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  • 06.11.2014           65      Teilen:   |

Tirade

Rose McGowan wirft Schwulen "Frauenfeindlichkeit" vor

Artikelbild
Rose McGowan in einem Promo-Foto für "Charmed - Zauberhafte Hexen" (Bild: The WB)

Die Hexe aus "Charmed" hält schwule Männer für frauenfeindlicher als ihre heterosexuellen Geschlechtsgenossen.

Die amerikanische Schauspielerin Rose McGowan hat in einem Podcast des kontroversen Schriftstellers Bret Easton Ellis ("American Psycho") homosexuelle Männer beschuldigt, sich nicht für die Gleichbehandlung von Frauen einzusetzen. "Schwule Männer sind so frauenfeindlich wie heterosexuelle Männer, wenn nicht noch mehr. Ich klage die Gay-Community an."

Daraufhin kritisierte sie, dass LGBT-Aktivisten das "Beverly Hills Hotel" boykottierten, weil es dem Sultan von Brunei gehört. Hintergrund ist, dass Brunei vor wenigen Monaten die Einführung der Todesstrafe für Homosexualität beschlossen hat (queer.de berichtete).

Ferner kritisierte McGowan, dass schwulen Männern Frauenschicksale egal seien: "Wollen wir über die Tatsache reden, dass niemand in der Gay-Community, also keine schwulen Männer, sich auf irgendeiner Ebene für Frauen einsetzt?" Als Beispiel nannte sie Saudi-Arabien, wo unter anderem Schwulen die Hinrichtung droht: "Dort gibt es ein Scharia-Gesetz und eine Frau, die gesteinigt werden soll. Ich habe nicht gehört, dass [LGBT-Aktivist] Cleve Jones je über sie gesprochen hat."

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Das Recht auf orangene Speedos

McGowan setzte sich in der "NOH8 Campaign" für die Öffnung der Ehe ein
McGowan setzte sich in der "NOH8 Campaign" für die Öffnung der Ehe ein

McGowan erklärte außerdem, dass Frauen der LGBT-Community entscheidend in ihrem Kampf für gleiche Rechte geholfen hätten. Und nun, da Schwule und Lesben in den USA praktisch gleichgestellt seien, weigerten sich Schwule, auch Frauen die gleichen Rechte zuzugestehen.

In einer lange Tirade erklärte die 41-Jährige unter anderem: "Ich sehe ja, wie diese Menschen für das Recht gekämpft haben, auf einem CSD-Wagen in orangenen Speedos zu stehen, während sie Molly [umgangssprachlicher Ausdruck für die Droge MDMA/Liquid Ecstasy] konsumieren."

Kleine Entschuldigung

Am Mittwoch relativierte McGowan bei Twitter und im LGBT-Magazin "The Advocate" ihre Aussagen. Sie erklärte unter anderem, dass sie während des Gesprächs "stocksauer" (pissed off) gewesen sei und verallgemeinert hätte. "Dafür entschuldige ich mich", so McGowan. Allerdings schrieb sie auch, dass sie den Inhalt ihrer Aussagen nicht zurücknehmen wolle. Sie erwarte von homosexuellen Aktivisten, dass sie sich für andere "entrechtete Gruppen" einsetzen. Außerdem verwahrte sie sich gegen Vorwürfe, eine Homo-Hasserin zu sein: "Ich fühle mich, als ob ich einen Streit mit meiner eigenen Familie habe", schrieb die Schauspielerin.

McGowan wurde insbesondere durch ihre Rolle als Hexe Paige Matthews in der Fernsehserie "Charmed – Zauberhafte Hexen" bekannt. Sie spielte diese Figur zwischen 2001 und 2006 in 112 Folgen der Sendung. Die Boulevardpresse interessierte sich für die Schauspielerin Anfang des Jahrunderts auch wegen ihrer dreieinhalbjährigen Beziehung mit Rockmusiker Marilyn Manson.

