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"Von Mädchen und Pferden"

Ein Ponyhof mal ohne Klischees


In ihrem neuen Film erzählt die lesbische Regisseurin Monika Treut eine Liebesgeschichte zwischen Pferden, Frauen und Mädchen (Bild: Edition Salzgeber)

Jetzt im Kino: Monikas Treuts neuer Film "Von Mädchen und Pferden" erzählt eine Coming-of-Age-Geschichte in einer Gemeinschaft (fast) ohne Jungs und Männer.

Alex, eine 16-jährige Schulabbrecherin, wird von ihrer Adoptivmutter zu einem Praktikum auf einem Pferdehof in der Nähe der Nordsee abgeschoben. Dort soll sie endlich feste Strukturen kennenlernen.

Alex ist zunächst wenig begeistert – Rauchverbot, kaum Handyempfang, vor sieben aufstehen und viel Arbeit. Aber eben auch: Pferde sowie ein freier Blick auf Horizont und Meer. Und dann ist noch die charismatische Reitlehrerin Nina, Anfang 30 und offen lesbisch, die sich eine Auszeit vom Stadtleben und ihrer Partnerin Christine nimmt.

Gerade hat Alex eine erste Annäherung an Nina gewagt, als Kathy, ein 16 Jahre alter Feriengast aus reicher Familie, mit ihrem eigenen Pferd auf dem Hof ankommt. Kathy ist eine gute Reiterin, aber sie ist auch ein sensibles, einsames Mädchen, das ihre Identität sucht.

Aus anfänglicher Eifersucht entwickelt sich zwischen den beiden Mädchen eine Freundschaft. Die sinnliche Ausstrahlung der Pferde ist dabei das Medium, in dem sich die jungen Frauen öffnen können. Und schon bald finden sie mehr Gemeinsamkeiten als nur die Liebe zu den Tieren…

Das "Bonding" zwischen Mädchen und Tieren


Poster zum Film: Bundesweiter Kinostart ist am 4. Dezember 2014

Monika Treuts neuen Film "Von Mädchen und Pferden" werden vor allem diejenigen lieben, die sich als Teenager ein eigenes Pony wünschten. Auch die radikal-feministische Underground-Regisseurin hat eigene Erfahrungen aus ihrer Zeit des Erwachsenwerdens künstlerisch umgesetzt: "Ich war fasziniert von der Gemeinschaft von Mädchen und Pferden, es war eine Gemeinschaft ohne Jungs und Männer, ein 'Bonding' zwischen den Tieren und den Mädchen und Frauen", erinnert sich Treut. "Dass ich mit meiner Faszination nicht alleine war, zeigt die große Anzahl von Pferdebüchern und -filmen, in denen es um diese Beziehungen geht."

Doch "Von Mädchen und Pferden" ist alles andere als ein klassischer Ponyhof-Film. Monika Treut verzichtet auf die üblichen Klischees und bietet stattdessen eine sensibel erzählte Coming-of-Age-Story, die auf schöne Bilder nicht verzichtet.

Als "gefährdeter Teenager zwischen apathischen Eltern, schulischem Druck und Gender- und Identitätsproblemen" habe ihr der intensive Kontakt zu Pferden und gleichaltrigen Mädchen ein anderes Selbstbewusstsein gegeben, blickt Treut auf ihre Jugend zurück: "Die Körperlichkeit und Energie des Reitens, das Pflegen und Zähmen der scheuen und starken 'Fluchttiere' hatte eine eigene Erotik, die uns bezauberte und erdete. Aus dieser unschuldigen, energetischen Perspektive wollte ich einen einfachen Film erzählen: wie ein 'troubled teenager' durch den Kontakt mit den Pferden langsam fähig wird, eine Beziehung zu sich selbst aufzunehmen und Vertrauen zu anderen aufzubauen." (cw/pm)

Vimeo | Offizieller Trailer zum Film
Infos zum Film

Von Mädchen und Pferden. Spielfilm. Deutschland 2014. Regie: Monika Treut. Darsteller: Ceci Chuh, Alissa Wilms, Vanida Karun, Ellen Grell, Ulrike Ehlers, Peter Möller Ehlers. Laufzeit: 85 Minuten. Sprache: Deutsch. Verleih: Edition Salzgeber. Bundesweiter Kinostart: 4. Dezember 2014
Galerie:
Von Mädchen und Pferden
10 Bilder


#1 GengaryProfil
#2 ChuckNorrisAnonym
#3 permutationAnonym
  • 03.12.2014, 13:37h
  • Zugegeben, das Thema ist trivial und eigentlich nicht wert, sich viele Gedanken darüber zu machen.
    Trotzdem ist es, wann immer eine Formulierung wie "(fast) ohne Jungs und Männer" auftaucht, sehr hilfreich, einfach mal die Geschlechter auszutauschen und sich vorszustellen, aus welchen Ecken man dann schrilles Empörungsgebrüll hören müßte.
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#4 ChuckNorrisAnonym
#5 GengaryProfil
#6 GengaryProfil
#7 ChuckNorrisAnonym
  • 04.12.2014, 07:44h
  • Antwort auf #6 von Gengary
  • Du hast Recht, Gengary. Ich hab den Humor und feinen Witz tatsächlich übersehen. Passiert mir manchmal, wenn ich 'böse Schwiegermutter'-Witze und andere misogyne Heiterkeiten höre oder lese. Sorry.
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#8 Alte TunteAnonym
  • 13.12.2014, 13:42h
  • Warum soll es nicht auch Wohlfühlkino mit ein klein wenig lesbischem Touch geben? Wie absolut harmlos es hier in jeder Hinsicht zugeht, hat allerdings die FSK bestätigt: der Film ist ohne Altersbeschränkung freigegeben worden.
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