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Mit dem Respektpreis ehrt das Bündnis gegen Homophobie jedes Jahr Menschen, die sich auf besondere Art gegen Homosexuellenfeindlichkeit engagieren

Seit über fünf Jahren kämpft Halil İbrahim Dinçdağ gegen die Homophobie im türkischen Fußball.

Der 39-jährige Halil İbrahim Dinçdağ aus Istanbul ist der Gewinner des Respektpreises 2014. Das Berliner Bündnis gegen Homophobie zeichnete den türkischen Schiedsrichter am Montag im Grand Hotel Esplanade für seinen "geradlinigen Kampf gegen die Willkür des Türkischen Fußballverbandes und damit gegen das sich verhärtende Klima für Homosexuelle in seinem Land" aus.

Dinçdağ wurde nach seinem Outing 2008 aus dem Türkischen Fußballverband verbannt. In den Medien wurde er wegen seiner sexuellen Orientierung negativ dargestellt und er erhielt mehrfach Morddrohungen, weil er von seiner Forderung nicht abrückt, wieder Verbandsspiele pfeifen zu dürfen. Dinçdağ, der infolge der Ausgrenzung unter anderem seine Arbeitsstelle als Radiomoderator verloren hat, führt in Istanbul seit Jahren einen Rechtsprozess, stellvertretend für die gesamte türkische LGBTI-Community. Als er 2009 den Fußballverband verklagte, erklärte er: "Ich habe kein Gesetz gebrochen, ich habe keine Schande über meinen Beruf gebracht. Ich bin bloß ein Homosexueller" (queer.de berichtete).

"Vorbild für Lesben und Schwule"


Halil İbrahim Dinçdağ wurde nach seinem Outing vom türkischen Fußballverband rausgeschmissen

Das Kuratorium des Bündnisses gegen Homophobie würdigte den Preisträger als "Vorbild für Lesben und Schule in der Türkei, aber auch weltweit". Die Auszeichnung nahm Dinçdağ vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit entgegen.

Neben Halil İbrahim Dinçdağ waren auch die Berliner Rapperin "Sookee", die jungen Männer der Initiative "Heroes – Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre" sowie zwölf transgeschlechtliche Personen von der Wanderausstellung "Trans* in Arbeit" nominiert (queer.de berichtete)

Das Bündnis gegen Homophobie ist eine Allianz für die gesellschaftliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen und zählt inzwischen über 80 Mitglieder. Im vergangenen Jahr war die polnische Menschenrechtsaktivistin Elżbieta Szczęsna ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). (pm/dk)



#1 AdrienEhemaliges Profil
  • 24.11.2014, 16:10h
  • Der Preis ist insbesondere wegen der Geradlinigkeit des Preisträgers sicherlich gerechtfertigt.
    Vermutlich wird er in seinem Heimatland aber weiterhin auf verlorenem Posten stehen.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil