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  • 18.11.2014           14      Teilen:   |

Soziale Netzwerke

Bundesweite Kampagne gegen Hass-Propaganda gestartet

Artikelbild
Die Kampagne will Nutzer von sozialen Netzwerken für Hass-Propaganda sensibiliseren

Augen auf im Umgang mit sozialen Netzwerken: Eine neue Kampagne soll Nutzer dafür sensibilisieren, Hass-Propaganda zu erkennen und diese nicht weiterzuverbreiten.

Am Dienstag ist offiziell die bundesweite Kampagne gegen die Verbreitung von Hass-Propaganda in sozialen Netzwerken an den Start gegangen. Die vom Lesben- und Schwulenverband in Deutschland unterstützte Aktion wurde vom Verein "Neues Potsdamer Toleranzedikt" ins Leben gerufen. Sie steht unter dem Motto: "Stoppt Hass-Propaganda! Erst prüfen, dann teilen."

Die Kampagne kämpft dagegen, dass immer mehr extremistische Organisationen oder Fanatiker Facebook und Co. zur Verbreitung totalitärer Ideologien nutzten. "Dabei setzen sie Bilder und Videos ein, die schockierende Gewaltdarstellungen oder manipulative Bild- und Musikmontagen enthalten. Oder es werden Fotos und Filme in falschen Zusammenhängen genutzt", so der Verein. Nutzer dieser sozialen Netzwerke sollen dafür sensibilisiert werden, "sich nicht zum Handlanger viraler Hetze im Netz machen 
zu lassen".

Youtube | Kampagnen-Lied "Die Erben der Rose"
Fortsetzung nach Anzeige


Unterstützer gesucht

Auf der Seite stoppt-hasspropaganda.de werden Beispiele oder eine Checkliste für Hass-Propaganda gezeigt. Um auf die Seite aufmerksam zu machen, wird dazu aufgerufen, Unterstützer der Kampagne zu werden. Die Botschaft verbreiten wollen die Aktivisten – natürlich – via sozialer Netzwerke.

Als Logo der Kampagne dient ein Rosensymbol, auch der Kampagnensong "Die Erben der Rose" von SanVentura wurde veröffentlicht. Das Lied erinnert an die Widerstandsgruppe rund um die Geschwister Scholl, die gegen Propaganda und Mitläufertum im Dritten Reich eintraten und dafür hingerichtet worden sind. Lied und Logo dürfen von Unterstützern über Facebook und Co. verbreitet werden.

Die Idee zur Kampagne wurde von Komponist und Musiker Clemens Maria Haas (Frontmann der Gruppe SanVentura) und der Regisseurin und Multimedia-Produzentin Claudia Mielke entwickelt. Das Projekt wird vom Bundesfamilienministerium gefördert. (cw/dk)

Links zum Thema:
» Stoppt Hasspropaganda
» Neues Potsdamer Toleranzedikt
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Teilen: 108             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: soziale netzwerke, facebook, hass-propaganda, neues potsdamer toleranzedikt
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Reaktionen zu "Bundesweite Kampagne gegen Hass-Propaganda gestartet"


 14 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
18.11.2014
13:03:59
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von dresden


Das Anliegen der Kampagne ist sehr wichtig. Gerade in diesen Zeiten, wo gerne mal gegen Minderheiten gehetzt wird. Ich hoffe es hilft auch...


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#2
18.11.2014
14:17:36


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Eine sehr wichtige Kampagne und ich hoffe, daß es bald noch mehr Unterstützer dafür gibt!


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#3
18.11.2014
14:23:54


(+5, 7 Votes)

Von sperling


>"Hass-Propaganda ist eine Verstärkung, sie zielt darauf ab, gegen Menschen anderer Kultur, Religion oder Herkunft, gegen andere Länder oder gegen andere Volksgruppe [sic] Gefühle der Wut, des Zorns und des Hasses zu erzeugen."

preisfrage: welche gruppen werden hier nicht erwähnt, obwohl sie regelmäßig besonders stark betroffen sind?

an sich ist das ganze natürlich gut gemeint...


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#4
18.11.2014
14:26:13


(+7, 7 Votes)

Von Gengary
Aus Stuttgart (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 19.07.2014


Gute und unterstützenswerte Aktion, aber auf der Website wird mit keiner Silbe Homophobie erwähnt, sondern nur "gegen Menschen anderer Kultur, Religion oder Herkunft". Das empfinde ich als ein bisschen schwach.


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#5
18.11.2014
14:30:42


(+5, 7 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Ha ha ha...

...meldet man bei Facebook einen Beitrag oder ein Foto mit rechtem Gedankengut, bekommt man im Feedback zu hören, daß der gemeldete Verstoß geprüft worden sei aber nicht gegen die Grundsätze verstoße.


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#6
18.11.2014
14:48:08


(+6, 6 Votes)

Von Just me
Antwort zu Kommentar #3 von sperling


Naja, sollte uns das wundern? Solange wir nicht einmal explizit im Artikel 3 des GG genannt werden, wird Heterosexismus auch weiterhin ein 'Kavaliersdelikt' bleiben.


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#7
18.11.2014
15:30:23


(+5, 5 Votes)

Von ehemaligem User LangsamLangsam
Antwort zu Kommentar #4 von Gengary


Du kannst hinschreiben und anfragen. Die haben ein Kontaktformular. Aber da sowieso nie jemand Anfragen liest oder sogar antwortet, poste es auf deren Facebook-Seite. Da wird es gelesen und es gibt meist eine Antwort. Hier ist, vermutlich, die falsche Adresse. Laß mich wissen wie die Antwort ist. Danke.


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#8
18.11.2014
16:46:51


(+5, 5 Votes)

Von Gengary
Aus Stuttgart (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 19.07.2014


Hier die Antwort auf Rückfrage:

"Sehr geehrter Herr (X),

haben Sie vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Definition und die Check-Liste ergänzt und stellen diese auf der Webseite neu ein. Selbstverständlich gehört die Diskriminierung von sexueller Orientierung auch dazu."

Also alles gut, liebe Freunde!


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#9
18.11.2014
19:24:44


(+1, 3 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von LangsamLangsam


Die haben bei "Kontakt" auch eine Mail-Adresse angegeben. Ich hab' ihnen gerade eine Mail geschrieben und die Aufnahme der Punkte "Homophobie" und "Transphobie" angeregt. - Mal sehen, ob sie darauf reagieren.


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#10
18.11.2014
20:22:55


(+2, 4 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #8 von Gengary


>"Selbstverständlich gehört die Diskriminierung von sexueller Orientierung auch dazu."

na, ganz so selbstverständlich war es ja offenbar nicht.

aber hey, das ist immerhin ein gutes beispiel dafür, dass es sich lohnen kann, die klappe aufzumachen und auf solche kleinen "vergesslichkeiten" hinzuweisen!

dabei fällt mir auf: es geht nicht nur um sexuelle orientierungen, sondern auch um sexuelle identitäten. wenn die das nicht reinschreiben, werd ich mich auch noch mal da melden.


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