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Haralambos Athanasiou sorgt sich, dass Schwule und Lesben demnächst auch noch Kinder adoptieren könnten

Das Land habe es auch nicht "eilig", schwulen und lesbischen Paaren die Eintragung einer Lebenspartnerschaft zu ermöglichen, sagte Charalambos Athanasiou.

Der Justizminister Griechenlands hat in einem TV-Interview gesagt, dass seine Regierung keine Öffnung der Ehe für lesbische und schwule Paare plane. "Wir sind ein Land, dass Tradition und die menschliche Natur respektiert", sagte Charalambos Athanasiou im "Mega Channel". "Ich werde das nicht weiter diskutieren."

Anlass für die Äußerung des konservativen Politikers ist ein seit Monaten schwelender Streit um die Frage, wie man ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte umsetzen soll. Der hatte im November 2013 geurteilt, dass der Ausschluss von Homo-Paaren vom Institut einer Lebenspartnerschaft diskriminierend sei (queer.de berichtete).

Neben Litauen ist Griechenland der einzige EU-Staat, der neben der Ehe ein weiteres Institut bietet, das nur heterosexuellen Paaren offen steht. Straßburg hatte den vier klagenden Paaren Schmerzensgeld zugesprochen und eine gesetzliche Neuregelung angemahnt.

Athanasiou, ein Mitglied der liberal-konservativen Partei "Neue Demokratie", die ein Teil der Europäischen Volkspartei ist, sagte in dem Interview auch, man sei "in keiner Eile" für eine Neuregelung des Lebenspartnerschaftsgesetzes. Diese sei "keine einfache Aufgabe": "Wir müssen das von einer religiösen, politischen und sozialen Perspektive aus betrachten".

Es sei "gefährlich", hier nur an die Partnerschaft zu denken, so Athanasiou. "Das Problem ist: Was werden die Konsequenzen sein? Werden wir soweit gehen, als nächstes über die Adoption von Kindern zu sprechen?"

Die griechische Regierung, eine große Koalition unter dem konservativen Ministerpräsidenten Andonis Samaras, hatte ursprünglich geplant, die Öffnung der Lebenspartnerschaft im Rahmen eines Gesetzes gegen Diskriminierung und Hassgewalt umzusetzen. Auf Druck der orthodoxen Kirche und wegen des Widerstandes mehrere konservativer Abgeordneter wurde die Änderung aber laut Medienberichten im September "in letzter Sekunde" gestrichen (queer.de berichtete).



#1 FIETEProfil
  • 03.12.2014, 17:49hEschenburg
  • Na ja, dann lehnen wir... die Eu...,eben mal die für Griechenland so wichtigen Finanzspritzen , '' kategorisch ''..ab !

    Ob Katholiban, Orthodoxen und die ganzen Anderen...., unsere Steuergelder ,jaa...die nehmen sie .

    Komisch auch , dass die EU Gesetze und Richtlinien vefasst. Deren Umsetzung aber selten mit Nachdruck verfolgt.
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#2 RobinAnonym
  • 03.12.2014, 18:11h
  • "Das Land habe es auch nicht "eilig", schwulen und lesbischen Paaren die Eintragung einer Lebenspartnerschaft zu ermöglichen"

    Nur von anderen Staaten Geld zu kassieren, damit das weiter in deren korruptes System fließt und Griechen weiterhin mit 55 in Rente gehen können - damit haben die es SEHR eilig...
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#3 8uzhg3ftAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 03.12.2014, 20:22h
  • Antwort auf #2 von Robin
  • Die EU hat einen großen Fehler gemacht: sie hätte Griechenland in den Staatsbankrott manövrieren und aus der Eurozone werfen sollen! Der Staat hat sich den durch dubiose Mittel erschlichen!
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#5 Oliver43Anonym
  • 03.12.2014, 20:58h
  • Antwort auf #4 von FoXXXyness
  • Griechenland ist leider heutzutage ein "durch und durch" korruptes Land, das sich den EURO nur durch Betrug erschlichen hat.

    Auch sonst ist dieses Land in Europa mittlerweile sehr weit wirtschaftlich und gesellschaftlich zurückgefallen.

    Sehr bedauerlich, wenn man bedenkt, welchen Status dieses Land in der Antike hatte und dort Inseln wie Mykonos und Lesbos (griechische Dichterin Sappho) liegen. Bei einer solchen Geschichte könnte man denken, das dieses Land an der Spitze der modernen Gesellschaften liegt, aber das Gegenteil ist der Fall.

