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Fag Hags in Aktion

Ran an den "Gay Best Friend"


Eine der wenigen queeren Highschool-Komödien: In "G.B.F." wird der schwule Tanner von drei Mitschülerinnen als eine Art Trophäe benutzt (Bild: Pro-Fun Media)

Jetzt im Kino: In der Komödie "G.B.F." wird ein schüchterner schwuler High-School-Student zum Star, weil sich die angesagtesten Mädchen mit ihm schmücken wollen.

Als sich herumspricht, dass Tanner (Michael J. Willett) der erste offen schwule Junge seiner Highschool ist, bricht zwischen 'Shley (Andrea Bowen), Fawcett (Sasha Pieterse) und McKenzie Price (Evanna Lynch), den drei populärsten Mädchen der Schule, ein regelrechter Zickenkrieg aus. Es geht dabei um nicht weniger als das neueste und unerlässlichste Modeaccessoire der Saison: den schwulen besten Freund, im Original "Gay Best Friend" bzw. kurz "G.B.F.".

Tanner selbst wollte eigentlich nur in Ruhe die Highschool beenden, ohne dass jemand groß Notiz von ihm nimmt. Die Idee, als G.B.F. die eigene Popularität zu steigern, hatte nämlich eigentlich sein ebenfalls schwuler Kumpel Brent (Paul Iacono). Doch dessen Plan ging schief und statt ihm wurde Tanner geoutet. Mit den bereits beschriebenen Folgen…

Haarige Hangover und falsche One-Night-Stands

In einer skandalösen Schlacht aus haarigen Hangovers, fälschlichen One-Night-Stands und Mariah Careys Glitzer muss sich Tanner von nun an zwischen dem kometenhaftem Aufstieg in der Schulhierachie und seinem im Stich gelassenen besten Freund entscheiden, der weiterhin im Schrank bleibt. Aber auch die "coolen" Mädchen der Highschool sind etwas enttäuscht von ihrem neuen G.B.F., der nicht wirklich dem schwulen Stereotyp entspricht, das sie aus dem Fernsehen kennen. So wird Tanner dazu gedrängt, sich einem Makeover zu unterziehen…

Kult-Regisseur Darren Stein (''Jawbreaker'') ist mit "G.B.F." eine herrlich überdrehte Gesellschaftssatire gelungen. Mit Andrea Bowen ("Desperate Housewives") und Megan Mullally ("Will & Grace") ist die Komödie auch überraschend prominent besetzt. Mit zahlreichen Zitaten, Referenzen und Parodien von ''Carrie'' bis ''Clueless'' zeigt Stein zudem seine Liebe zu amerikanischen Highschoolkomödien und stellt dabei endlich mal schwule Charaktere in den Mittelpunkt.

Trotz der nicht sehr tiefgehenden Handlung spricht der Film auch einige heiße Eisen an – vom Mobbing in der Schule über homophobe Proteste gegen den Abschlussball bis zu christlichen Mitschülern, die Homosexualität als Sünde verdammen. Aber all die Konflikte, Spannungen und Verwicklungen können natürlich nicht verhindern, dass es in "G.B.F." ein Happy-End gibt. Ein wirklich rundum gelungener Kinospaß! (cw)

Youtube | Offizieller deutscher Trailer zum Film
Infos zum Film

G.B.F. – OUT zu sein war noch nie zuvor so IN. Komödie. USA 2013. Regie: Darren Stein. Darsteller: Michael J. Willett, Paul Iacono, Sasha Pieterse, Andrea Bowen, Molly Tarlov, Evanna Lynch, Xosha Roquemore, Joanna 'JoJo' Levesque, Derek Mio, Taylor Frey, Brock Harris, Rebecca Gayheart, Jonathan Silverman, Horatio Sanz, Natasha Lyonne, Megan Mullally. Laufzeit: ca. 90 Minuten. Sprache: englische Originalfassung. Untertitel: Deutsch. FSK 12. Verleih: Pro-Fun. Kinostart: 13. November 2014

Aktuelle Kinotermine:
Berlin – Mongay – Kino International (17.11.14 – 22:00)
Bochum – Filmreihe homochrom – Casablanca (19.11.14 – 21:00)
Köln – Filmreihe homochrom – Filmpalette (18.11.14 – 21:00)
München – Mongay – City Kino – Atelier (17.11.14 – 21:15)
Oberhausen – Filmreihe homochrom – Lichtburg (16.11.14 – 20:30)
Galerie:
G.B.F.
10 Bilder


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Sabelmann
  • 14.11.2014, 15:32h
  • Diesen Film überlasse ich gerne der dazupassenden Altersklasse!
    Klischee die 1000tste.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Harry1972Profil
  • 14.11.2014, 16:13hBad Oeynhausen
  • Wird der Film denn auch wie eine von tausend Teeniekomödien vermarktet?
    Die genannten Kinotermine lassen eher darauf schliessen, daß der Streifen eher als Nischenprodukt daherkommt.

    Das finde ich viel bedenklicher als mögliche Klischees, die im Übrigen von vielen Schwulen (inklusive mir selbst) regelmäßig selbst reproduziert werden und das mit großer Lust am Klischee. Angepasst sein, ist doch öde und viel zu einfach.
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