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| Eurovision Song Contest
  • 08.11.2014           17      Teilen:   |

Einblicke von ESC-Experten

Eine Recherche in der Wurst-Fabrik

Artikelbild
Conchita Wurst bei einer Probe in Kopenhagen. Ihr Auftritt wurde als authentisch wahrgenommen, war aber konsequent durchgeplant. Fotos: EBU und ORF

Ein neues Buch zeichnet den Weg von Conchita Wurst zum ESC-Sieg in Kopenhagen nach. Zu Wort kommen Wegbegleiter des Erfolgs – sofern diese sich äußern durften.

Von Martin Schmidtner

Wer vor einem halben Jahr dabei war, ob vor dem Fernseher oder live in Kopenhagen, der wird den Moment kaum vergessen: erst ein 12-Punkte-Regen und dann ein Goldregen, der auf die Eurovisions-Siegerin Conchita Wust niederging. Für einen Moment wurden die politischen Realitäten Europas überblendet von einer gemeinsamen europäischen Toleranz. Wir Schwulen hatten eine neue Hymne und vor allem ein neues europäisches Wir-Gefühl: "Unstoppable!", nannte es Conchita.

Niemand hatte damit gerechnet. Niemand konnte es zunächst verstehen. Wie war dieser Erfolg möglich geworden? Viel war im Nachhinein zu lesen von einem Moment der Authentizität zwischen Künstlerin, Show und Botschaft. Doch war ihr Auftritt nicht bis ins kleinste Detail durchgeplant? Ist sie als "Kunstprodukt" ihres Schöpfers Tom Neuwirth nicht eher alles andere als authentisch? Waren es nicht eher die Zweitplatzierten, die Common Linnets aus den Niederlanden, die authentische Musik machten?

Diese Frage stellt auch eine Neuerscheinung auf dem Buchmarkt: Auf 185 Seiten beleuchtet das deutsch-österreichische Autorenteam Irving Wolther und Mario Lackner in "Conchita Wurst – Backstage", was und wer am Sieg in Kopenhagen beteiligt war.

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Essays und Anekdoten

Die Autoren des Buchs: Irving Wolter hat über den ESC promoviert und arbeitet als Journalist und Berater der ARD-Website eurovision.de. Der Österreicher Mario R. Lackner ist Karrierecoach, Schriftsteller und Berater für Politiker und die EBU.
Die Autoren des Buchs: Irving Wolter hat über den ESC promoviert und arbeitet als Journalist und Berater der ARD-Website eurovision.de. Der Österreicher Mario R. Lackner ist Karrierecoach, Schriftsteller und Berater für Politiker und die EBU.

Es ist keine schnell gestrickte Künstlerbiographie Conchitas oder ihres Schöpfers Tom Neuwirth geworden, die die beiden ESC-Experten da vorlegen, sondern eher eine empirische Forschung zum Gesamtkonzept des österreichischen Erfolgs – jedoch im gut zu lesenden essayistischen Gewand. Wolther und Lackner interessieren sich für alle jene Menschen, die an diesem Konzept beteiligt waren.

So erzählen sie von wohlwollenden Begleitern wie ausgerechnet dem römisch-katholischen Gemeindepriester, der Tom Neuwirth nicht nur durch die Firmung begleitet, sondern ihn auch musikalisch gefördert hatte: "Wenn er in der Kirche gesungen oder einen Text gesprochen hat, dann mussten wir das Mikro ausschalten. Er hat alles weggeblasen." Und der die persönliche "Veranlagung" Toms so ähnlich sieht wie die Frage der Linkshänder, denen man vor 50 Jahren das Schreiben mit Links noch verdammen wollte. Für ihn gilt: "Kirche muss den Menschen gerecht werden."

