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Arthur Akhmetgaliew und sein Partner beim Ausfüllen des Asylantrags (Bild: queerhouse.org)

Arthur Akhmetgaliew hatte positiv über die LGBT-Bewegung berichtet. Zusammen mit seinem Lebensgefährten stellte er jetzt einen Asylantrag.

Ein TV-Journalist aus St. Petersburg ist nach homophoben Angriffen zusammen mit seinem Partner nach Deutschland geflohen. Das berichtet das Blog Queerhouse.org, das sich um LGBT-Flüchtlinge kümmert.

Diese Entscheidung zur Flucht hätten Artur Ahmetgaliew und sein Partner getroffen, nachdem sie mehrmals von aggressiven Homophoben attackiert worden seien. Zuvor hätte man sie bereits telefonisch und während Szene-Veranstaltungen bedroht.

Dem Bericht zufolge hatte Akhmetgaliew mehrfach für den lokalen TV-Sender 100TB kritisch über das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" berichtet. Die Attacken hätten nach Beiträgen über den Angriff auf einen Cafétreff in der Aids-Organisation LaSky im Dezember 2013 begonnen. Auch ein Bericht über die Verleihung des satirischen Preises "Das Goldene Klistier" an Wladimir Putin habe für Ärger gesorgt.

Nach dem Asylantrag befindet sich das Paar derzeit im Flüchtlingslager in Gießen. In den letzten Monaten hatten mehrere LGBT-Aktivisten aus Russland in Deutschland einen Antrag auf Asyl gestellt. Andere flohen unter anderem nach Spanien, Finnland oder in die USA – wie Dima Tschischewski, der bei dem Angriff auf Lasky am Auge verletzt wurde (queer.de berichtete). (nb/pm)



#1 m123Anonym
  • 24.11.2014, 12:50h
  • Willkommen in Deutschland!

    Ein Paradies ist es hier aber auch nicht, denn es gibt ja SPD, CDU, Angela Merkel und die religiöskonservative Spinner der Demo für alle, die alle die rechtliche Gleichstellung von homosexuellen Menschen blockieren und teilweise menschenunwürdig über Homosexuelle reden.

    Aber natürlich ist es in Deutschland für Homosexuelle doch schon spürbar besser als in Russland. Vielleicht können die beiden ja deutsch und sind deswegen nach Deutschland gekommen, obwohl Deutschland nicht unbedingt das toleranteste Land Europas ist, wenn man etwa an Schweden oder die Niederlande denkt.

    Fragt sich nun, ob die beiden eine Aufenthaltserlaubnis vom deutschen Staat bekommen. Meiner Meinung nach müssten sie das bekommen. Außerdem finde ich, dass sie hier arbeiten können sollten, wenn sie wollen.
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#2 TimonAnonym
  • 24.11.2014, 15:42h

  • Es fällt den beiden sicher schwer, ihre Heimat, ihr Zuhause, Familien, Freunde, Jobs, etc. zu verlassen und in einem fremden Land um Asyl zu bitten. Aber in Russland bleibt kritischen Stimmen und gerade auch Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen leider nicht viel anderes übrig.

    Ich drücke den beiden die Daumen, dass ihr Antrag erfolgreich ist und sie hier sicher leben können.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 NicoAnonym
  • 24.11.2014, 20:07h
  • Ich drücke den beiden auch die Daumen. Kritische Journalisten können wir auch in Deutschland gut gebrauchen.

    Hoffentlich hält queer.de uns auf dem Laufenden, wie es mit den beiden weitergeht.

    Übrigens:
    Da es gerade hier passt: wer sich noch an den Russen Pavel erinnert, der im Sommer beim Kölner CSD mitging und danach hier Asyl beantragte - der fängt im Dezember oder Januar (wenn genug Leute zusammen sind) einen Intensiv-Kurs an, um richtig Deutsch zu lernen. Dank unserer Spenden kann ihm das finanziert werden. Er ist jetzt mittlerweile vom Zwischenlager nach Norddeutschland "verlegt" worden und wird dort wohl bis zum Entscheid bleiben müssen. Drücken wir alle die Daumen, dass er Asyl bekommt und dann in seine Wunschstadt Köln gehen kann und dort Fuß fasst und hoffentlich einen Job findet und glücklich wird.

    Immer aktuelles von Pavel gibt es weiterhin hier:

    www.facebook.com/wirhelfenPavel
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#6 BorbeAnonym
#7 QwqaAnonym
  • 25.11.2014, 11:32h
  • Antwort auf #4 von FoXXXyness
  • Bisher wurden in Deutschland nur wenige Homosexuelle aus Russland als Flüchtlinge anerkannt. Von den 20 Fällen, die der Verein Quarteera in den letzten eineinhalb Jahren betreut hat, waren es genau drei.
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#8 RobinAnonym
  • 25.11.2014, 11:52h
  • Antwort auf #7 von Qwqa
  • Wirklich schlimm!

    Verfolgung aufgrund der sexuellen Identität oder der sexuellen Orientierung muss endlich als Asylgrund anerkannt werden!

    Aber da müssen wir wohl auf eine andere Regierung warten. Unter Schwarz-Rot ist damit nicht zu rechnen. Die haben ja schon mehrfach gesagt, dass Schwule und Lesben sich ja verstellen könnten. Was für eine zynische Aussage...

    Schlimm, dass die faschistischen Vorurteile mancher Politiker auf dem Rücken hilfesuchender Menschen ausgetragen werden.
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#9 WillieAnonym
  • 25.11.2014, 16:51h
  • Antwort auf #7 von Qwqa
  • Mit welcher Begründung wurden die anderen Anträge abgelehnt und was wurde aus den Leuten?
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  • Anm. d. Red.: Da sich das auf ein Zitat von mir aus einem Folgeartikel bezieht, möchte ich schnell klarstellen: Der Rest befindet sich noch in der Bearbeitungsphase. (nb)