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  • 11.11.2014           10      Teilen:   |

Synode in Dresden

LGBT-freundlicher Bischof führt evangelische Kirche an

Artikelbild
Heinrich Bedford-Strohm ist ab sofort neuer Chef der Evangelischen Kirche in Deutschland

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm ist neuer EKD-Chef. Er hat in der Vergangenheit die Gleichwertigkeit homosexueller Beziehungen verteidigt.

Heinrich Bedford-Strohm ist am Dienstag auf der Synode in Dresden mit 106 zu elf Stimmen zum neuen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Der bayerische Landesbischof wird Nachfolger von Nikolaus Schneider, der sich aus dem Amt zurückgezogen hat, um seine an Krebs erkrankte Frau zu pflegen. Sein Nachfolger steht jetzt 23 Millionen deutschen Protestanten vor.

Bedford-Strohm setzt sich für gleichgeschlechtliche Paare ein. Im vergangenen Jahr hatte er etwa die Gleichwertigkeit von homo- und heterosexuellen Beziehungen betont (queer.de berichtete). Damals sagte er: "Der entscheidende Punkt ist, dass da, wo Menschen gleichgeschlechtlich zusammenleben […], genau das gleiche gelten muss wie bei der Ehe auch – nämlich dass sie verbindlich miteinander leben." Seit Jahren spricht er sich außerdem für die Segnung homosexueller Paare aus, was innerhalb der evangelischen Kirche höchst umstritten ist. Homo-Gegner kritisierten den Landesbischof wiederholt wegen seines "modernistischen Kurses".

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Bedford-Strohm will sich einmischen

Auch zu anderen gesellschaftlichen Themen hat sich Bedford-Strohm geäußert: So kritisierte der Sozialethiker die bayerische Flüchtlingspolitik und mahnte eine menschenwürdige Unterbringung von Asylbewerbern an. Außerdem forderte er zum Schutz der irakischen Flüchtlinge amerikanische Luftangriffe auf die Terrormiliz "Islamischer Staat". Er erklärte seine politischen Aktivitäten mit den Worten: "Wir wollen eine öffentliche Kirche sein. Wir wollen uns in den öffentlichen Diskurs einmischen."

Als EKD-Chef kann Bedford-Strohm nicht "durchregieren", sondern den 20 eigenständigen Landeskirchen lediglich den Weg vorgeben. Dabei ist der Umgang mit Homosexuellen in der evangelischen Kirche sehr unterschiedlich: Während etwa in Hessen homosexuelle Paare in der Kirche heiraten dürfen, feuert die Landeskirche in Württemberg Pfarrer wegen ihrer Homosexualität.

Bereits unter Nikolaus Schneider gab sich die EKD sanfter in ihrem Urteil gegenüber Homosexuellen: So brachte die Kirchenführung im vergangenen Jahr eine Orientierungshilfe heraus, in der Homosexuelle als "gleichwertig" bezeichnet wurden (queer.de berichtete). Das führte zur harscher Kritik von evangelikalen Mitgliedern und der katholischen Kirche. (dk)

Mehr zum Thema:
» HuK: Scheidender EKD-Chef war "verlässlicher Partner" (30.06.14)
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Tags: heinrich bedford-strohm, evangelische kirche, ekd
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Reaktionen zu "LGBT-freundlicher Bischof führt evangelische Kirche an"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
11.11.2014
18:05:04


(-5, 13 Votes)

Von Oliver43


Ein guter und würdiger Nachfolger von Schneider für die EKD finde ich.

---------------

"Als EKD-Chef kann Bedford-Strohm nicht "durchregieren", sondern den 20 eigenständigen Landeskirchen lediglich den Weg vorgeben."

---> Das ist wohl wahr und stimmt. Erfreulich ist aber in diesem Zusammenhang auch, das die EKD bereits bei Einführung des Lebenspartnerschaftsinstitutes im Jahre 2001 von Anfang an dieses familienrechtliche Institut unterstützt und befürwortet hat.

----------------------
"Dabei ist der Umgang mit Homosexuellen in der evangelischen Kirche sehr unterschiedlich: Während etwa in Hessen homosexuelle Paare in der Kirche heiraten dürfen".

