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  • 08.11.2014           67      Teilen:   |

AfD-Vizesprecher

Hans-Olaf Henkel gegen Adoptionsrecht für Homosexuelle

Artikelbild
Gibt sich gern tolerant, hat aber mit LGBT-Rechten nichts am Hut: AfD-Vizesprecher Hans-Olaf Henkel (Bild: blu-news.org / flickr / cc by-sa 2.0)

Der stellvertretende Sprecher der Alternative für Deutschland fordert ein "Recht der Kinder auf Vater und Mutter".

Auch der "liberale" Flügel der AfD macht Front gegen LGBT-Rechte: "Ich persönlich habe nichts gegen die Homoehe, aber ich verstehe Leute, die was dagegen haben", sagte Hans-Olaf Henkel in einem ausführlichen Interview mit regensburg-digital.de. "Bei der Frage, ob zwei schwule Männer auch Kinder adoptieren dürfen, bin ich dagegen der Meinung: Das sollten sie nicht", so der 74 Jahre alte Europaabgeordnete.

Kinder hätte ein Recht auf Vater und Mutter, erklärte Henkel: "Zwar kann man sagen, sie haben das Recht auf Kinder, das ist das Elternrecht. Es gibt aber auch das Recht der Kinder auf Vater und Mutter. Und in diesem Fall würde ich das Recht des Kindes vor das Recht der Eltern stellen."

Henkel erklärte zudem, dass "Zigtausende von Eltern händeringend auf Kinder warten, die sie adoptieren dürfen. Und wenn man denen jetzt auch noch einen zusätzlichen Konkurrenten in die Gesellschaft stellt, dann halte ich das nicht für besonders schlau".

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Keine AfD-Beschlussfassung zur Homoehe

Den Vorwurf, die Alternative für Deutschland sei homophob, wies der ehemalige BDI-Präsident zurück. Die Partei habe etwa zum Thema Homoehe gar keine Beschlussfassung. Dass u.a. in Stuttgart und Hannover die AfD die Proteste gegen die Bildungspläne aktiv unterstützt und seine EU-Parlamentskollegin Beatrix von Storch zu Deutschlands erbittertsten Homo-Gegnern gehört, kommentierte Henkel nicht direkt. Stattdessen warf er den Medien vor, "laute und oft auch aggressive Stimmen" aus der Partei "aufzublasen".

Er selbst habe am AfD-Stand auf dem schwul-lesbischen Stadtfest in Berlin mit Leuten diskutiert, sagte der stellvertretende Parteisprecher im Interview. "Da kamen eine Menge Schwule auf mich zu und haben gemeint: 'Mensch Ole, ich wusste gar nicht, dass Du einer von uns bist.' Ich musste die leider enttäuschen. Ich hab gesagt: 'Leute, macht Euch keine Hoffnung. Ich hab vier Kinder'."

Ähnlichen Altherrenhumor hatte Henkel bereits im April bei einer Wahlkampf-Kundgebung in Köln gezeigt. Als "Beweis", dass die AfD nicht homophob sei, hatte er sich auf der Bühne mit Parteichef Bernd Lucke verlobt (queer.de berichtete).

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Tags: hans-olaf henkel, afd, adoptionsrecht
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Reaktionen zu "Hans-Olaf Henkel gegen Adoptionsrecht für Homosexuelle"


 67 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
08.11.2014
11:11:12


(+17, 17 Votes)

Von Harkness


Bekomme ich dann Entschädigungsleistungen, wenn ich ohne Vater aufgewachsen bin?

Und wenn der Ehepartner gestorben ist, bekommt der Verbliebende dann jemanden zwangszugewiesen?

Oder wenn die Mutter nicht weiß, von wem das Kind ist, bekommt sie dann auch jemanden zwangszugewiesen?

Merken die Leute eigentlich, was sie für einen Bullshit labern?


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#2
08.11.2014
11:11:15


(+13, 15 Votes)

Von David77


"Es gibt aber auch das Recht der Kinder auf Vater und Mutter. Und in diesem Fall würde ich das Recht des Kindes vor das Recht der Eltern stellen."

Na, dann kann er ja mal anfangen Alleinerziehenden die Kinder wegzunehmen, oder die davongelaufenen Väter einzufangen und ihnen den Umgang mit den Kindern per Gesetz vorzuschreiben...


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#3
08.11.2014
11:13:16


(+5, 7 Votes)
 
#4
08.11.2014
11:18:32


(+5, 7 Votes)
 
#5
08.11.2014
11:24:00


(+11, 11 Votes)

Von FOX-News


So ein Schwachsinn; als ob durch die Adoption Kinder aus intakten Familien entfernt werden um dann bei Schwulen aufzuwachsen um selbst schwul zu werden.

HS Eltern sind 100 mal besser, als in einem Heim aufzuwachsen. Diese Kinder werden zur Adoption freigegeben, eben weil ihre Mutter und ihr Vater sie nicht haben wollen, oder diese aus diversen Gründen sie nicht erziehen können, ein schönes Heim geben können.


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#6
08.11.2014
11:25:07


(+11, 11 Votes)

Von stephan
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Harkness


"Merken die Leute eigentlich, was sie für einen Bullshit labern?"

