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Kein schwuler Republikaner in Kongress

US-Wahlen: Carl DeMaio hat verloren


Carl DeMaio muss sich weiter in außerparlamentarischer Opposition üben

Der US-Kongresskandidat Carl DeMaio hat den Einzug ins Repräsentantenhaus als erster schwuler Republikaner knapp verpasst.

Der 40-Jährige hat am Sonntag die Niederlage eingeräumt, nachdem die neuesten Auszählungsergebnisse vom Wahlamt bekannt gegeben worden waren. Demnach hat DeMaio bei den Zwischenwahlen im Wahlberzirk San Diego 48,7 Prozent de Stimmen erhalten. Der demokratische Gegenkandidat Scott Peters schaffte es, seinen Sitz mit 51,3 Prozent der Stimmen zu halten. Kurz nach den Wahlen hatte DeMaio nach ersten Auszählungen knapp vorn Peters gelegen. Sein Vorsprung ist aber dahingeschmolzen, als die Briefwahlunterlagen ausgezählt wurden.

Carl DeMaio ist ein ehemaliger Stadtrat von San Diego und hat seine sexuelle Orientierung nie versteckt. Er gibt sich als "neuer Republikaner", der die Partei modernisieren will, um etwa Homosexuelle oder ethnische Minderheiten anzusprechen.

Die Kampagne in San Diego war selbst für US-Verhältnisse äußerst schmutzig. So warf ein ehemaliger Wahlkampfmanager DeMaio vor, von ihm sexuell belästigt worden zu sein, und forderte 50.000 US-Dollar. Gleichzeitig wurden bei einem Einbruch in DeMaios Wahlkampfbüro Computerdaten gestohlen, die unter anderem die geplante Strategie der Wahlkampfkampagne enthielten. Es ist unklar, wer für den Einbruch verantwortlich ist.

DeMaios Kontrahent Scott Peters gilt als konservativer Demokrat, ist aber ein Anhänger der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben. Paradoxerweise wurde er trotzdem von der erzkonservativen "National Organization for Marriage" unterstützt, die sich dem Kampf gegen die Gleichbehandlung von Homosexuellen verschrieben hat. Grund: Die republikanernahe Lobbygruppe möchte so verhindern, dass die Partei einen LGBT-freundlicheren Kurs einschlägt. (dk)