--> Das stimmt und empfinde ich als lutherischer Christ als sehr erfreulich.

--------------------------
"feuert die Landeskirche in Württemberg Pfarrer wegen ihrer Homosexualität."

---> Darin bildet die Landeskirche Württemberg aber mittlerweile gottseidank die Ausnahme.

Mittlerweile hat nicht nur die Landeskirche Hessen-Nassau als erste von zwanzig Landeskirchen kirchliche Trauungen ermöglicht, sondern weitere 12 Landeskirchen haben mittlerweile öffentliche Segnungsgottesdienste ermöglicht (Landeskirche Bremen, Landeskirche Nordeutschland, Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Landskirche Hannover, Landeskirche Westfalen, Landeskirche Rheinland, Landeskirche Hessen-Waldeck, Landeskirche Mitteldeutschland, Reformierte Landeskirche Norwestdeutschland und Bayern, Landeskirche Pfalz, Landeskirche Braunschweig und Landeskirche Oldenburg).

Als weitere Landeskirche plant derzeit die Landeskirche Lippe öffentliche Segnungsgottesdienste zu ermöglichen, damit wären es dann 14 von 20 Landeskirchen in der EKD, die homosexuelle Paare ethisch und theologisch akzeptieren und unterstützen und Ihnen in den Kirchen Gottesdienste nach ihrem Gang zum Standesamt ermöglichen, wo sie den Segen Gottes bekommen.

Es fehlen "nur" noch: die zwei kleinen Landeskirchen Anhalt und Schaumburg-Lippe, die das Thema bisher nicht beraten haben, weil es halt sehr kleine mitgliederschwache Landeskirchen sind, sowie die vier größeren Landeskirchen Sachsen, Bayern, Baden und Württemberg.

Fazit: Mit Bedford-Strohm hat die EKD einen guten LGBT-freundlichen Bischof an ihrer Spitze.


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#2
11.11.2014
18:06:35


(+4, 8 Votes)

Von goddamn liberal


Ich wünsche dem EKD-Vorsitzenden Standfestigkeit gegenüber einem neurechten Zeitgeist.

Er ist jetzt Chef eines der wichtigsten Unternehmen in unserem Kirchenstaat mit seinen Staatskirchen.


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#3
11.11.2014
20:41:51


(+5, 9 Votes)

Von sperling


>"Der entscheidende Punkt ist, dass da, wo Menschen gleichgeschlechtlich zusammenleben [...], genau das gleiche gelten muss wie bei der Ehe auch - nämlich dass sie verbindlich miteinander leben."

das ist genau genommen keine aussage über gleiche rechte, sondern vor allem der anspruch, das eigene normierungsgebiet auszuweiten: die homos sollen sich bitteschön jetzt auch an die regeln halten, die "wir" den heteros schon jetzt vorgeben. mit wirklichem liberalismus hat das natürlich nichts zu tun.

hat B-S irgendwo die vollständige gleichstellung (also eheöffnung, adoptionsrecht) gefordert? setzt er sich für ein verbot von homo-"heilungen" ein?

wenn nicht, gilt: wer zu einer diskriminierenden situation schweigt, der stimmt der diskriminierung zu.


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#4
11.11.2014
20:55:23


(-2, 6 Votes)

Von Laurent
Aus Heidelberg (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 27.12.2015


Eine gute Nachricht, wenn auch bestimmt wieder einiges zerredet werden wird.


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#5
11.11.2014
22:29:21


(+1, 5 Votes)

Von Hini


Ich kenne Bedford-Strohm ein bisschen persönlich, er ist nicht nur einer der knuffigsten und liebenswürdigsten Menschen die ich kenne, er hat sich auch immer privat und öffentlich für Lesben und Schwule innerhalb und außerhalb der Kirche engagiert. Und gegen Konservative und Evangelikale stets die theologisch besseren Argumente geführt, er scheint sich also wirklich mit der Materie auseinander zu setzen.


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#6
11.11.2014
22:47:08


(-5, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Neue Besen kehren gut!