    Der Fall Griechenlands nach dem Ende der Antike war sehr massiv und die Auswirkungen des islamisch geprägten Osmanischen Reiches wirken bis heute sehr negativ auf Griechenland nach.

    Schade, schade, schade....welch eine Geschichte und welch ein Elend heute dort.
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 03.12.2014, 21:11h
  • Wenn man an die homoerotische Tradition Griechenlands denkt, dann zeigt das, dass der Minister die Tradition seines eigenen Landes eben nicht kennt.

    Das ist leider symptomatisch für das Griechenland von heute, das nur noch ein Schatten seiner großen Vergangenheit ist.

    Es war einmal die Avantgarde der europäischen Kultur, heute taugt es leider nicht mal mehr zum Schlusslicht.
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#7 KnisfoAnonym
#8 Harry1972Profil
  • 03.12.2014, 22:37hBad Oeynhausen
  • Macht doch bitte nicht den Fehler, alle Griechen über einen Kamm zu scheren, bloß weil da religiöse Faschisten und gierige Politiker am Werke sind.
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#9 Mister_Jackpot
  • 03.12.2014, 23:39h
  • Ich bin Halbgrieche (Halbdeutscher) und mein Vater ist Grieche, daher kenne ich das Land gut (bin 1x im Jahr dort im Sommer) und weiss, dass es innerhalb der griechischen Gesellschaft trotz der Krise eine positive Entwicklung gegeben hat. Dass allein eine öffentliche Diskussion in Griechenland darüber stattfindet (auch im TV mit positiven Statements zur Homosexualität, im gegensatz zu Russland z.B.) wäre noch vor 15 Jahren unmöglich gewesen und selbst die Krise kann diese positive Entwicklung bisher nicht aufhalten. Vor allem die jüngeren Griechen werden immer offener, was ich selbst spüre wenn ich da bin. Das Problem im Land ist die orthodoxe Kirche in erster Linie deren Macht so langsam bröckelt, da viele Menschen sich auch dort nicht mehr verarschen lassen. Es gibt zwei große Prides pro Jahr in Griechenland...einen in Athen seit über 10 Jahren und seit ich glaube zwei Jahren auch in Thessaloniki im Norden des Landes und sie werden immer größer. Anstatt also hier das typische Griechenbashing zu betreiben sollte man eher die offenen Kräfte in dem Land mit positivem Zuspruch international stärken. Dann ist hoffentlich irgendwann Schluss mit den vielen Doppelleben griechischer "Familienväter", die nebenher noch ein zweites verstecktes schwules Leben führen. Auch mir ist es schwer gefallen zu mir zu stehen und die griechische Verwandtschaft weiss sogar bis heute nichts offiziell....aber ich habe zumindest vor das zu verändern, da ich in Deutschland sehr offen lebe und auch einen festen Partner habe mittlerweile. Am Ende lebt man nur einmal und das sollte man sich auch als griechischer schwuler Mann vor Augen haltn...ewiges Versteckspielen macht kaputt udn einsam ist meine Erfahrung.....trotzdem muss man es grad bei älteren trditionsbewussten Familienmitgliedern ganz behutsam angehen und nicht mit der Holzhammermethode! ;) Ich hoffe ich finde da den richtigen Weg für meine griechischen Verwandten noch, denn eins ist sicher: Ich will meinen Typen auch irgendwann mal mit in mein Dorf auf ner griechischen Insel nehmen können auf Urlaub....ohne mich zu verstecken. Und ich setze auf die positiven Gesellschaftsentwicklungen im Land. Wie immer hinkt halt wie in Deutschland die Politik in Griechenland den gesellschaftlichen Realitäten stark hinterher. Also bitte denkt nicht zu negativ von dem Land. Ich bin jedenfalls positiv gestimmt.
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#10 kuesschen11Profil
  • 03.12.2014, 23:48hDarmstadt
  • Athanasiou ist eben auch im Sinne von griechischer Tradition kein Demokrat und man sollte ihn als Justizminister "kategorisch" ablehnen.

    Die ganze Skandal-Politik wird in Griechenland eben stark von der orthodoxen Kirche beeinflusst, die die Menschenrechte für LGBTs missachtet, diskriminiert und verletzt.
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