Man liest von vielen, die mit jeweils einem einzelnen Teil an Conchitas Erfolgs-Puzzle beteiligt waren, wie Elisabeth Binder-Neururer von den ART for ART Kostümwerkstätten, sonst vor allem für Gewänder der Bundestheater zuständig. Sie schwärmt von der Entstehung und Fertigung des Kleides von Conchita: "Niemand anderer hätte mit diesem Kleid gehen können. Das war um die Knie wirklich super super eng (…) Das ist (…) selten möglich, weil der Schauspieler sagt: 'Das ist mir zu anstrengend, damit kann ich nicht gehen' (…) Sie ist ja richtiggehend eingenäht worden."



Auch die weniger wohlwollenden Wegbegleiter wie Sido oder Alf Poier werden ebenso wenig verschwiegen wie einzelne Auswüchse des virtuellen Shitstorms gegen Conchita auf Facebook und anderswo im Netz.

Und dann gab es natürlich auch noch ganz andere Stolpersteine auf Conchitas Karriereweg: die richtige Songauswahl beispielsweise! Oder innerhalb von 36 Stunden nicht nur ein ganzes Orchester auftreiben, sondern mit diesem Orchester auch noch das ganze Lied einspielen zu müssen!

Die Autoren folgen in ihrem Band zwar einer gewissen Chronologie, die vom ersten Fernsehauftritt Tom Neuwirths bis zum Sieg in Kopenhagen reicht, aber durchbrechen das chronologische Prinzip immer wieder: wenn zum Beispiel mit dem Mythos vom unpolitischen ESC aufgeräumt wird. Oder wenn das Medien-Phänomens Conchita ebenso in gender-theoretische und politische Fragestellungen wie in die Geschichte des Song Contests und der österreichischen Vorentscheide eingeordnet wird. Lesen wir auf der einen Seite noch kapitalismuskritische Betrachtungen über die Musik- oder Werbeindustrie, so stoßen wir auf einer anderen auf Sätze wie: "Es ist Conchita Wurst, die ausgezogen ist, die Eurovisions-Trophäe nach fast 50 Jahren Schmach und Gram wieder nach Österreich zu holen."

Kampf um Autorisierung

Es ist dem Autorenduo auf jeder Seite anzumerken, dass sie trotz ihres enormen Hintergrundwissens und ihrer wissenschaftlich geschulten Arbeitsweise selbst mit Begeisterung bei der Sache sind.

Nicht jede Information mag exklusiv und neu sein, aber die Betrachtungs- und Darstellungsweise der Erfolgsgeschichte Conchitas ist es auf jeden Fall. Da spielt auch viel Ironie mit – geradezu genüsslich präsentieren die Autoren uns Kapitelüberschriften wie "Durch den Fleischwolf gedreht", "Nicht alles ist Wurst" oder "The Wiener Takes it All". Dass es sich aber eben nicht um ein Schlachtfeld des Enthüllungsjournalismus handelt, liegt an dem enormen Respekt, den die Autoren sowohl Tom Neuwirth und Conchita Wurst als auch allen ihren Gesprächspartnerinnen und -partnern entgegen bringen.

Da ist es umso ärgerlicher, dass der Band unvollständig auf den Markt kam: "Leider haben einige unserer InterviewpartnerInnen die Autorisierung der von ihnen bereits freigegebenen Aussagen auf Drängen Dritter kurzfristig zurückgezogen", heißt es zu Beginn des Buches. Auf insgesamt 19 Seiten wurden Namen und Interviewpassagen daher mit weißer Farbe unleserlich gemacht. "Aus Respekt vor der Entscheidung unserer InterviewpartnerInnen" schreiben die Autoren in ihrer Vorbemerkung, ohne das Ganze zu skandalisieren.

Doch wer das Buch dann gelesen hat, erkennt den Skandal auch so: aus dem Zusammenhang der jeweiligen Kapitel lässt sich unschwer erkennen, dass die geweißten Passagen zum allergrößten Teil vom ORF und seinen Mitarbeitern stammen dürften. Natürlich wäre es spannend gewesen zu erfahren, nach welchem System und mit welchen Kriterien die österreichische Delegation der Interviewflut in Kopenhagen Herr wurde oder wie die internen Diskussionen nach den einzelnen Proben ablief – es lässt sich aber auch erkennen, dass keine der geweißten Passagen irgendein großes Geheimnis verraten oder einen Skandal ausgelöst hätte.



