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Man ist sie mittlerweile gewöhnt, all die manipulativen Berichte über "Eurosodom" und "Gayropa" auf vielen russischen Kanälen (von der Behandlung anderer Themen ganz zu schweigen). Selten hat sich aber ein TV-Sender derart blamiert wie der staatliche Kanal Rossija-1 am Sonntag.

In der TV-Sendung "Special Correspondent" wurde in einem Einspielfilm über die angebliche Erziehung von Kindern in Norwegen berichtet. Neben den in diesen Fällen obligatorischen Bildern von einem Christopher Street Day wurde auch ein vermeintliches Aufklärungsbuch gezeigt (interessanterweise nicht in Landessprache, aber wer kann das schon wissen).



"In der ersten Klasse müssen Kinder alles über Sex wissen", heißt es dazu aus dem Off, "für Schulen empfohlene Bücher schockieren selbst manche Eltern." Eine Kronzeugin sagt dazu: "Das Aufbrechen von Gender-Sterotypen ist ein Teil dieser Programme. Eine Person, ein Kind kann sein eigenes Geschlecht aussuchen." Der Reporter kritisiert dann einen Werteverfall, der die Institution der Ehe verwische. Soweit könnten das auch deutsche Bildungsplan-Gegner behaupten.

Ohne sich zu beschweren, übernehme Europa Erfahrungen aus den USA, sagt der Reporter dann allerdings zu den nächsten Bildern: Gezeigt wird, wie ein Vater seinen Sohn mit einer mit Penissen dekorierten Kinderzimmerwand überrascht. "Sollte so ein Kinderzimmer aussehen?", fragt die Stimme aus dem Off dazu.

Und hier nun das Video, das man gesehen haben muss. Es ist nachträglich verpixelt worden – und zeigt ab der 53. Sekunde das von russischen Bloggern aufgefundene Originalvideo der Überraschung:

Bei dem Original handelt es sich um Amateuraufnahmen, die das US-Unternehmen Fathead, das die großen Vinyl-Grafiken vertreibt, zu Werbezwecken aufgekauft hat. Es findet sich bereits seit zwei Jahren im Youtube-Kanal des Unternehmens. Fathead hat inzwischen angekündigt, juristisch gegen die "betrügerische Änderung" vorzugehen, da sie "hasserfüllt und intolerant" sei. Immherin: Auch viele russische Medien berichteten am Mittwoch von der angekündigten Klage.

"Special Correspondent" hatte im letzten Jahr schon einmal Schlagzeilen gemacht: In einer Sendung ging es nur um die LGBT-Bewegung, dazu wurden etwa heimliche Mitschnitte eines Aktivistentreffens gesendet, als handele es sich dabei um eine illegale Organisation (queer.de berichtete). Der frühere Vizedirektor des Senders, Dmitri Kiseljow, sagte in einer anderen Sendung, dass man die Herzen von Schwulen nicht für Organtransplantationen nutzen sollte.

Kiseljow ist inzwischen Leiter des Medienunternehmens Rossija Sewodnja, das den internationalen Propagandasender RT (früher Russia Today) betreibt sowie die Nachrichtenagentur Sputnik (früher Ria Novosti) und den Radiosender gleichen Namens (früher Stimme Russlands). Wegen Regierungspropaganda war Kiseljow im März von der Europäischen Union mit Sanktionen belegt worden.

Mehr zur Behandlung von LGBT-Themen im russischen Fernsehen in diesem Interview mit Wanja Kilber von Quarteera. (nb)



#1 -hw-Anonym
#2 Sveni MausiAnonym
  • 04.12.2014, 06:17h
  • Echt grausam!
    Dem armen Jungen so ein blödes Auto hin zu kleben statt geiler Männerkörper!
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#3 NicoAnonym
  • 04.12.2014, 08:14h
  • So ist das halt, wenn alle unabhängigen Journalisten vertrieben, interniert oder ermordet werden und es keinen seriösen, unabhängigen Journalismus mehr gibt.

    Da werden dann irgendwelche Homohasser zu Redaktionsleitern, die die homophobe Linie des Regimes stützen um von den wahren Problemen des Landes abzulenken.
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#4 ManipulationAnonym
  • 04.12.2014, 08:23h
  • Antwort auf #3 von Nico
  • Genau das ist der Punkt.

