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Colin Farrell setzt sich für seinen schwulen Bruder ein

Der irische Hollywood-Schauspieler fordert seine Landsleute auf, bei einem Referendum im kommenden Jahr für die Ehe-Öffnung zu stimmen.

Colin Farrell hat sich in einer irischen Sonntagszeitung mit einem emotionalsgeladenen Brief für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht ausgesprochen. In der "Sunday World" beklagte der 38-Jährige aus Dublin: "Die Tatsache, dass mein Bruder Irland verlassen musste, um seinen Traum zu erfüllen und zu heiraten, ist verrückt. VERRÜCKT!" so Farrell. Sein älterer Bruder Eamon hatte vor wenigen Jahren in Kanada seinen Freund geheiratet.

In dem Brief rief er die Iren auf, sich für die Ehe-Öffnung einzusetzen. Die Wähler sollten beim im kommenden Frühjahr geplanten Referendum, bei dem die Bevölkerung über die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht abstimmen wird, mit "Ja" stimmen.

Gute Chancen auf Ehe-Öffnung 2015

Die Ehe-Öffnung war in Irland im vergangenen Jahr von einem Verfassungskonvent empfohlen worden (queer.de berichtete). Laut Umfragen sprechen sich zwei Drittel der Iren für die Öffnung der Ehe aus. Das Land hätte damit eine schnelle Entwicklung hinter sich gebracht: Erst 1993 wurde Homosexualität legalisiert, 2011 wurden eingetragene Partnerschaften mit beschränkten Rechten eingeführt.

In dem Brief erinnert sich Colin Farrell auch daran, wie sein Bruder während der Schulzeit gemobbt wurde: "Mein Bruder Eamon hat sich nicht dafür entschieden, schwul zu sein. Ja, es war seine Entscheidung, sich mit einem Augenstift zu schminken, was wohl nicht die pragmatischste Antwort auf die tägliche Folter war, die er von Schulrowdys ertragen musste. Aber er war immer stolz darauf, wer er war", so Farrell. Er nannte es unverständlich, dass Eamon nicht heiraten dürfe, während er als Heterosexueller nach Las Vegas fahren könne, um sich zu besaufen und vor einem Elvis-Imitator einer x-beliebigen Frau das Ja-Wort zu geben. (dk)



#1 HinnerkAnonym
  • 17.11.2014, 18:02h
  • Sehr gut! Vielen Dank!

    Gerade Promis haben auf viele Menschen enormen Einfluss. Hoffentlich schließen sich noch viele weitere Promis an...
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#2 MarekAnonym
  • 17.11.2014, 18:42h
  • Die katholische Kirche fängt schon an, in Irland alles zu mobilisieren, um das noch irgendwie zu verhindern.

    Ich hoffe, die Volksabstimmung geht zugunsten einer Eheöffnung aus. Je deutlicher, desto besser.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 AdrienEhemaliges Profil
#5 TimonAnonym
#6 FinnAnonym
  • 18.11.2014, 09:39h
  • Wieso können nicht mehr Promis so klar Position beziehen?!

    Das schlimme ist ja, dass es nicht mal alle schwul-lesbischen Promis tun. Da gibt es ja genug (auch im deutschen Fernsehen), die sich lieber selbst verleugnen und eine Schmierenkomödie spielen.

    Vielleicht bräuchte man noch mal ein Outing wie Rosa von Praunheim das damals bei Alfred Biolek, Hape Kerkeling, etc. gemacht hat (was ja rückblickend keiner dieser Personen geschadte hat und sogar viel zum Positiven geändert hat).

    Normalerweise lehne ich sowas ab, aber wie sagt man so schön: "Das Private ist das Politische" und wenn manche Promis weiterhin Heteronormativität fördern, ist das vielleicht nochmal nötig.
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