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  • 01.12.2014           78      Teilen:   |

Anklage wegen Volksverhetzung

Schwuler AfD-Landeschef gibt auf

Artikelbild
Holger Arppe führt nach der Anklage wegen Volksverhetzung nicht mehr die Landespartei (Bild: AfD Mecklenburg-Vorpommern)

Der wegen Volksverhetzung angeklagte schwule AfD-Chef von Mecklenburg-Vorpommern kandidiert nicht erneut für den Vorsitz – unterdessen lehnt die rechtspopulistische Partei die Abgrenzung zur NPD ab.

Holger Arppe hat am Wochenende beim Landesparteitag der AfD Mecklenburg-Vorpommern in Greiswald nicht erneut für einen der beiden Chefposten kandidiert. Der schwule Politiker begründete seine Rückzug mit seinem Verpflichtungen im Kommunalparlament von Rostock, in das er im Mai gewählt worden war.

Allerdings wird spekuliert, dass der wirkliche Grund für den Rückzug die Anklage Arppes wegen Volksverhetzung ist (queer.de berichtete). Arppe streitet das jedoch ab. Hintergrund: Die Staatsanwaltschaft Rostock beschuldigt den Galeristen, im Kommentarbereich der rechtsextremen Online-Plattform "Politically Incorrect" (PI) jahrelang zur Gewalt gegen Muslime aufgerufen sowie gegen Ausländer gehetzt und demokratische Politiker beleidigt zu haben. Im Falle einer Verurteilung drohen Arppe zwischen drei Monaten und fünf Jahren Haft.

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Arppe: AfD ist "Avantgarde" der Schwarzseher

Der Beschuldigte weist alle Angriffe gegen seine Person als "haltlos" zurück. Während seiner Rede beim Parteitag erklärte er nach Angaben des NDR, dass die Medien und die etablierten Parteien eine Hetzkampagne gegen die AfD betrieben hätten. Dabei seien AfD-Mitglieder in Wirklichkeit die "Avantgarde aller Menschen, die spüren, dass die Bundesrepublik eine unheilvolle Entwicklung" nehmen werde.

Die Landes-AfD wählte erneut Matthias Manthei sowie zum ersten Mal Leif-Erik Holm zu Co-Vorsitzenden. Holm, ein ehemaliger Radiomoderator für den Privatsender Antenne MV, arbeitet inzwischen als Referent für die homophobe AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch, die in Brüssel zuletzt mit ihrem Protest gegen Eurovision-Gewinnerin Conchita Wurst für Aufmerksamkeit gesorgt hatte (queer.de berichtete).

Auf dem Parteitag lehnte der wiedergewählte Manthei eine Abgrenzung zur rechtsextremistischen NPD ab. Er sagte, man wolle die NPD nicht in eine Schublade stecken und anders als die etablierten Parteien unter Umständen für Anträge der Rechtsextremisten in Parlamenten stimmen.

Schwuler AfD-Kandidat in Bremen

In Bremen wurde unterdessen Alexander Tassis, der Bundessprecher der Gruppe "Homosexuelle in der AfD", auf Listenplatz 3 für die Bürgerschaftswahl gewählt. Tassis wäre der erste schwule Abgeordnete der Rechtspopulisten. In einer Pressemitteilung erklärte sein Co-Sprecher Mirko Welsch, dass die "Homosexuellen in der AfD" insbesondere für eine "verlässliche Integrationspolitik" werben würden. Für LGBT-Rechte hatte sich Tassis bislang kaum engagiert. In einem Interview hatte er sich kürzlich gegen eine Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht und gegen die Erwähnung von Homosexuellen im Bildungsplan von Baden-Württemberg ausgesprochen (queer.de berichtete).

Im kleinsten deutschen Bundesland wird im Mai 2015 eine neue Bürgerschaft gewählt. (dk)

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Tags: afd, greifswahl, mecklenburg-vorpommern, holger arppe
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Reaktionen zu "Schwuler AfD-Landeschef gibt auf"


 78 User-Kommentare
« zurück  12345678  vor »

Die ersten:   
#1
01.12.2014
16:02:58


(-8, 14 Votes)

Von Ein Hetero fragt


Sichtbarkeit in allen Bereichen, ist es nicht das was ihr wollt?


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#2
01.12.2014
16:10:12


(+8, 8 Votes)

Von MichaelTh
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Boah, mir kommt das Kotzen!


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#3
01.12.2014
16:12:50


(+15, 15 Votes)

Von Sven89
Antwort zu Kommentar #1 von Ein Hetero fragt


Genau. Darum macht queer.de die AfD bis in die unteren Klitterungen möglichst sichtbar und leuchtet alle Ecken und Gruften aus.


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#4
01.12.2014
16:49:30


(+8, 14 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013
Antwort zu Kommentar #1 von Ein Hetero fragt


Verabschiede Dich bitte zuerst einmal von diesem "ihr". LGBTI sind keine homogene Masse, genauso wenig, wie Heteros alle gleich sind, die selben Interessen teilen und die selben Ziele verfolgen.

Davon abgesehen gibt es, was durch die AFD-Homos prima aufgezeigt wird, überall übelstes Gesocks und ich finde gut, daß sowas nicht einfach unter den Teppich gekehrt wird.


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#5
01.12.2014
17:54:28


(-4, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Im Knast kann er über seine sprachlichen Fehler mal nachdenken!


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#6
01.12.2014
18:25:01


(+7, 11 Votes)

Von userer
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Die AfD sucht erklärtermaßen die Abstimmungsnähe zur NPD. Endlich fällt die Maske und die hässliche AfD-Fratze zeigt sich. Sehr gut!


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#7
01.12.2014
18:47:22


(+7, 11 Votes)

Von Yannick


"unterdessen lehnt die rechtspopulistische Partei die Abgrenzung zur NPD ab."

Wenn die AfD sich jetzt nicht mal mehr von der NPD abgrenzen will, ist die AfD jetzt endgültig von der rechtspopulistischen Partei zur rechtsextremen Partei geworden.


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#8
01.12.2014
18:58:54


(+6, 10 Votes)

Von Fennek


Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich bei der AfD kotzen will. Das ist letztlich nichts anderes als die NPD im Schafspelz.


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#9
01.12.2014
19:03:04


(+3, 5 Votes)

Von klimaforscher


" Tassis wäre der erste schwule Abgeordnete der Rechtspopulisten. "

Link zu www.siegessaeule.de


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#10
01.12.2014
19:22:19


(+9, 9 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Ein Hetero fragt


"Sichtbarkeit in allen Bereichen, ist es nicht das was ihr wollt?"
ja, das ist die kehrseite der medallie - auch wenns schwer fällt, unter uns schwulen gibts anteilig genau so viele deppen wie bei den heteros.


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