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#7
11.11.2014
23:06:52


(0, 4 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Während die evangelische Kirche den richtigen Weg geht um glaubwürdig zu bleiben, sprechen die Kinderficker der katholischen Kirche sich gegenseitig frei und bringen sich wieder in ihre Ämter.

Link zu www.huffingtonpost.com


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#8
12.11.2014
00:48:13


(+1, 5 Votes)

Von Fred i BKK


......ist doch nichts neues,
bei allen Aberglaubensvereinigungen und Sekten,
gibt es radikale,und sanfte ....
Falken und Tauben....

schoen dass er zu den Tauben gehoert ....

aber wie so oft werden Tauben leicht die Beute der Falken....

und es aendert letztlich nichts ..dass er Chef einer Humbug-Sekte ist...

welche sich auf die gleichen Maerchenbuecher beruft....wie auch die KIFI,s


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#9
12.11.2014
11:45:12


(+2, 4 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #2 von goddamn liberal


mein lieber, das lässt mich an zwei mir zusammenhängende abläufe denken...
der erstere ist die neuformulierung des selbstgegebenen auftrages der religionen-kirchen sich in das leben anderer EINZUMISCHEN.
Schon im wort die anmaßende sicht - einmischen in was auch immer.. doch wohl in gesellschaftliche normen bedeutet, besetzt mit religiösen dogmen.
Sonst ergäbe religion ja keinen sinn, ist sie doch ein missionierendes denkkonstrukt.

An anderer stelle schon von der schleichenden , mittlerweile offenen re-religionisierung der gesellschaft geschrieben, einer gefahr die egal ob auf samtpfoten daherkommend oder mit dem metzgermesser, immer sich als allumfassende ideologie versteht..

Du selbst hast es so schön formuliert: Ob angegrünte Pastorin oder rechtsreaktionärer Pöbel-Anarch - Frömmigkeit ist Pflicht, die konfessionslose Mehrheit zählt nicht.

Link zu www.queer.de
goddamn liberal

In zeiten der reaktionswende, müssen wir schon die religiösen worthülsen genauer uns ansehen und auf ihre versteckten, reaktionär-reformistischen inhalte hin abklopfen..
Denn hier die sich "einmischenden", dort die "besorgten bürger".
Deshalb ruft auch das ebenso besorgte feuilleton in vorauseilendem gehorsam gegenüber der religion bereits nach durchgreifenden maßnahmen..
"Der neue Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm muss die Kirche wieder zu einem Korrektiv der Politik machen."

Man merke wo wir wieder gelandet sind:
KORREKTIV DER POLITIK.
Überlassen wir nur nichts den ungläubigen...

Um das zu verdeutlichen versuche ich mal, dass herausstechende dieser äusserungen tinnitusmäßig zu selektieren und skeletieren..:

"Die Evangelische Kirche soll sich einmischen, sagt der neue EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm. Politisch, wirtschaftlich und kulturell.
..."öffentliche Theologie".
Die Evangelische Kirche, [ ...], "muss aus der Milieuhaftigkeit herauskommen".

Mit wirtschaftlich haben wir den knackpunkt staatliche subvention/kirchensteuer, sowie die im auf staatliche aufgaben aufbauende wirtschaftsmacht "diakonie" als sozialdienstleistendes unternehmen mit steuerbevorteilung und monopolstatus.
2t/3t größter arbeitgeber!

Politisch gesehen haben wir die unterwanderung der politischen parteien auf allen ebenen, durch in christlich-sonstig religiösen sekten organisierten politikern.

"Mischt euch ein. Thomas de Maizière, der CDU-Bundesinnenminister, hat die evangelische Kirche geradezu angefleht, die Politik nicht alleinzulassen."

Ob das dann die göring -eckehardt, der ramelow, kauter, beckstein u.a.m. sind, es ist eine parteienübergreifende reunion von religionswerte schaffenden , die das säkuläre ( im grundgesetz als anspruch formuliert, schon im eid auf die verfassung aushebelnd!!) gesellschaftsgefüge so auf diesem wege aushöhlen.

