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  • 03.12.2014           11      Teilen:   |

Beschwerdeverfahren

Urteil: Transmann bleibt im Geburtenregister eine Mutter

Artikelbild
Eine Mutter, die nach dem Gesetz ein Mann ist, darf trotzdem kein Vater sein, entschied das Berliner Kammergericht

Das Berliner Kammergericht hat in einem Beschwerdeverfahren entschieden, dass eine gebärende Person für ihr Kind nicht als Vater eingetragen werden kann.

Eine ursprünglich als Frau geborene Person ließ ihre weiblichen Vornamen im Jahr 2010 in männliche ändern und ist aufgrund rechtskräftigen Beschlusses des Amtsgerichts Schöneberg vom 11. April 2011 als dem männlichen Geschlecht zugehörig anzusehen. Nach Absetzung von Hormonen gebar die Person im Frühjahr 2013 ein Kind und begehrte ihre Eintragung im Geburtenregister als Kindesvater mit den neuen männlichen Vornamen.

Das Amtsgericht Schöneberg hat mit Beschluss vom 13. Dezember 2013 das Standesamt angewiesen, die Gebärende als Kindesmutter mit den ursprünglichen weiblichen Vornamen einzutragen. Dagegen richtete sich die Beschwerde des Betroffenen und des Kindes, die das Kammergericht nun mit Beschluss vom 30. Oktober 2014 zurückgewiesen hat. Die Pressestelle hat das Urteil erst am Dienstag veröffentlicht (PDF).

Nach Sinn und Zweck von § 5 Abs. 3 und § 11 Transsexuellengesetz bleibe der Status des Betroffenen als Vater oder Mutter im Verhältnis zum leiblichen Kind unberührt von einer Geschlechtsänderung, so das Kammergericht. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Elternteils werde im Hinblick auf die Ordnungsfunktion des Personenstandsrechts und die Grundrechte des Kindes nicht verfassungswidrig eingeschränkt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Rechtsbeschwerdefrist läuft noch bis Mitte Dezember 2014. (cw/pm)

Links zum Thema:
» Das Urteil als PDF
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Tags: kammergericht, geburtenregister, transmann
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Reaktionen zu "Urteil: Transmann bleibt im Geburtenregister eine Mutter"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
03.12.2014
15:46:50


(+4, 6 Votes)

Von GeorgB


Wäre da nicht eine andere Lösung möglich gewesen? Wenn die Person, die ein Kind gebiert, im Verhältnis zum Kind "Mutter" ist, kann ja auf der Geburtsurkunde das Feld "Mutter" benutzt werden. Da die "Mutter" in diesem Fall aber männlich ist und einen männlichen Vornamen hat, wird dieser männliche Vorname im Feld "Mutter" eingetragen. Damit wäre dann Klaus "Mutter" von Klein-Sven. Er hätte damit gegenüber dem Kind alle Mütter-Pflichten und Mütter-Rechte, die er als Vater nicht hätte, so dass das Kindeswohl nicht gefährdet ist. Damit wäre dann doch eigentlich allen Interessen Rechnung getragen, insbesondere die im Urteil dargelegten Probleme wären damit aus der Welt.


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#2
03.12.2014
16:34:59


(-3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Richtiges Urteil!


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#3
03.12.2014
17:03:07


(+2, 4 Votes)

Von Harkness


Was soll denn dieses hin und her?
Entweder man ist ein Mann und wird als solcher auch anerkannt oder man ist es nicht. Wenn die Personenstandsänderung durch ist, können sie doch nicht einfach wieder den weiblichen Namen eintragen, nur weil die Person ein Kind geboren hat. Die Natur kennt reichlich Variation, nur der Mensch muss alles wieder in hinderliche Bürokratie mit Labels packen, damit es SO und nicht anders läuft. *kopfschüttel* Traurig.


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#4
03.12.2014
18:20:11
Via Handy


(-3, 5 Votes)

Von NIck


Ist auch richtig.
Er hat das Kind damals geboren. Wenn man ein Kind zur Welt bringt ist man die Mutter des Kindes und das wird sich nicht ändern, egal ob man danach eine Geschlechtsanpassung macht oder nicht.
Er ist jetzt sogesehen eine männliche Mutter. Der Vater des Kindes ist er nicht.


