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  • 28.11.2014               Teilen:   |

"The London Sessions"

Mit Mary J. Blige in den Club

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Die New Yorker Sängerin, Songwriterin und Schwulenmutti Mary Jane Blige, Jahrgang 1971, ist eine der erfolgreichsten R&B-Interpretinnen. Nach über 50 Millionen verkauften Tonträgern und neun Grammys geht sie nun neue Wege (Bild: Universal)

Mit "The London Sessions" ist der amerikanischen Hip-Hop-Soul-Queen ein eindrucksvolles Comeback gelungen – dank Sam Smith und anderen Twen-Künstlern.

Von Michael Thiele

Diese Platte ist wahrscheinlich das Beste, was Mary J. Blige passieren konnte. Nicht nur, dass es in ihrer Karriere zuletzt stetig bergab ging und faktisch alle ihre Singles der letzten zehn Jahre in ihrer amerikanischen Heimat floppten, während sie außerhalb derselben noch nicht einmal wahrgenommen wurden. Irgendwie hatte man dieses Ernste, Schwere, ja Selbstmitleidige in ihrer Musik, das Albumtitel wie "Growing Pains", "No More Drama" oder "Stronger With Each Tear" unmissverständlich ausstrahlten, auch über.

Jetzt also "The London Sessions". Blige, die jüngst mit den britischen Newcomern von Disclosure und Sam Smith kollaborierte, ist offensichtlich auf den Geschmack gekommen. Denn aus ein paar Tagen in London wurde ein ganzer Monat, den sie vor allem mit den eben genannten, aber auch mit Emeli Sandé und Naughty Boy, im Studio verbrachte. Mit anderen Worten: Hier in der hippen englischen Kapitale traf die zuletzt glücklose 43-jährige Hip-Hop-Soul-Queen auf eine Riege extrem angesagter Twen-Künstler, die auch im Soul, vor allem aber im Bereich elektronischer Musik, sehr produktiv ist.

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Die "London Sessions" sind zweigeteilt

Mary J. Bliges 13. Studioalbum "The London Sessions" ist seit 28. November 2014 im Handel
Mary J. Bliges 13. Studioalbum "The London Sessions" ist seit 28. November 2014 im Handel

Dass dieses Zusammentreffen für alle Mitwirkenden eine Win-Win-Situation ist, wird sofort klar. Der Albumopener "Therapy" bewegt sich musikalisch und textlich zwar noch auf alten Pfaden, aber nicht ohne Ironie. Zu jazzig, funkig scheppernden Klängen singt Mary darüber, dass sie auch zur Therapie gehen könnte, anstatt ihre Tage unglücklich und verbittert zu verbringen – und zwar zweimal am Tag, während Co-Autor Sam Smith im Background mit seiner vertraut hohen Stimme summt. Das alte Elend der Mary J. Blige schimmert also durch, wird aber weich aufgefangen.

Und dann geht plötzlich die Post ab, denn "The London Sessions" sind gewissermaßen zweigeteilt. Ab dem fünften Song wird Bliges Soulgesang von immer stärkeren elektronischen Soundgewänden umhüllt. Los geht's mit "Right Now", das von elektronischen Streichern und Scratching-Samples im Refrain profitiert. Es folgen UK Garage ("My Loving", "Pick Me Up"), Dance ("Nobody But You") und mit dem housigen "Follow" geht es stramm in Richtung Club. Gleichzeitig singt die New Yorkerin über die vertrauten Themen, etwa in "Whole Damn Year" darüber, dass es ein ganzes, verdammtes Jahr gebraucht habe, um ihren Körper zu reparieren und wieder jemandem zu vertrauen.

Mit ihrem 13. Studiowerk gelingt Mary J. Blige, die in den vergangenen 25 Jahren über 50 Millionen Alben verkauft und neun Grammys in so unterschiedlichen Kategorien wie Pop, Gospel und R'n'B gewonnen hat, ein eindrucksvolles Comeback. Auch wenn man sich wünscht, dass die klassischen Songstrukturen manchmal stärker aufgebrochen werden – so bewegen sich die zwölf Nummern alle in einem recht abgesteckten Zeitrahmen zwischen dreieinhalb und viereinhalb Minuten -, um auf diese Weise den erfrischenden Remix-Charakter der Lieder noch zu verstärken, beeindruckt Marys Jubiläumsplatte durch Stimmgewalt und innovative, punktgenaue Produktion.

Links zum Thema:
» In das Album bei Amazon reinhören
» Homepage von Mary. J. Blige
» Fanpage auf Facebook
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Tags: mary j. blige, the london sessions, sam smith
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