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Ray Cole ist wieder zurück in seiner Heimat Kent

Ein Gericht in Marokko hat am Montag formal die Klage wegen Homosexualität gegen den 70-jährigen Engländer Ray Cole fallengelassen.

Der Tourist war im September zu vier Monaten Haft verurteilt worden, weil er mit einem Marokkaner einvernehmlichen Sex gehabt haben soll (queer.de berichtete). Auch die Ermittlungen gegen den Marokkaner wurden eingestellt.

Grund für das Einlenken ist eine Kampagne in Großbritannien gegen die Verfolgung aufgrund der Homosexualität. Als Cole im Gefängnis gesessen war, hatte unter anderem der konservative Unterhausabgeordnete Charlie Elphicke, der den Wahlkreis Coles vertritt, zu einem Reiseboykott Marokkos aufgerufen. Auch Martin Schulz, der Präsident des Europarlamentes, hatte sich mit einem Brief an die marokkanischen Behörden für die sofortige Freilassung des EU-Bürgers eingesetzt. Daraufhin wurde im Oktober der Prozess neu aufgerollt und Cole durfte nach drei Wochen das Gefängnis verlassen und nach England ausreisen (queer.de berichtete). Jetzt ist das Verfahren abgeschlossen.

"Jetzt ist diese schreckliche Episode endlich hinter uns", erklärte Cole in einer ersten Reaktion. "Obwohl ich darüber glücklich bin, bleiben mir die Erinnerungen daran, wie schrecklich ich von der Polizei behandelt worden bin und wie angsteinflößend die Zustände im Gefängnis waren." Zudem habe ihm das Verfahren rund 9.000 Euro gekostet und er habe von den marokkanischen Behörden weder eine Entschuldigung noch eine Entschädigung erhalten.

Auf gleichgeschlechtliche Handlungen stehen in dem Land eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren. Die Menschenrechtsorganisation "Association marocaine des droits humains" (AMDH) beklagt, dass in Marokko oft Kindesmissbrauch milder bestraft werde als homosexuelle Handlungen. Homosexualität gilt innerhalb der marokkanischen Gesellschaft als Tabu, wird aber gerade in Touristen-Orten wie Marrakesch, Agadir oder Tanger toleriert. (dk)



24 Kommentare

#1 AdrienEhemaliges Profil
#2 Oliver43Anonym
  • 18.11.2014, 16:12h
  • Gerade Länder wie Marokko, Tunesien und Ägypten sind massiv von der Tourismusbranche abhängig. Mit Boykottdrohungen der EU und europäischer Staaten im Tourismussektor könnten diese Länder dazu bewegt werden, endlich homosexuelle Handlungen zu legalisieren. Leider fehlt dazu aber der notwendige politische Wille in Deutschland, in Frankreich oder in den Niederlanden.
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#3 David77Anonym
#4 GeorgGAnonym
  • 18.11.2014, 18:48h
  • "er habe von den marokkanischen Behörden weder eine Entschuldigung noch eine Entschädigung erhalten."

    Warum sollte er auch? Jedes Land hat seine Gesetze, die auch von Touristen einzuhalten sind!
    Man muss daran arbeiten, die Gesetze zum Thema HS in Marokko zu ändern. Solange sie aber bestehen, müssen sie auch beachtet werden, auch von europäischen Touristen, von denen nicht wenige nach Marokko fahren, um sich Jugendliche für Geld zu kaufen.
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#5 AdrienEhemaliges Profil
  • 18.11.2014, 19:29h
  • Antwort auf #3 von David77
  • Wenn er sich nicht noch mal freiwillig in ein Land begibt, wo auf gleichgeschlechtliche Handlungen eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren möglich ist, er nur mit internationaler Unterstützung aus dem Knast, wo die Zustände angsteinflößend waren, freigekommen ist, hat er was daraus gelernt.
    Ansonsten ist ihm nicht mehr zu helfen.
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#6 sperlingAnonym
  • 18.11.2014, 19:37h
  • Antwort auf #1 von Adrien
  • ich fürchte, wenn ich nachfrage, was dein wolkiger satz besagen soll, würde deine antwort mir den atem rauben - wie schon so einiges, was du hier vom stapel gelassen hast.

    trotzdem meine bitte: sprich deutlich oder halt die klappe.
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#7 Just meAnonym
  • 18.11.2014, 20:39h
  • Antwort auf #4 von GeorgG
  • 1) "Jedes Land hat seine Gesetze, die auch von Touristen einzuhalten sind!"

    Menschenrechte sind universell, das gilt auch für queere Menschen in Ländern wie Marokko. Gesetze, die dagegen verstoßen, müssen selbstverständlich nicht eingehalten werden, auch nicht von Touristen. Ein Ausrufungszeichen macht deine Behauptung nicht richtiger.

    2) " Man muss daran arbeiten, die Gesetze zum Thema HS in Marokko zu ändern. "

    Schon ziemlich bezeichnend, dass du das böse H-Wort nicht mal ausschreiben kannst...

    3) "(...) von europäischen Touristen, von denen nicht wenige nach Marokko fahren, um sich Jugendliche für Geld zu kaufen"

    Man sollte nicht immer von sich auf andere schließen.
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#8 AdrienEhemaliges Profil
#9 David77Anonym
#10 AdrienEhemaliges Profil