auftritt aus dem Jahr 2009, dass Whitneys Stimme tiefer ist, dass sie Töne nicht mehr so lange halten kann. Sie wirkt insgesamt unsicher, sie fremdelt auf der Bühne, die sie all die Jahre zuvor spielend einnahm.

Die Zusammenstellung ist mehr als eine Reise durch Whitneys Karrierestationen. Sie enthält Superhits wie "I Wanna Dance With Somebody (Who Loves Me)", "How Will I Know", "My Love Is Your Love" und "One Moment In Time" und geht damit locker als eine Best-of durch. "Her Greatest Performances" ist zudem eine Reise durch ein Vierteljahrhundert Modegeschichte, was sehr schön an den teils bizarren Outfits der Amerikanerin beobachtet werden kann. Außerdem ist die Sammlung eine Reise durch die Geschichte des Fernsehens, erkennbar am alten 4:3-Format, in dem fast alle Videos festgehalten sind – und am Ton, der bei der ersten Aufnahme miserabel ist.

"Whitney Houston Live: Her Greatest Performances" kommt als konventionell aufgemachter Digipack inklusive CD und ausführlichem Booklet pünktlich zum Weihnachtsgeschäft daher. Das Besondere ist, dass es sich um die erste Live-Veröffentlichung der Sängerin überhaupt handelt. Nie hat es einen Konzertfilm oder ein Live-Album von ihr gegeben.

Die eigentliche Attraktion aber ist Whitney selbst: Sie ist eine Ikone, wie man etwa an ihrer anmutigen Performance von "I Will Always Love You" in Südafrika 1994 sehen kann. Zweimal muss sie ihren wohl klassischsten Song unterbrechen, weil Zehntausende jubelnder Menschen ihr gar keine andere Wahl lassen. Und als sie dann doch weitersingt, halten die Menschen Feuerzeuge und Wunderkerzen hoch statt Smartphones. Das waren noch Zeiten!


Direktlink | Der erste Live-Auftritt der damals 19 Jahre alten Whitney Houston 1983 in der Merv Griffin Show


#1 AndyAnonym
  • 06.11.2014, 16:12h
  • Wieso wird diese CD auf Queer.de besprochen? Whitney Houston ist eine Künstlerin, die meines Erachtens nicht sehr viel für LGBT-Rechte getan hat - zumindest habe ich nichts davon mitbekommen. Zudem war sie auch ansonsten kein Vorbild - hat ihr Leben und ihr Talent zugunsten der Drogen weggeworfen anstatt ihre Tochter groß zu ziehen.
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#2 Steve231Anonym
  • 06.11.2014, 19:42h

  • Zu Kommentar 1

    1. sie ist eine schwulenikone! Circa 50 % der männlichen Besucher ihrer Konzerte waren schwul

    2. sie trat 1999 beim gay Pride NYC auf

    3. angeblich hatte sie mit einer Frau (robyn Crawford) eine lesbische Beziehung.

    Reichen dir die drei Begründungen?
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#3 I Ramos GarciaAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.11.2014, 20:46h
  • Sie war eine tolle Sängerin! Schade, daß sie viel zu früh von dieser Welt ging!
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#5 AndyAnonym
#6 ShaunAnonym
  • 06.11.2014, 21:39h
  • Antwort auf #1 von Andy
  • Das hab ich auch schon versucht. Bringt leider nix.

    Was aber noch mehr nervt ist, dass gerade die Künstler die unbekannt sind und die Aufmerksamkeit gebrauchen könnten, hier keine Erwähnung finden, obwohl sie selbst LGBTs sind und darüber Musik machen.

    z.B. Rapper wie Tori Fixx, Bigg Nugg, Melange Lavonne, Captain Magik, Katastrophe, Deadlee ...

    Die haben ja nicht mal ne Plattenfirma, weil die eben ihr Ding machen. Die kann man aber auch gut unterstützen, weil die bei cdbaby sind. Das ist eine Internetseite für unabhängige Künstler, wo die Künstler den Großteil des Kaufpreises erhalten.

    Ich hab die auch nur gefunden, weil ich selber danach gesucht habe, weil mir Künstler fehlten die sich wirklich mit LGBT Themen auseinandersetzen.

    Und das sind für mich Ikonen. Nicht irgendwelche Diven die mal was nettes sagen und wegen ihrer Klamotten auffallen.
    Im schlimmsten Fall werden sogar homofeindliche Musiker zu "Schwulenikonen" nur weil die ein Lied haben, das sich gut anhört und der Text irgendwie interpretierbar ist oder sich als Hoffnungslied allgemein anbietet.

    Gerade hier oft Vorgestellte haben nix mit dem Thema wirklich zu tun oder haben ein Lied darüber gemacht und gerade sind die auch häufig so bekannt, dass die kaum noch Werbung bräuchten.

    Hab aber das Thema Schwulenikonen eh nie verstanden. Zum Beispiel ist eine davon Mylène Farmer (zumindest in Frankreich) obwohl sie nie ein Lied über Schwule gemacht hat und sich bis vor wenigen Jahren nicht mal zu dem Thema Homos geäußert hat. Ich mag ihre Musik sehr, aber sie ist für mich keine Schwulenikone.
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#7 Steve231Anonym
#8 Tonner66Ehemaliges Profil
  • 07.11.2014, 00:50h
  • Sie war am Anfang ihrer Karriere mit ihrer Managerin zusammen. Soviel zu LGBT-Bezug.
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#9 giliattAnonym
  • 07.11.2014, 02:01h
  • Whitney Houston war eine wunderschöne Frau mit einer einmaligen Stimme im Universum!

    Ihr Kerl hat sie in die Drogensucht gezogen. In den Abgrund.

    Nach Suchtklinkaufenthalt und neugeplantem Tourneestart sollte ihr Newcoming vom Sofa von Thomas Gottschalk abheben in dessen Sendung "Wetten dass".

    Zu diesem Zeitpunkt hatte ihre Stimme bereits ihre Ktaft verloren. Ihre bezaubernde Kraft. Für mich vorhersehbar war, dass sie die Welttournee nicht durchstehen würde.

    And I will allways love you Whitney....
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#10 lovewilltearusapartAnonym
  • 07.11.2014, 11:29h

  • Das ist irgendwie so clichéhaft,das find ich irgendwie kacke, wenn ihr ueber Whitney Houston "berichtet", bitte ich auch demnächst um Berichte vom neuen AC/DC Album und um Updates vom neuen Blink 182 Album. Danke.
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