Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22637

Edgars Rinkēvičs verband sein Coming-out zugleich mit einer Forderung nach der Einführung Eingetragener Lebenspartnerschaften.

Sensation in Lettland: Am Donnerstagabend hat sich überraschend Außenminister Edgars Rinkēvičs als schwul geoutet. Der 41-Jährige schrieb auf Twitter: "Unser Land muss einen rechtlichen Rahmen für alle Arten von Partnerschaften schaffen. Ich weiß, dass es jetzt eine Megahysterie geben wird, aber #Proudtobegay".

Wenig später schrieb er auf Englisch: "Ich verkünde stolz, dass ich schwul bin. Viel Glück euch allen." Rinkēvičs sei der "erste führende Politiker in Lettland, der sich als schwul outet", kommentierte das staatliche Fernsehen, das zuvor den Tweet verifiziert hatte.

Erste Reaktionen auf Twitter fielen Medienberichte zufolge überwiegend positiv aus, auch von Politikern gab es Lob und Glückwünsche zu dem Schritt, etwa vom Bürgermeister der Hauptstadt Riga.


Rinkēvičs im Parlament

Rinkēvičs war erst im Oktober erneut ins Parlament gewählt worden, seit 2011 ist er Außenminister des Landes. Bereits im Wahlkampf hatte es Gerüchte über die sexuelle Orientierung des Politikers der konservativ-liberalen Reformpartei gegeben.

Der Politiker hatte in den letzten Wochen Schlagzeilen gemacht, als er gegen mehrere russische Künstler Einreiseverbote verhängt hatte. Rinkēvičs hatte das auch mit homophoben Äußerungen der Künstler begründet. Schauspieler Ivan Okhlobystin, der zu einem Auftritt nach Riga wollte, hatte etwa gesagt, dass er Schwule im Ofen verbrennen wolle, da sie eine Gefahr für seine Kinder seien.

Auch in Lettland hat eine Debatte über die rechtliche Absicherung von homosexuelle Paaren begonnen, nachdem Estland im Oktober für die Einführung einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft gestimmt hatte (queer.de berichtete). Das neue Institut steht hetero- wie homosexuellen Paaren offen und umfasst in etwa die gleichen Rechte wie die Ehe. Das Gesetz tritt 2016 in Kraft.

Das Coming-out von Rinkēvičs dürfte für Osteuropa ein wichtiges Signal sein – zumal dem Außenminister eine große Aufgabe bevorsteht: Zum 1. Januar übernimmt Lettland die EU-Ratspräsidentschaft. Der Politiker könnte auch dem Europride größeres Gewicht geben, der im nächsten Juni in Riga stattfinden soll. Rinkēvičs hatte bereits 2012 am CSD teilgenommen. (nb)



#1 Oliver43Anonym
  • 06.11.2014, 23:44h
  • Das Outing des lettischen Außenminister ist sehr wichtig für Lettland und kann nicht hoch genug für das gesamt Baltikum eingeschätzt werden.

    Es wäre sehr erfreulich, wenn Lettland dem Nachbarland Estland folgen würde, und dort ebenso Lebenspartnerschaftsinstitute eingeführt würden.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Tonner66Ehemaliges Profil
#3 NimboAnonym
  • 07.11.2014, 01:52h

  • Ich bin stolz und dankbar! Edgars Rinkvis zeigt uns, dass wir den Kampf in Osteuropa gewinnen koennen und muessen! Vielen Danke Edgars!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 SignaleAnonym
  • 07.11.2014, 07:33h
  • Gut, dass er das Land ( mit Bruttostundenlöhnen um zwei Euro) nicht verlassen hat!

    "Der Staatshaushalt ist saniert, die Bewohner verlassen das Land. Lettland, das bei Erlangung der Unabhängigkeit noch mehr als 2,4 Millionen Einwohner hatte, unterschritt in diesem Jahr die Zwei-Millionen-Grenze."

    www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/43/43223/1.html
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Martin28a
  • 07.11.2014, 08:06h

  • Gefällt mir nicht, hier bedient sich ein privilegierter den Instrumenten der Öffentlichkeit um sein Privatleben mitzuteilen.
    Er ist AUßENMINISTER und als solcher hat er mit der Justiz nichts zu tun.

    Ich finde es falsch, wenn jemand aufgrund persönlicher Hintergründe hier die Politik lettlands beeinflussen will
  • Antworten » | Direktlink »
#6 So WhatAnonym
#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.11.2014, 08:42h
  • Glückwunsch zum Coming-Out! Ein Anlaß, daß sich alle Schrankschwestern ein Herz und Mut fassen, ebenfalls ein Coming-Out zu machen!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 goddamn liberalAnonym
  • 07.11.2014, 08:52h
  • Antwort auf #5 von Martin28a
  • Ich hoffe, dass Du mit diesen Ansichten nur den Troll machst. Sonst wärst Du bedauernswert!

    Was fällt Dir ein diesem sehr mutigen Mann auch noch das Messer in den Rücken zu stoßen?

    Hättest Du Deinen Sermon auch losgelassen, wenn er sein Privatleben veröffentlicht hätte, indem er mit einer Frau im Rigaer Standesamt erschienen wäre?

    Er hat alles Recht der Welt in seinem eigenen Land, wo es z. B. eine sehr reaktionäre evangelische Landeskirche gibt, die sich mit anderen ev. Kirchen wg. Verbots der Frauenordination etc. überworfen hat, für sein Recht und das Recht aller Menschen zu kämpfen. Auch für die Menschen jenseits der Grenze zu Russland.

    Dass er priviligiert und einflussreich sein sollte, will ich nur hoffen.

    Denn nur dann kann er was bewirken.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 xHaraldxProfil
  • 07.11.2014, 09:09hWiesbaden
  • Antwort auf #5 von Martin28a
  • Sorry, aber was bist du für ein Ar...?
    Wir brauchen mehr von Menschen in vorderster Reihe, welche zu ihren Neigungen offen stehen.
    Glückwunsch an Edgar Rinkvis! Endlich wieder jemand mit "Rücgrat" !
  • Antworten » | Direktlink »
#10 schwarzerkater
  • 07.11.2014, 09:13h
  • " ... Rinkvis dürfte für Osteuropa ein wichtiges Signal sein ..."
    einfach nur großartig, kein leichter schritt für lettlands außenminister. hut ab und alles gute für seine politische zukunft.
  • Antworten » | Direktlink »