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Das Team vom Jugendzentrum anyway in Köln zeigt das Doppelleben eines U19-Bundesligaspielers. Er kann seit heute auf Youtube angesehen werden.



Das queere Kölner Jugendzentrum anyway hat nach der Webserie Julian – junge Liebe anders einen neuen Kurzfilm veröffentlicht, in dem es um Homophobie im Fußball geht. In der Beschreibung zu "Zwei Gesichter" heißt es:

Jonathan, 18 Jahre, U19-Bundesligaspieler, Freundin. Er ist ein guter Junge. Doch die Wahrheit sieht anders aus: Heimliche Sexdates mit fremden Typen aus dem Netz, von denen keiner etwas ahnt, nicht einmal sein bester Freund Mark. Doch Hannah, seine Ex und inzwischen bloß noch Schein-Freundin, kann die Lügen nicht mehr ertragen. Was soll Jonathan jetzt tun? Ein Outing kommt für ihn momentan nicht in Frage. Hat Jonathan sich sein Schwulsein überhaupt schon selbst eingestanden? Wie würden seine Mannschaftskollegen auf eine Schwuchtel im Team reagieren? Wichtige Spiele stehen ins Haus. Der Trainer macht Druck. Jonathans Fassade hält – noch…

Die Zusammenfassung wirft zwei Fragen auf: Warum wird "Schwuchtel" nicht in Anführungszeichen gesetzt? Und sollte nicht gerade ein Jugendzentrum wie das anyway den Unterschied zwischen "Outing" und "Coming-out" kennen? Die Wichtigkeit der Unterscheidung der beiden Begriffe zeigt sich dann noch im Laufe des Films, wenn Jonathan tatsächlich eher geoutet wird als dass er selbst den Schritt vollzieht.

Dennoch ist der Kurzfilm gelungen, auch wenn man bei manchen Nebenrollen merkt, es nicht mit professionellen Schauspielern zu tun zu haben. Er ist fachmännig inszeniert; der (selbst heterosexuelle) Nachwuchsschauspieler David Brückner gibt einen überzeugenden verunsicherten Jugendlichen ab.

Es ist gut, dass der Film hier keine simple Coming-out-Romanze bietet, sondern ein Doppelleben zeigt, das nicht so richtig funktioniert. Es ist auch gut, dass der Film keine endgültigen Aussagen abgibt, weitere Entwicklungen offen lässt – von einem Plädoyer für die Freundschaft abgesehen.

Der Film ist entstanden in Zusammenarbeit mit der DFB-Kulturstiftung, dem Fußballverband Mittelrhein und der Stadt Köln, er feierte am Donnerstag im Deutschen Sport- und Olympiamuseum Premiere, im Anschluss folgte eine Diskussionsrunde über Homosexualität im Sport, an der unter anderem DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg und die ehemalige Nationalspielerin und DFB-Direktorin Steffi Jones teilnahmen. (nb)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 GengaryProfil
  • 23.11.2014, 11:34hStuttgart
  • Es sollte "Neuer-Kurzfilm über schwulen Fußballer" heißen, denn dass er zumindest Bisexuell ist, kann ich aus sicherer Quelle sagen.
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#3 giliattAnonym
  • 25.11.2014, 02:18h
  • War dies schon der Kurzfilm? Gut gemacht, doch sah man längst weitaus Besseres in Kürze zu diesem Thema.

    Erfreulich, dass die Protagonisten nicht nuschelten, wie sonst üblich in dieser an Doku-Soaps angelehnten Sparte.

    Schön auch das Wiedersehen mit Hanno Friedrich in der Rolle des Trainers, dessen imposantes Genital uns aus der Serie "Sechserpack" noch in guter Erinnerung ist.

    Ansonsten kann man diese Courtmetrage als einen sehr gelungenen Schuss in den Ofen bezeichnen.
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