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Einzelkommentar zu:
Thüringen: Rot-Rot-Grün strebt "Gleichstellung aller Lebensweisen" an


#39 giliattAnonym
  • 25.11.2014, 01:08h
  • Antwort auf #27 von goddamn liberal
  • Das Karl-Liebknecht-Haus gebührt den Nachfolgern der KPD. Aber es ist nicht die einzige Immobilie, die der PDS/Linke aus dem SED-Parteivermögen übrig geblieben ist. Da gab es Verlage, Druckereibetriebe etc., die noch heute im Eigentum stehen. Zudem tourten in der Wendezeit SED-Genossen mit Reisetaschen, die sechsstellige Bargeldbeträge aus dem Parteivermögen enthielten, durchs Ost-Land, um Gewerbeimmobilien zu erwerben.

    Dass die PDS als Rechtsnachfolger der SED Vermögnesausgleichs-Zahlungen an die SPD zu leisten hatte, erklärt sich aus der Formel SPD + KPD = SED.
    Denn 1946 erfolgte auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone (ab 1949 hieß der Laden DDR...) die Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur SED, der Sozialistischen EINHEITSpartei Deutschlands. Bislang waren beide Parteien gesamtdeutsche Parteien gewesen, wenngleich nach Hitlers Machtergreifung verboten und ihrer Habseligkeiten beraubt.

    Deine beiden Links gehören nicht zum Thema:
    Erstens:
    Tillichs opportunistische Biographie nicht. Da könnte man auch Kanzlerins vita einfügen. Sie sprang spät auf den fahrenden Zug auf. Eine geprügelte Person des DDR-Widerstandes - wie ich es war - war sie definitiv nicht.
    Zweitens:
    Die Blockflöten-Partei-Saga. Es gab CDU, DBD, NDPD und LDPD. In der CDU waren christlich orientierte Leute. In der Demokratischen Bauernpartei DBD eben Betreiber bäuerlicher Betriebe, also Landwirte. Die Nationaldemokraten der NDPD waren keine Nazis (!!!!), sondern zumeist private Handwerksmeister mit einem kleinen Betrieb. Tischler, Glaser, Autoschrauber. Die Mitglieder der Liberaldemokraten LDPD rekrutierten sich aus der schwindenden Schar der privaten Gewerbetreibenden der DDR: Gastwirte, Käsehändler, Drogisten etc.
    Im Verlauf der Geschichte wurden dann alle Parteien gleichgeschaltet im Rahmen der NATIONALEN FRONT, denn sie waren "Bündnispartner der Arbeiterklasse unter Führung ihrer revolutionären Partei", der SED.

    Von 1945 bis Anfang der 1960er Jahre waren diese Parteien keineswegs Blockflöten im Gleichschaltungs-Konzert. Etliche ihrer Mitglieder landeten wegen angeblich staatsfeindlicher Äusserungen oder Taten im Zuchthaus Bautzen oder der Stasi-Psychartrie Waldheim.

    Ordnen wir die PDS/Linke mal ein.
    Sie ist ganz klar Nachfolgeorganisation der SED. Da müssen wir nicht lange grübeln, sondern an einem Wahl-Sonntag mal aus dem Fenster schauen, denn sie schleppt ihr altes Wählerklientel hinter sich her. Leider sind wir Bundesrepublikaner wahlmüde. Doch die alten greisen DDR-Bonzen lassen sich im Rollstuhl zur Wahlurne karren, um "die Kandidaten der Nationalen Front" zu bekreuzigen, also ihre Partei.

    Sicherlich hat Bodo Ramelow eine andere Biographie...

    Hat der mandantenverratsverdächtigte Herr Gysi auch.
    Wie auch die Frau Wagenknecht, die sich für die Reinkarnatiion der Rosa Luxemburg hält, was aus atheistischer Sicht nicht nachvollziehbar ist.
    Oder der Oskar, der als "Königsmörder" schien und a la fontaine ins Lager der Gegenpartei sprudelte.

    Ramelow ist kein "Ossi". Aber er ist Vertreter der SED-Mitglieder, weil der Grundstamm seiner Partei aus alten SED-Mitgliedern besteht.

    Und diese Leute haben in Regierungsverantwortung absolut nix zu suchen.
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