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Plakat für die Abschaffung des Paragrafen 175 (1973)

Die Grünen fordern die Rehablitierung der nach dem Paragrafen Verurteilten und eine Aufarbeitung der Verfolgung.
Der Landesarbeitskreis Queer.Grün.Bayern und der Münchner Jugendverband der Partei rufen zu einem Protest am Mittwoch unter dem Titel "Licht ins Dunkel bringen" auf.

Mit bunten Kerzenlichtern und Reden soll gefordert werden, dass "die bayerische Regierung endlich die Rehabilitierung der für einvernehmliche homosexuelle Handlungen verfolgten und diskriminierten Opfer des § 175 nicht mehr blockiert. Außerdem muss die bayerische Vergangangenheit endlich aufgearbeitet werden."

Auf der Facebook-Seite der Veranstaltung wird gefordert: "Schluss mit Vertuschung und Licht ins Dunkel!" Anlass für die "Spontandemo" sind zwei entsprechende Anträge der Partei, die am Donnerstag im Verfassungsausschuss des Landtags behandelt werden.

Bei der Veranstaltung ab 19 Uhr auf dem Gärtnerplatz sollen sprechen: Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote (angefragt), Albert Knoll vom Forum Homosexualität, Werner Gassner vom Landesarbeitskreis Queer.Grün.Bayern und Simon Andris und Mariella Kessler von der Grünen Jugend München.

Der Paragraf 175 des Strafgesetzgebuchs (StGB) bestrafte von 1871 bis 1994 sexuelle Handlungen unter Homosexuellen, die unter Heterosexuellen legal wären. Bis 1969 war gleichgeschlechtlicher Sex grundsätzlich strafbar, danach war für Homosexuelle ein höheres Schutzalter angesetzt als für Heterosexuelle. In der Zeit zwischen 1946 und 1994 wurden über 60.000 Männer wegen ihrer sexuellen Orientierung verurteilt. Eine Rehabilitierung dieser Männer steht bis heute aus – die Verurteilten gelten in Deutschland immer noch als Straftäter. (pm)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FinnAnonym
  • 11.11.2014, 10:28h
  • Sehr richtig!

    Unrecht bleibt Unrecht - auch wenn es staatlich vorgegeben wurde.

    Solange nicht alle Opfer des §175 (bis einschließlich 1994) vollständig rehabilitiert sind, wird Deutschland immer mit dem Makel leben müssen, seine Vergangenheit nicht wirklich aufgearbeitet zu haben.
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#3 globoProfil
  • 11.11.2014, 18:02hBerlin
  • Die Leidenszeit der Schwulen in der Bundesrepublik hatte mit dem Ende des letzten Weltkrieges nicht aufgehört. Das ist bis heute kein Ruhmesblatt der Bundesrepublik.
    Auf dem Papier sah es in der DDR besser, anders aus. Die Realität war trotzdem oft auch in der DDR schwulenfeindlich.
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#4 Robby69
  • 11.11.2014, 18:41h
  • Ich werd auf jeden Fall bei dem Protest dabei sein. Hoffentlich kommen viele andere auch. Es ist wichtig, dass wir darauf aufmerksam machen, dass die homophoben Politiker uns immer noch die volle Rehabilitierung verweigern.
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