Ob dies dann in arbeitsgruppen geschieht mit dem ziel, christlich-religiöses gedankengut in die rechtssprechung/gesetzgebung einfließen zu lassen, oder in "bürgerbewegungen", die vorbehaltlich sich selbst und ihre umgebenden "schützen wollen...

Kulturell will ich nur mal die rapide zunehmenden sendplatznutzung in den privaten anbietern durch staatskirchliche , evangelikale unternehmen ansprechen.
Dort die offenen predigtsendungen aus karlsruhe und umgebung, der alltägliche ansprachenterro in den regionalsendern.. das wort zum tage, oder eben das wort zum sonntag.
Die ratgebersendungen lassen sich ja auch nicht mehr nur auf kochrezepte reduzieren sondern mäandern in einem mischmasch der esoterischen mit religiösen hinweisen verbrähmten lebensratgebungen durch amtlich bestellte pfaffen durch die haushalte.
Ard-zdf und kulturtochtersender, die nicht nur das nachmittagsprogram der öffentlich rechtlichen mit kirchensoaps ala "um himmels willen" durchseuchen, sondern gerade im bildungsprogram und jugendprogram durch offen für religion werbend, einfluß zulegen.

Oder wie unten kommender link es verdeutlicht: "gott und die welt" , so die religionswerbe-klitsche in der TAZ
Von faz-welt-zeit-SZ nicht zu reden.. alle haben das selbe profil und bieten servil eilfertig den religionsgeschwängerten eine plattform!

Wann bieten die ein wöchtenliches gegenprogram der nicht religiösen?
Wann gibt es wöchentlich nach dem wort zum sonntag, dass wort zum montag!?
Dort allen nichtgläubigen trost zugesprochen wird und hoffung auf ein unbelässtigtes wochenerlebnis ohne jegliche religiöse infiltration!

"" Die Kirche, ist er (Bedford-Strohm) überzeugt, muss sich kritische Fragen gefallen lassen. Sie muss sich zudem aus jeder Selbstgefälligkeit verabschieden, um den Glauben authentischer zu vertreten."

Da ja der protestantismus stolz ist darauf, aus seinen eigenen reihen heraus kirche zu definieren ( religion sehr wohl nicht!Was auch die these der religionsauslegung innerhalb des protestantismus in frage stellt..), muss man der, nun von der strasse in die öffentliche meinung schwappenden "besorgten-bewegung"
noch mehr aufmerksamkeit widmen..
Das ist die kommende "authentische glaubensäusserung" , die in die kirchen zurück fließen wird.
Man kann diesen authentismus nun wie immer in theologischen phrasendreschereien, zwiedeutig auslegen.., z.b. in der weise , "sich den ängsten der besorgten bürger zuzuwenden" die da um antworten ringen" .. so der scheidende vorsitzende.
Was man denn auch als aufforderung verstehen kann, doch mal drüber nachzudenken ob die gleichstellungstheorien nicht doch eher "milieubestimmtes sind...
Zweifel an der integrität wie autorität des kommenden vorsitzenden sind angebracht.
Denn auf der anderen seite fehlt sein klares wort der abgrenzung an die "besorgten ..: EIN, schluss mit eueren hintertreibungsversuchen und restaurierungswünschen; schluss mit der direkten und indirekten diskriminierung von minderheiten.
Sinnbildlich ist bei dem vorsitzenden denn auch von flüchtlingen die rede, denen man sich nun zuwenden müsse.
Das wird zwar Tjoli88 tinnitus-fuckwhatever ärgern, ist dies doch nicht auf dessen flüchtlingsmist gewachsen, aber es setzt die "humanistischen ziele" dort, wo die politik eh schon entscheidungen getroffen ha,t die selbst die ekd nicht ändert.. und mal ehrlich, auch nicht ändern will...!
Denn siehe, schon unser christliches vorbild im forum , und dessen paranoider der angst vor der islamisierung durch flüchtlingsströme ..;
soviel verfolgte christen gibt es halt doch nicht , um hier groß durch zuwachs, in einer ungläubigen mehrheit, weiter als minderheit die inhalte bestimmen zu können.

