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Dammam ist die Hauptstadt der saudischen Ostprovinz. Mit einer Million Einwohnern ist sie die fünftgrößte Stadt des Königreiches (Bild: Wiki Commons / Abhijitvarghese / CC-BY-SA-3.0)

Erneut muss ein Mann wegen Homosexualität im Königreich mehrere Jahre ins Gefängnis.

Im Osten Saudi-Arabiens ist ein Mann wegen "unzüchtiges Verhaltens" in Anwesenheit anderer Männer zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Wie saudische Medien melden, muss der Mann laut dem Urteil des Gerichts der Großstadt Dammam außerdem eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Saudi-Rial (über 20.000 Euro) bezahlen.

Der Mann, dessen Alter als zwischen 30 und 40 Jahren angegeben wird, war den Berichten zufolge von der gefürchteten saudischen Religionspolizei, dem sogenannten "Komitee für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern", verhaftet worden. Ihm wurde vorgeworfen, in sozialen Netzwerken Nacktbilder veröffentlicht und nach gleichgeschlechtlichen Sexpartnern gesucht zu haben. Die Polizei hatte das Handy des Mannes konfisziert – und soll darauf weitere "anstößige" Fotos gefunden haben.

In Saudi-Arabien wird "unzüchtiges Verhalten", insbesondere Homosexualität, scharf verfolgt. Als selbst ernannter Gottesstaat hat das Land eine extremistische Auslegung der Scharia in der Landesverfassung verankert. Auf Homosexualität steht daher im Höchstfall die Todesstrafe, meist durchgeführt durch öffentliche Enthauptung. Die saudische Regierung erklärte, dass gewöhnlich nur "Kinderschänder" hingerichtet werden würden. Diese Angaben können allerdings nicht von unabhängigen Quellen bestätigt werden. Ob und wie häufig Homosexuelle verfolgt werden, ist unklar. Im vergangenen Monat ist die Verurteilung eines Mannes zu 2.000 Peitschenhieben und zehn Jahren Haft bekannt geworden (queer.de berichtete).

Die islamische Religionspolizei überwacht das öffentliche Leben in Saudi-Arabien und überprüft unter anderem, ob sich Frauen in der Öffentlichkeit genug verschleiern. Sie geht auch gegen "Zauberer" vor und überwacht beispielsweise das Hunde- und Katzenverkaufsverbot, weil diese Haustiere als zu bekämpfender westlicher Einfluss gelten. Die Polizei hat auch das Recht, in Wohnungen einzudringen, da die Einhaltung der Privatsphäre in Saudi-Arabien nicht als Grundrecht gilt. (dk)



#1 HugoAnonym
  • 11.11.2014, 17:42h
  • Es ist einfach nur beschämend, das die sogenannten demokratische Staaten rein gar nichts machen, gegen Autoritäre Regierungen, im Gegenteil sie investieren sogar, einfach nur beschämend.
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#2 Oliver43Anonym
  • 11.11.2014, 18:09h
  • Antwort auf #1 von Hugo
  • In Saudi-Arabien sind die Wahhabiten an der Macht und die sind die Fundamentalisten des Islams. Dagegen ist die türkische Islamverbandsgemeinde das reinste "Kaffeekränzchen".

    In Saudi-Arabien dürfen Frauen nicht einmal alleine ein Auto fahren und müssen dafür einen männlichen Verwandten mitnehmen. !!!

    Wie formulierte der deutsche Komiker Dieter Nuhr so treffend:

    DER ISLAM IST NUR SO LANGE TOLERANT, WIE ER KEINE MACHT HAT. SORGEN WIR DAFÜR DAS ES SO BLEIBT.
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#3 Imre GürüzAnonym
  • 11.11.2014, 18:31h
  • Der deutsche tragische Komiker Oliver43 unterstützt in Deutschland die Freunde Saudi-Arabiens, die dafür Sorgen, dass Schwule noch nicht einaml heiraten dürfen.

