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Wo sind Brad und Janet nur reingeraten? (Bild: Nilz Böhme)

Seit über 40 Jahren hält Richard O'Briens Kultmusical die Welt im Bann: Bis Juli 2015 tourt der "Time Warp" wieder durch den deutschsprachigen Raum.

Im Juni 1973 wurde der FC Bayern München zum vierten Mal Deutscher Meister. Im Örtchen Bergisch-Gladbach freute sich die Klum-Familie über Nachwuchs, nämlich die kleine Heidi. Wirklich Revolutionäres ereignete sich aber hinter dem Ärmelkanal: Im angesehenen Royal Court Theatre in London gab es erstmals ein "Science Fiction Double Feature". Und während der FC Bayern die Liga derzeit langweilt und Heidi Klums Model-Show die besten Tage schon hinter sich hat, fliegen bei der "Rocky Horror Show" noch immer fröhlich Reis und Toilettenpapier durch die Gegend. Mehr als 20 Millionen Menschen haben dieses Rockmusical bereits gesehen – und jeden Tag kommen weitere hinzu.

Bereits Ende Oktober ging die Jubiläumstour der Kultshow in Köln los, danach tourte man in die Schweiz. Und überall erhielt das Kultevent in der Presse gute Kritiken. In den nächsten acht Monaten wird die Show noch durch weitere 17 Städte in Deutschland, Österreich, Luxemburg und Italien reisen.

Frank N. Furter verwirrt das Hetero-Paar


Rocky betört die Gemeinde (Bild: Nilz Böhme)

Wer noch nie bei der "Rocky Horror Show" dabei gewesen ist, wird die Begeisterung um die Parodie auf alte Science-Fiction-Filme und B-Horror-Movies nur schwer nachvollziehen können. Zumindest solange, bis er die Show gesehen hat. Die Atmosphäre im Theatersaal ist bei jeder Aufführung magisch: Das Publikum ist nicht nur dabei, sondern mittendrin. Zuschauer werden aufgefordert, Gummihandschuhe, Konfetti, Toilettenpapier, Reis, Spielzeug-Wasserpistolen und eine Zeitung als Regenschutz mitzubringen. Diese werden dann im richtigen Moment interaktiv eingesetzt (Mehr Infos hier). Wer nicht immer genau weiß, wann es soweit ist, keine Angst – es sind immer genug Experten im Publikum.

Stars der Inszenierung sind Harriet Bunton als Janet und David Ribi als ihr Verlobter Brad. Beide geraten (fröhlich trällernd) in die Fänge des promisken, bisexuellen und crossdressenden Wissenschaftlers Frank N. Furter (Rob Fowler), der ihre kleine heterosexuelle Welt gehörig durcheinanderbringt. Besonders goldig ist Schauspieler Vincent Gray, der den blonden Retortenjungen Rocky exzellent darstellt.

Typisch für die Shows ist auch, dass es einen Erzähler gibt, der – wie im Film – die Vorgänge erläutert. Bei dieser Tour wird der Erzähler von mehreren Stars dargestellt, darunter Sky du Mont und Martin Semmelrogge (Mehr Infos hier). Es ist übrigens nicht unhöflich, den Erzähler als Langeweiler zu beschimpfen ("boring"). Das gehört dazu. Wie so vieles in diesem absurdesten und am heißesten geliebten Muscial der Kunstgeschichte. (cw)

Youtube | Eindrücke von der Premiere in Köln
Termine

Wien, Museumsquartier: 20. November bis 14. Dezember
Dortmund, Konzerthaus: 25. bis 31. Dezember
Mannheim, Rosengarten: 2. bis 4. Januar
Bremen, Musical Theater: 6. bis 11. Januar
Düsseldorf, Capitol Theater: 13. bis 18. Januar
Hamburg, CCH: 20. bis 25. Januar
Essen, Collosseum Theater: 28. Januar bis 1. Februar
Berlin, Admiralspalast: 3. bis 15. Februar
Stuttgart, Liederhalle: 17. bis 22. Februar
Luxemburg, Rockhal: 27. Februar bis 1. März
München, Deutsches Theater: 3. bis 22. März
Frankfurt, Alte Oper: 31. März bis 14. April
Bielefeld, Stadthalle: 14. bis 15. März
Oberhausen, König-Pilsener-Arena: 17. bis 19. März
Baden-Baden, Festspielhaus: 22. bis 25. April
Mailand, Teatro della Luna: 5. Mai bis 17. Mai
Graz, Oper: 30. Juni bis 5. Juli


#1 FinnAnonym
  • 30.11.2014, 15:11h
  • Ich hatte schon den Tour-Auftakt in Köln gesehen und muss sagen:
    das ist absolut genial.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Musical-FanAnonym
  • 30.11.2014, 18:58h
  • Die Rocky Horror Show ist ja so ein Stück, was gerne mal von Schultheater-Gruppen, Laienbühnen und Stadttheatern gespielt wird. Da gibt es teilweise gute Inszenierungen, aber auch viel Schrott.

    Aber dies hier ist die offizielle Tour-Version. Das ist eine ganz andere Kategorie. Ich mag den Film z.B. überhaupt nicht, aber diese Bühnenversion ist echt genial.

    Die Darsteller, die Band, Ausstattung, Sound und Licht - alles grandios!

    Und vor allem ist das auch eines der Musicals, was auch vielen Leuten gefällt, die sonst Musicals hassen - weil es musikalisch ein ganz anderer Stil ist.

    Wer die Gelegenheit hat, diese Original-Inszenierung zu sehen, sollte sie sich nicht entgehen lassen!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 HeinerAnonym
  • 01.12.2014, 09:34h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Da kann ich mich nur anschließen.

    Die Show ist wirklich spitze.

    Den Homohassern wird das nicht gefallen. Die werden das als Gender-Propaganda, Homo-Agenda oder was auch immer verleumden.

    Aber für jeden normalen Menschen ist das ein Stück über sexuelle Freiheit, sein Leben zu leben und auszukosten. Und vor allem eine geile Show und ein super Spektakel.

    Mit der zentralen Message "Don't dream it, be it!"
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