    Dieser Homohass wird geschürt, um von den wahren Problemen abzulenken bzw. einen Schuldigen zu suchen.

    Willst Du Dein Volk auf Linie bringen, gebe Ihnen einen gemeinsamen Feind.
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#5 schwarzerkater
  • 04.12.2014, 08:25h
  • Antwort auf #3 von Nico
  • "So ist das halt, wenn alle unabhängigen Journalisten vertrieben, interniert oder ermordet werden und es keinen seriösen, unabhängigen Journalismus mehr gibt." stimmt, leider

    und wer als journalist solche manipulierten und gefakten "nachrichten" verbreitet, der ist KEIN mitläufer mehr, sonder aktiver hassprediger.
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#6 versandAnonym
  • 04.12.2014, 08:54h
  • Artikel versenden!!!

    E-mail:
    Allgemein/ General: info@rtde.tv

    ___________________

    "Der fehlende Part Was machen wir anders?

    Unser Ziel ist es, eine Gegenöffentlichkeit herzustellen sowie Medienmanipulationen aufzuzeigen. In diesem Sinne werden wir Stimmen zu Wort kommen lassen, die eine alternative, unkonventionelle Sichtweise präsentieren. Unser Leitbild lautet: Wir zeigen den fehlenden Teil zum Gesamtbild. Also genau jenen Part, der sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird."

    www.rtdeutsch.com/uber-uns/
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#7 KindAnonym
  • 04.12.2014, 09:15h
  • Antwort auf #6 von versand
  • www.youtube.com/watch?v=ckUNLfb--pA

    Ich halte es für einen großen politischen Fehler, Sanktionen gegen Russland als Land zu verhängen, sagte Chodorkowski am Dienstag vor dem Europaparlament. Die Sanktionen gegen die russische Wirtschaft insgesamt scheinen mir sinnlos. Die Logik, dass das russische Volk, wenn es schlechter lebt, schneller einsieht, dass es schlechte Machthaber gewählt hat, halte ich für völlig unakzeptabel. Chodorkowski warnte, das russische Volk von Europa wegzustoßen, plädierte zugleich für härtere persönliche Sanktionen gegen korrupte Beamte und deren Geschäftspartner. Der kulturelle und wissenschaftliche Austausch und Bildungskooperation hingegen dürften nicht betroffen sein. Er rief Europa zu einer klügeren, fairen und differenzierteren Politik auf. Russland und Putin sind nicht dasselbe. Putin wird über kurz oder lang gehen. Russland wird bleiben und einen Platz in einem Großen Europa suchen, so Chodorkowski. Ich rufe auf, keine Doppelstandards gegenüber den Ereignissen in Russland anzuwenden.

    www.khodorkovsky.com/featured-articles/khodorkovsky-at-europ
    ean-parliament-the-putin-doctrine-and-european-security/


    Lieber Gott mit Christussohn,
    Ach schenk mir doch ein Grammophon.
    Ich bin ein ungezognes Kind,
    Weil meine Eltern Säufer sind.

    Verzeih mir, daß ich gähne.
    Beschütze mich in der Not,
    Mach meine Eltern noch nicht tot
    Und schenk der Oma Zähne.

    www.taz.de/uploads/images/684x342/cyber_hb_marieluisebeck_dp
    a.jpg
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#8 -hw-Anonym
#9 TimonAnonym
  • 04.12.2014, 11:08h
  • Wie die die Fakten verdrehen und lügen müssen, um ihren Homohass zu rechtfertigen, ist schon fast peinlich.

    Das Problem ist nur, dass dieses Land so unfrei ist und andere Meinungen unterdrückt werden, dass das wirklich auch noch geglaubt wird.

    Und auch hierzulande wird ja z.B. wenn es um Aufklärung an Schulen geht, gelogen, dass sich die Balken biegen. Auch in Stuttgart wird auf den Demos der Homohasser regelmäßig behauptet, der Bildungsplan enthalte das Vorführen von Pornofilmen im Unterricht oder den Zwang zu Sexspielen zwischen den Schülern.

    Da sieht man, dass man auch hierzulande viel mehr gegen diese Lügen und Manipulationen der Homohasser machen muss...
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