    Sorgen wir dafür, dass das nicht so bleibt!
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 LoreleyTVAnonym
#7 Bodo MatthesAnonym
  • 02.12.2014, 10:43h
  • "Die saudische Regierung erklärte, dass gewöhnlich nur "Kinderschänder" hingerichtet werden würden":

    Dann könnte ausgerechnet der sog. Prophet MOHAMMED froh sein, nicht im heutigen Saudi-Arabien zu leben, da er laut islamischen Überlieferungen (siehe z. B. die im folgenden zitierte) eine SECHSjährige namens Aischa heiratete und sie mit gerade mal NEUN zur "Frau" machte - vielleicht ist es aber so, dass zumindest bei HETEROsexuellen Kontakten zu Minderjährigen in Allahs Musterländle ein Auge zugedrückt wird:

    Aischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete
    Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, nahm seine Eheschließung mit mir vor, als ich sechs Jahre alt war, und mit mir ehelichen Beziehungen erst unterhielt, als ich neun Jahre alt war.
    Wir gingen zu Medina und dort hatte ich Fieber für einen Monat, und mein Haar wuchs, bis es das Ohrläppchen erreichte. Umm Roman kam zu mir, während ich auf einer Schaukel mit meinen Spielgefährtinnen war. Sie rief mich laut. So ging ich zu ihr und ich wußte nicht, was sie von mir wollte. Sie faßte meine Hand und ließ mich auf der Tür stehen. Ich sagte: Ha, Ha. Als ob mir der Atem gestockt wäre. Sie führte mich in ein Haus, in dem sich einige Frauen von den Ansar sammelten. Sie sprachen Segenswünsche aus und wünschten mir alles Gute und Glück. Sie (Umm Roman) überließ mich diesen Frauen. Sie wuschen meinen Kopf und schmückten mich. Nichts erschrak mich, außer daß der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, morgens kam, und daß ich ihm anvertraut wurde.
    (Quelle:
    hadith.al-islam.com)
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#8 wiking77
  • 25.02.2015, 12:05h
  • ... genau hat alles nix mit dem Islam zu tun. Saudi-Arabien ist ja auch kein IS, und es sind natürlich auch keine Islamisten, schließlich sind sie die Saudis strategischen Partner unseres Landes. Und natürlich die meisten Moslems, egal wo sie leben wünschen sich im Idealfall natürlich kein Gottesstaat à la Saudi-Arabien ... das reden uns auch die Verteidiger des Islams hier ein, und spielen auf längst vergangene und überwundene Schlechtigkeiten des Christentums an, die heute längst nicht mehr bedrohlich sind. Schließlich fordert die Pius-Bruderschaft keine Hexenverbrennungen. Deren islamische Pendants, die Salafisten, Wahabiten usw. aber wollen entsprechendes, Steinigungen, Köpfungen (siehe Syrien und Irak). Und die haben heute die Deutungshoheit im Islam. Das verkennen die Schlaumeier hier: die Piusbrüder sind in der katholischen Kirche eine Minderheit in der Minderheit und werden selbst von "erzkonservativen" Katholen nicht ernst genommen. Ihre Brüder im Geiste im Islam, die Wahabiten, die extremen Sunniten, haben aber, dort wo der Islam Staatsreligion ist, die Deutungshoheit und werden sehr wohl ernst genommen. Und das strahlt bis nach Westeuropa aus. Ich habe etliche Situationen erlebt, in denen ganz einfache Moslems, untereinender zustimmen, was diese Extremisten des Islams wollen und auch klammheimliche Freude empfinden, wie Nichtmuslime mit sanften Tönen hinters Licht geführt werden. Einzelfälle? Gewiss, aber sehr viele Einzelfälle. Komisch, bei Buddhisten habe ich nie mitgekriegt, dass sie ihre Weiber steinigen wollen oder Schwule köpfen wollen, im Buddhismus ist sowas überhaupt keine großes Thema, das für Aussenstehende bedrohlich wirken könnte. Bei den Moslems schon. Bei den Christen war es vielleicht mal, heute ist es aber längst nicht mehr der Fall. Und wann ja, dann sind es wirklich "Einzelfälle", während diese Vorkommnise im Islam immer mit Krokodilstränen als "Einzelfälle" schamhaft deklariert werden, aber eben keine sind. Weil man eine Gesamtschau dieser Personengruppe machen muss und nicht sezieren kann zwischen, Mentalität, Kulur, Religion usw. Wenn es in einer Relgion gehäuft "Einzelfällen" von Steinigungen, "Ehrenmorde", Köpfungen, Terror gibt, dann ist sie eben heutzutage weniger Wert als eine Religion (z. B. Buddhismus) wo es das nicht gibt. Im Christentum oder im Zeitalter des Nationalismus gab es das wohl auch in Europa, aber es ist heute nicht mehr Thema, weil es einen Fortschritt gab, eine Aufklärung. Der Islam mit seiner Theologie ist eben zurückgeblieben.
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