Henkel hat das früher nicht gemerkt und das hat sich bei der AfD natürlich auch nicht geändert und wird sich auch nicht mehr ändern. Es wird nur gruseliger, 'verquaster' und widerlicher. Wen wundert es bei der Gesellschaft?


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#7
08.11.2014
12:29:19


(+6, 8 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von David77


""Kinder hätte ein Recht auf Vater und Mutter, erklärte Henkel: "Zwar kann man sagen, sie haben das Recht auf Kinder, das ist das Elternrecht. Es gibt aber auch das Recht der Kinder auf Vater und Mutter. Und in diesem Fall würde ich das Recht des Kindes vor das Recht der Eltern stellen.""..

Alles Blödsinn..
Es gibt kein Recht auf Kinder..
Kinder haben auch kein "Recht" auf Vater und Mutter, sondern ein Recht auf ELTERN, denn sonst müßte man ja das Scheidungsrecht abschaffen..

Das hat der in zweiter Ehe verheiratete Henkel wohl nicht verstanden..

Und das Recht der Kinder geht sogar noch weiter, denn es beschränkt sich ja nicht auf Eltern, sondern auf männliche und weibliche Bezugspersonen..

Wenn ich mir aber so manche Grundschule anschaue und feststellen muß, das es dort für die Schüler gar keine Ausgewogenheit in den Bezugspersonen gibt; in einer mir persönlich bekannten Grundschule ist selbst der Hausmeisterposten durch eine Frau besetzt, und deshalb gar keine männliche Bezugsperson vor Ort; dann hat Gesellschaft hier noch viel zu lernen..

Hier muß man fragen wieso Herr Henkel eigentlich so gegen das Adoptionsrecht agitiert ?
Die Antwort folgt prompt :

""Und wenn man denen jetzt auch noch einen zusätzlichen Konkurrenten in die Gesellschaft stellt, dann halte ich das nicht für besonders schlau".""..

Aha..
Es geht also um die "entstandene" Konkurenz für die Heten..
Die gibt es ja schon länger..

Warum nun also dieser Aufriss ?
Und warum die Fokussierung auf die Konkurenz, frei nach dem Motto des "Lebensborn", gesunde Kinder in gesunde Familien zu bringen ?

Die Nazi´s haben mit und durch diese Organisation tausende Kinder in Europa GESTOHLEN..
Manche Zwangsadoptionen sind bis heute ungeklärt, die Kinder haben keine Ahnung wer ihre leiblichen Eltern sind, einige wissen vielleicht immer noch nicht das sie überhaupt adoptiert sind..

Henkel und seine Äußerungen sind ein weiteres Mal der Anlass zum Ärger, allein schon deshalb weil es in seiner Partei
""etwa zum Thema Homoehe gar keine Beschlussfassung.""
gibt..
Da wird es aber mal Zeit Herr Henkel !
Schließlich wollen die LGBTTIQ´s frühzeitig auch aus anderen Quellen wissen, wen sie nicht wählen müssen, können, sollen..


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#8
08.11.2014
12:45:59


(+6, 10 Votes)

Von Finn


Dass die AfD nicht viel von Fakten hält, wissen wir ja.

Es ist längst erwiesen, dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Familien genauso gut aufwachsen, wie bei Heteros.

Aber Herr Henkel sieht die Kinder wohl lieber im Heim oder auf der Straße.

Der passt ideal in die AfD. Überall sonst wurde er ja auch weggelobt.


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#9
08.11.2014
12:50:01


(-10, 12 Votes)

Von Torsten_Ilg
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Henkel zur Öffnung der klassischen Ehe: "In Frankreich und Spanien sind Millionen Menschen dagegen auf die Straße gegangen. Ich persönlich habe nichts gegen die Homoehe..."
Henkel spricht sich also für die Öffnung der klassischen Ehe (Homo-Ehe) wie in Frankreich aus, äußert aber Bedenken beim Adoptionsrecht. - So weit so (un)gut. Diese Sicht ist auch bei Union, SPD und FDP verbreitet. nur das passt irgedwie nicht. Beim Thema Adoptionsrecht legen wir als BIG Homosexuelle in der AfD Herrn Henkel dringend schriftlich nahe, sich zu diesem Thema besser kundig zu machen. Die Argumentation, homosexuelle Adoptveltern würden heterosexuellen Adoptiveltern irgend etwas "wegnehmen", ist mit dem Anspruch der Rechtsstaatlichkeit unvereinbar. So können wir das als BIG das nicht stehen lassen. Das was bisher umgesetzt wurde, darf keinesfalls zurückgenommen werden. Darüber hinaus wäre es natürlich unbürokratischer die klassische Ehe zu öffnen, statt die ELP weiter auszubauen.


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#10
08.11.2014
13:09:06


(+6, 10 Votes)

Von Yannick


Wenn selbst der angeblich "liberale" Flügel der AfD so gegen Schwule und Lesben wettert, will ich nicht wissen, was in deren rechtem Flügel so alles für Gedankengut anzutreffen ist.

Glücklicherweise erkennen immer mehr Menschen, was die AfD für eine Partei ist: nämlich eine rechtsextreme Partei, die sich als bürgerliche Protestpartei tarnt, aber ganz andere Ziele verfolgt.


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