Insofern ist dieser kollektive Rückzug gemachter Aussagen befremdlich und unverständlich. Und wirft die Frage auf, warum ein öffentlich-rechtlicher Sender sich möglicherweise ebenso restriktiv wie das Management von Conchita verhält. Hätten die Autoren nicht vielleicht besser auf die Aussagen ganz verzichten und das Buch ohne Weißungen veröffentlichen sollen? Oder hätte der Verlag die eventuelle juristische Auseinandersetzung wagen müssen?

"Das mit den Weißungen hatte in erster Linie den Grund, dass es mich aus journalistischer Sicht sehr geärgert hat, dass freigegebene Interviews nach Intervention des Managements plötzlich zurückgezogen wurden", sagt Wolther. "Mir war es wichtig zu zeigen, dass wir wirklich mit allen Beteiligten an dem Erfolg in Kopenhagen gesprochen haben." Man habe von Anfang an versucht, das Buch mit Conchita und ihrem Management zusammen zu machen. "Zuerst kam gar keine Antwort, dann eine kryptische SMS, dass man uns ja nicht verbieten könne, ein Buch über Conchita zu schreiben, aber dass man uns davon abraten würde."

Trotz weiterer Gesprächsangebote der Autoren habe Wursts Management jedoch offensichtlich die Veröffentlichung des Buches nicht gewünscht. Eine Fehlentscheidung – denn eine bessere und authentischere Propaganda (und was es mit Propaganda und PR auf sich hat, weiß man nach der Lektüre des Buches auch) hätte Conchita gar nicht bekommen können. "Es hat mich sehr geärgert, dass offensichtlich Menschen, die guten Willens und mit viel Enthusiasmus an dem Buch mitgewirkt haben, dafür eine auf den Deckel bekommen haben. Das widerspricht dem Geist der Freiheit, für den die Figur Conchita steht", so Wolther. "Ich war vor dem Buch wirklich kein großer Fan von ihr, aber der Enthusiasmus unserer Gesprächspartner hat mich total angesteckt. Darum wollte ich diese Passagen nicht einfach aus dem Buch nehmen."



Ein hintergründiges Portrait

Tatsächlich: Während viele sich bei Interviews mit oder Statements von Conchita Wurst fragen, ob das nun immer noch echt oder nicht viel mehr eine große gut einstudierte und durchkalkulierte Show sei, so zeichnen die verschiedenen Statements und Interviews ein Bild von Conchita, das wiederum authentisch erscheint.

Keine Frage also: Das Buch ist ein Muss für jeden ESC-Fan! Aber dennoch lesbar auch für kritischere Geister. Sicher: Die österreichische ESC-Geschichte mag manchem etwas zu ausführlich erscheinen und die Passage einer "Poetin und Schamanin" namens Indigo über Conchita – "Sie wurde am 6.11.1988 geboren. Die Quersumme ergibt 7 – das ist in der Zahlenmystik ihre Wesenszahl" – hätte ich persönlich lieber geweißt gesehen als die tatsächlich ausgeblendeten.

Aber was hier detailverliebt und kenntnisreich erzählt und wissenschaftlich genau hinterfragt und eingeordnet wird, lohnt die Lektüre. Wie gerade durch exakte Planung und jahrelange Vorarbeiten eine bis ins letzte Detail ausgefeilte und berechnete Kunstperformance die Wirkung von Authentizität erzielen konnte, ist mein persönlicher Erkenntnisgewinn des Buches. Mit wenigen sehr gut ausgewählten Fotografien optisch sehr ansprechend gestaltet, lässt es sich gut an einem einzigen Herbst- oder Wintertag lesen und ist ganz sicher eine gute Idee für so manchen Gabentisch.