In der Vergangenheit hat sich McGowan wiederholt für LGBT-Rechte engagiert. So ging sie 2008 gegen "Proposition 8" auf die Straße und wirkte später bei der "NOH8 Campaign" mit, die für die Öffnung der Ehe warb. (dk)

Youtube | Szene aus "Charmed" mit Rose McGowan. Hier singt sie als Hexe Paige ein Ständchen für ihren Freund (dargestellt von Norman Reedus, der jetzt insbesondere für seine Rolle in "The Walking Dead" zum schwulen Sexsymbol wurde)
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Tags: rose mcgowan, frauenfeindlichkeit, usa
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Reaktionen zu "Rose McGowan wirft Schwulen "Frauenfeindlichkeit" vor"


 65 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
06.11.2014
17:06:37


(-7, 15 Votes)

Von GeorgG


Rose hat vollkommen Recht. Historisch betrachtet war die Frauenbewegung der natürliche Verbündete der Schwulenbewegung.
Das scheint tatsächlich heute bei vielen Schwulen vergessen zu sein.


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#2
06.11.2014
17:14:26


(-4, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Mal gespannt, ob sie dazu auch ihre Klappe so weit aufreißt:

Link zu www.stern.de

So sieht's doch aus!


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#3
06.11.2014
17:37:21


(+12, 14 Votes)

Von sperling


ich sehe sexismus als die tiefste grundlage von homophobie. insofern finde ich, dass es hier nicht nur darum geht, mich als schwuler mann mit anderen marginalisierten zu solidarisieren - der einsatz gegen frauendiskriminierung und sexismus ist in meinem eigenen interesse.

die unvermitteltheit und einseitigkeit ihres ausbruchs finde ich ziemlich schräg, aber in der sache hat mcgowan zumindest teilweise recht.

allerdings frage ich mich manchmal, wo denn heute eigentlich die feministischen gruppen und aktivist_innen sind, mit denen ich mich solidarisieren könnte. die medien z.b. sind voll von sexistischen formaten wie "supermodel" oder "bachelor" und wie der ganze sexistische kackmist heißt.

wo sind denn die frauen, die das scheiße finden, das auch öffentlich sagen und das sogar verändern wollen? warten die darauf, dass die schwulen das für sie erledigen?


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#4
06.11.2014
18:02:51


(+9, 11 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Rose McGowan spielt einfach schon zu lange in dieser hirnlosen us-serie. so was hat immer spätfolgen ...


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#5
06.11.2014
18:43:13


(+3, 5 Votes)

Von Sabelmann
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Antwort zu Kommentar #4 von schwarzerkater


Wenn Du Charmed meinst ist es falsch.Die Serie ist schon ein paar Jahre vorbei!Alles Wiederholungen.


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#6
06.11.2014
18:49:19


(+5, 11 Votes)

Von Marek


Ist halt auch eines von tausenden kleinen Starlets, die vor lauter Arroganz ihre Dummheit zur Schau stellen müssen.

Nur weil Frauen einen nicht geil machen, ist man nicht frauenfeindlich... Aber im Gegensatz zu Heteros mögen wir unsere Freundinnen wirklich wegen ihrem Charakter und nicht wegen ihrer Titten und Mösen. Da wüsste ich mal gerne, was daran frauenfeindlich sein soll.

Wahrscheinlich hat sie mal einen Korb von einem Schwulen bekommen und will sich jetzt an allen Schwulen rächen...


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#7
06.11.2014
18:56:29


(+6, 6 Votes)

Von myystery


Ich muss zugeben, dass ich Charmed in meiner Kindheit gerne gesehen habe :) Allerdings ist die Serie verdammt abgeflacht, als Prue ausgestiegen ist und Rose McGowans Figur ins Spiel kam (womit ich nicht sagen möchte, dass das ihre Schuld war)....

Zu ihren Äußerungen kann ich ehrlich gesagt nicht viel sagen, weil ich mich nicht ausreichend auskenne. Jedoch sind ihre Verallgemeinerungen nicht angebracht. Nur weil der Herr Cleve Jones sich nicht zu der Steinigung geäußert hat, heißt das doch nicht, dass es *allen* Schwulen egal gewesen wäre.

Naja, jeder hat mal Aussetzer.


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#8
06.11.2014
19:02:14


(+5, 9 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Halt die Klappe Rose!


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#9
06.11.2014
19:37:59


(+4, 4 Votes)

Von Mr Right


Klar, die schnappen sich ja auch die heißen Heteros.


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#10
06.11.2014
19:41:01


(+7, 9 Votes)

Von Knisfo
Antwort zu Kommentar #6 von Marek


"Nur weil Frauen einen nicht geil machen, ist man nicht frauenfeindlich"

---

Sie äußert sich zur Solidarität unter Unterdrückten ... nicht zu "Titten und Mösen".


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