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Foto von der Gründung des Bündnisses gegen Homophobie am 14. August 2014 in Lübeck: Danny Clausen-Holm begrüßt die Gäste (Bild: Leo Bloom, Studio Nordlicht)

Im Rahmen der "Jahreskonferenz Echte Vielfalt 2014", die am Montag im Kieler Landtag stattfand, haben die Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein und der Landesjugendring die "Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt" unterschrieben. Damit treten beide Organisationen dem schleswig-holsteinischen "Bündnis gegen Homophobie" bei.

Das Bündnis wurde im August nach dem Berliner Vorbild gegründet (queer.de berichtete). Alle Unterzeichner verpflichten sich, im Alltag jeglicher Form von Diskriminierung entgegenzutreten.

Bei der "Jahreskonferenz Echte Vielfalt 2014" mit rund 100 Teilnehmern wurden die Ergebnisse des vom LSVD erstellten,,Aktionsplans für Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten des Landes Schleswig-Holstein" in Kiel präsentiert. Während des ganzen Jahres fanden Aktionen und Veranstaltungen im gesamten Bundesland statt. "Es ist erstaunlich, was die Mitglieder des LSVD in diesem Jahr überwiegend durch ehrenamtliche Tätigkeit auf die Beine gestellt haben", sagte Samiah El Samadoni, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Landes. "Allein die Fibel 'Wortschatz', die kostenlos beim LSVD bezogen werden kann und in der Begriffe zur Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten in einfacher Sprache erklärt werden, ist außerordentlich gut gelungen."

Gleichstellungsministerin Kristin Alheit, die die Konferenz eröffnete, hob auch die Mitmach-Foto-Aktionen auf den CSDs in Kiel, Lübeck und Neumünster hevor. Der Aktionsplan habe "eine ganze Menge bewegt", so die SPD-Politikerin, "weil sich viele Menschen engagiert haben – und weil sie damit bei anderen Menschen etwas angestoßen haben". Alheit versprach, dass sie sich auch 2015 dafür stark machen werde, dass bestehende Aktivitäten gegen Homophobie "innerhalb der gesamten Landesregierung weiter ausgebaut" werden und die "gute Kooperation mit den CSD-Vereinen Kiel und Lübeck fortgeführt wird – ebenso wie die mit NaSowas und HAKI e.V.".

Fachlicher Schwerpunkt der Jahreskonferenz war das Bild von Lesben, Schwulen und Transidenten in der Presse. Die Kommunikationswissenschaftlerin und Journalistin Elke Amberg sprach darüber, wie Medien über Lesben, Schwule und Transidente berichten und welche Folgen die Berichterstattung für die öffentliche Wahrnehmung hat. (cw)