  Infos zum Buch
Irving Wolther und Mario R. Lackner: Conchita Wurst – Backstage. 185 Seiten. edition innsalz. Ranshofen 2014. 19,80 €. ISBN: 978-3-902981-25-7.
Links zum Thema:
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Tags: conchita wurst, biographie, eurovision song contest, irving wolther, mario lackner
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Reaktionen zu "Eine Recherche in der Wurst-Fabrik"


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
08.11.2014
15:36:11


(+2, 4 Votes)

Von m123


Ich denke es gab zwei Sieger, einen Sieger für die beste politische Botschaft (Österreich) und einen Sieger für den besten Song (Niederlande).

Während die Stimme von Conchita Wurst vielleicht etwas besser war als die der Common Linnets, war der Song ansich der Niederlande rein von Komposition und Text deutlich besser als der von Österreich.

Die Menschen haben sich offenbar dafür entschieden politischen Botschaften ein höheres Gewicht zu geben als den Songqualitäten.

Ein reiner Song Contest wird der ESC auch nie mehr sein. Es wird immer auch in erheblichem Maß um Show (z. B. Song von Russland im Jahr 2012) und politische Botschaften (z. B. Song von Österreich im Jahr 2014) gehen. Und selbst wenn man nur die Songs ohne Show und ohne politische Botschaft zulassen würde, dann würde trotzdem nicht unbedingt der beste Song gewinnen, weil das Voting-System des ESC rein nüchtern betrachtet ungerecht ist. Wenn San Marino mit 30.000 Einwohnern dasselbe Stimmgewicht hat wie Deutschland mit 80 Millionen Einwohnern und wenn Nachbarländer einfach nur deswegen Punkte bekommen, weil sie Nachbarländer sind und nicht weil der Song gut war, dann verzerrt das das Ergebnis enorm. Niemand kann mir erzählen, dass das ESC-Ergebnis von Russland im Jahr 2012 gerechtfertigt war. Der Song hätte eher den letzten Platz verdient gehabt, weil er grottenschlecht war. Billig und zu allem Entsetzen auch noch grottenschlecht gesungen. Der einzige Grund für die erreichte Platzierung war der Showeffekt mit den alten, greisen Frauen.

Youtube-Video:


Trotzdem bleibt der ESC jedes Jahr ein netter, unterhaltsamer Abend und trotz der Ungerechtigkeiten im Voting-System ist das Voting meist sehr spannend und es macht Spaß im Vorhinein versuchen zu erraten wer den ESC gewinnen könnte.


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#2
08.11.2014
18:02:47


(-1, 5 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #1 von m123


Der Song der Niederlande war doch ziemlich geklaut...

"Wenn San Marino mit 30.000 Einwohnern dasselbe Stimmgewicht hat wie Deutschland mit 80 Millionen Einwohnern und wenn Nachbarländer einfach nur deswegen Punkte bekommen, weil sie Nachbarländer sind und nicht weil der Song gut war, dann verzerrt das das Ergebnis enorm. "

Das mit den Nachbarländern stimmt und hat das irgendwann langweilig gemacht, aber was hat die Größe damit zu tun?? Ein Land, ein Song, einmal abstimmen...EINE Jury pro Teilnehmer, wie es früher war...in inwiefern ist das von Vorteil, wenn ein Land mehr Stimmgewicht hat? Es stimmt doch für die anderen und nicht für sich...DAS zu ändern würde doch das Ergebnis verzerren...Ansonsten dürften kleine Länder erst gar nicht teilnehmen...
Oder treten Fußballmannschaften auch im Verhältnis zur Einwohnerzahl ihres Landes an oder sind bei dem WM mehrfach vertreten?


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#3
08.11.2014
19:01:08


(+4, 6 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012
Antwort zu Kommentar #1 von m123


"... das Voting-System des ESC rein nüchtern betrachtet ungerecht ist."

Es gibt so viele Dinge auf der Erde die ungerecht sind. das Voting-System des ESC steht bei mir auch gaaaanz vorn auf der Liste.