Aber wenn schon von problemen der zeit bewegt: wieso kein einziges wort zu der derzeitigen homosbashingskampagne seitens seiner demonstrierenden, um "familie -heterosexualität und sohnemann besorgten mitbrüder im namen christi?!

Immerhin: versuche gab es ...
"Vielmehr zog die Führung der Protestanten Ärger auf sich. Zum Beispiel, als sie im letzten Jahr eine Orientierungshilfe zu Ehe und Familie veröffentlichte. Das Papier erweckte den Eindruck, als wollten die Autoren eigentlich ein Plädoyer für die Gleichberechtigung aller Formen von Partnerschaft halten. Spät, zu spät bemerkte die Evangelische Kirche, dass sie damit heftige Diskussionen auslöste allerdings mehr über die Richtungslosigkeit der Kirche als über die Familie."
Richtungslosigkeit der kirche???
Dachten wir nicht alle , die ekd hätte hier schon richtungsweisende signälchen gesetzt?
Homomesse, partnerschaftspfarrhaus, schwitzbäder bei evchen brunne in stockholm......

"Bedford-Strohm hat sich schon daran gemacht, eine Antwort zu geben. Er will, so sagt er, "mit der Botschaft des Evangeliums an den Diskursen der Gesellschaft teilnehmen", sodass sich die Kirche in die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gespräche einschalten kann. "Zweisprachigkeit" nennt er das.

Nun mit der "zwiesprachigkeit verlängert sich die uneindeutigkeit..
Wohl immer der suche nach theologischer und menschlicher wahrheit geschuldet.
Deren "evangelium ist soweit auch zeichen der interpretationsdeutelei...
mithin verhindert es eindeutige stellungsnahme.. auch und besonders gegen das eigene inhaltliche lehrversprechen.
Gib dem kaiser was des kaiser ist..
Solange es aber nebulöse heilsversprechungen gibt, solange wird der gläubige auch nicht auf die leere der inhalte achten, sondern der form den vorang geben.

Btw..
laue lüfte wehen durch den saal...
"Keine Debatte, kaum Wortmeldungen - der Synode der Evangelischen Kirche hätte mehr Luther'scher Bekennermut gut getan."
Obige zitate sind folgenden links entnommen:

Link zu www.zeit.de


Link zu www.sueddeutsche.de


Nebenbei auf einen ideenzusammenhag gestoßen, den ich hier noch beifügen will.
Auch hier wieder der versuch, kirche und staat unter einen hut zu bringen, aber gleichzeitig auf die widersprüche aufmerksam werdend, die einer dringenden ursachenforschung bedürften.

Kommen wir so über umwege doch endlich zu einer gesicherten erkenntnis über den zusammenhang von religion - nationalismus - faschismus..?

Link zu www.taz.de
Vom Romantischen Nationalismus
Als Kern des romantischen Nationalismus entpuppen sich dort religiöse Narrative: hier der Glaube an den Tempel Davids, dort die Überzeugung, dass der Prophet von Mekka auf seinem Pferd Burak nächtens nach Jerusalem geritten sei.
Religion als Kern des romantischen Nationalismus?
Wächst hier (wieder) zusammen, was zusammengehört?

Nachtigall , ick hör dir trapsen!


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#10
12.11.2014
16:09:02


(+1, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Hini


Es gibt "theologische Argumente" gegen die Diskriminierung von Menschen durch Konservative Kreise ?

Die würde ich hier gerne einmal dezidiert lesen, und vor allem erfahren bis wann der Herr beabsichtigt die bestehende Diskriminierung z.b. in den Arbeitsverträgen mit den Konzern-Töchtern der EKD endgültig abgeschafft zu haben ?

Schafft der das bis Jahresende 2014 die Sonderkündigungsrechte der EKD aus den Arbeitsverträgen zu streichen ?

Wird es der EKD ab sofort gelingen die AGG´s einzuhalten ?

Schafft es die EKD endlich die Organisationen die "Homo-Heilung" anbieten und bewerben aus ihren Reihen auszuschließen, und keine Geschäfte mit denen zu machen ?


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