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#5
03.12.2014
19:42:32


(+2, 4 Votes)

Von Harkness
Antwort zu Kommentar #4 von NIck


Wenn er eine männliche Mutter ist, wieso war es dann nötig, den WEIBLICHEN Vornamen einzutragen?

Ich sehe hier ehrlich gesagt eine ganz starke Arroganz gegenüber Trans* Personen an - denn in dem Fall wird so getan, als hätte es niemals eine Geschlechtsangleichung gegeben.
Was ist so schlimm daran, ihn als Vater einzutragen? Bei den Seepferdchen gebären auch die Männchen die Kinder. Kümmerts die Seepferdchen? Nö.
Also warum das Drama dann bei Trans* Personen?


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#6
03.12.2014
19:56:25


(+1, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von FoXXXyness


Und Du kannst das sicher auch verständlich erklären ?

Ich kann es nämlich nicht nachvollziehen warum der männliche Vorname nicht eingetragen werden darf, denn das so genannte Transsexuellen-Gesetz zwingt dazu ALLE Urkunden zu ändern..

Da ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen..


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#7
03.12.2014
21:38:57


(+3, 3 Votes)

Von Asta D


Das Problem haben ähnlich viele Transeltern, einschließlich mir, die vor ihrem Coming-Out Kinder bekommen haben. Die Genurtsurkunde wird nicht geändert, wie ja gesagt zum Wohle des Kindes.
Das absurde dabei ist aber, dass, wenn gleichgeschlechtliche Paare durch Stiefkindadoption ein Kind haben, diese auch als Eltern eingetragen werden. Bis 2009 war das so, dann gab es eine Änderung im Personenrwcht, da wurde es umständlicher, aber nach einer Klage muss nun wieder von Eltern gesprochen werden. Die leiblichen Eltern werden ja im Geburtenregister oder in der Abstammungsurkunde genannt. Aber warum geht das bei Transeltern nicht auch? Das hätte uns viel Streß bei der Schulanmeldung erspart, und was mein Zwangsouting mit dem Wohle meines Kindes an der Schule zu tun hat,erschließt sich mir nicht.


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#8
04.12.2014
10:18:05


(+3, 5 Votes)

Von MarleneBerlin
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2011


Lasst die doch da reinschreiben was die wollen. Du bist Du, ob Mann oder Frau oder wie du fühlst. Stell dir vor wir lassen und jetzt wöchentlich aumwandeln, dann kommen die mit dem Schreiben nicht mehr nach. ich werde fast jeden Tag gefragt ob ich einen Pimmel habe. Ich sage dann immer, wenn die Frage blöd kommt. Schau bitte mal nach, ich habe mich noch nie getraut. Was meinste wie die glotzen.


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#9
06.12.2014
16:41:04


(+3, 3 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Das hängt wahrscheinlich an bürokratischer Korinthen-Klauberei und weil der Zeitpunkt der Schwangerschaft/Geburt entscheidet, also das Kind VOR der Anpassung geboren/ausgetragen wurde.

Ist ja bekannt, dass in D alles seine Ordnung haben muss, und sei sie auch noch so absurd oder umständlich strukturiert. Solange die Menschen ihre Grenzen in den Köpfen nicht ablegen oder überwinden können, wenn es um das so oft zitierte und instrumentalisierte Wohl von Personen geht, wird sich an der Engstirnigkeit wahrscheinlich lange nichts ändern, mit der in solchen Fällen Entscheidungen getroffen werden.

Die Person ist laut Dokumenten dann nicht nur als Trans-Mann irgnoriert, sie hat praktisch zwei Geschlechter, und das zeitversetzt.


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#10
06.12.2014
17:01:05


(+1, 3 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #9 von Homonklin44


- vornamensänderung: 2010
- offizielle geschlechtsänderung zu "männlich": 2011
- geburt: 2013

mir ist auch nach dem lesen der begründung nicht klar, wessen recht hier eigentlich geschützt werden soll. mir erscheint es ignorant, die offenkundigen konkreten bedürfnisse der familie (auch des kindes!) hinter dogmatische auffassungen von geschlecht hintanzustellen.


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