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#4
08.11.2014
19:13:47


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Freue mich schon auf ihren Auftritt heute Abend!


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#5
08.11.2014
19:42:37


(+3, 5 Votes)

Von Heiner


Was ich nicht so ganz verstehe:
wenn man bereits die Freigabe bekommen hat, etwas abdrucken zu dürfen, können die anderen das doch nicht einfach wieder kurz vor der Veröffentlichung zurückziehen.

Das ist ja auch ein wirtschaftlicher Schaden, wenn man da Seiten drucken muss, wo nichts drauf steht. Und man kann schlecht den ganzen Umbruch umstellen.


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#6
08.11.2014
19:44:57


(+3, 5 Votes)

Von UweBerlin
Aus Berlin
Mitglied seit 20.06.2010


Sicher hat zu dem Sieg mehr als nur das Streicherballaden-Bombast Lied und die glänzende Gesangsleistung beigetragen.

Common Linnets waren wohl insgesamt dann kommerzieller mit ihrem schönen und sehr melodiösen Country Pop Song.

Hätte mir mehr Airplay im Radio für Conchita gewünscht. Da gab es so gut wie nichts. Schade.

Auf den Auftritt heute Abend, dafür schaue ich doch glatt mal wieder zu, freue ich mich auch. Das was ich vom Lied gehört habe, klingt SEHR gut.
Und singen kann la Conchita ja auf jeden Fall.


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#7
09.11.2014
00:27:57


(-1, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von m123


"" Wenn San Marino mit 30.000 Einwohnern dasselbe Stimmgewicht hat wie Deutschland mit 80 Millionen Einwohnern und wenn Nachbarländer einfach nur deswegen Punkte bekommen, weil sie Nachbarländer sind und nicht weil der Song gut war, dann verzerrt das das Ergebnis enorm""..

Blödsinn..

Wenn kleine Länder weniger "Gewicht" hätten, könnten kleine Länder wie Österreich mit nur 8 Millioenen Einwohnern, oder das kleine Dänemark, Schweden, Finnland, ja niemals gewinnen..

Da aber kein Land für sich selbst abstimmen kann macht es das Procedere schon allein deshalb gerecht..

Und wo käme man denn hin wenn man Nachbarschaften "beschädigt" indem man verböte den Niederländern beispielsweise für Deutschland zu stimmen ?


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#8
09.11.2014
01:13:43


(0, 6 Votes)

Von Alter Europäer
Antwort zu Kommentar #5 von Heiner


Tja, so ist das: Früher hatten wir Zensur. Heute haben wir Urheber-, Marken-, Persönlichkeitsrechte. Und Zensur.

Und Recht bekommt, wer es sich finanziell leisten kann - nämlich ein längeres Gerichtsverfahren, im Zweifel durch mehrere Instanzen, durchzustehen, mit dem Risiko, am Ende mindestens auf seinen eigenen Prozeßkosten sitzen zu bleiben.

Freedom and Democracy!


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#9
09.11.2014
08:48:13


(-5, 9 Votes)

Von dinkelbratling


Diese Wurst hat ihr Verfallsdatum inzwischen schon lange überschritten und sollte entsorgt werden.


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#10
09.11.2014
10:42:08
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von dummdidumm


Von Zensur zu sprechen ist doch ärgerlicher Unsinn. Zitate eines Interviews, die am Ende zurückgezogen werden, sind schlechter Stil, haben aber mit Zensur nichts zu tun. Es sollte ja nicht etwa etwas Kritisches veröffentlicht werden, was aus der Feder der Buchautoren geflossen wäre, sondern schlicht Zitate. Auf die gibt es aber kein Menschenrecht - das ist Journalistenalltag. Dafür tragen aber Berichte wie dieser auf queer.de dazu bei, dass öffentlich wird, von wem an welchen Stellen gemauert wird. Zensur sieht anders aus, daher würde verbale Abrüstung gut tun.


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