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  • 05.12.2014           46      Teilen:   |

Republik Irland

Katholische Kirche: Verheiratete Homo-Paare schaden Gemeinwohl

Artikelbild
Erzbischof Eamon Martin ist seit September Chef der irischen Bischofskonferenz und fährt die homophobe Kampagne der Kirche gegen die Ehe-Öffnung fort. Sein Vorgänger Seán Brady trat nach fast zwei Jahrzehnten im Amt zurück, nachdem ihm vorgeworfen wurde, Kindesmissbrauch in seiner Diözese vertuscht zu haben. (Bild: Ard-Deoise Ard Mhacha)

Vor dem Referendum zur Ehe-Öffnung in Irland lässt die katholische Kirche in 1.300 Gemeinden 16-seitige Pamphlete verteilen, in der die Minderwertigkeit von Homo-Paaren betont wird.

Wahlkampf in der Republik Irland: Vor dem für das Frühjahr 2015 anberaumten Volksentscheid zur Öffnung der Zivilehe für Schwule und Lesben hat die katholische Bischofskonferenz eine Werbebroschüre (PDF) herausgegeben, in der gegen die Gleichbehandlung Stimmung gemacht wird. "Es wäre eine erhebliche Ungerechtigkeit, wenn der Staat die Einzigartigkeit der Rolle von Ehemann und Ehefrau und die Wichtigkeit von Müttern und Vätern in unserer Gesellschaft ignoriert", heißt es in dem Pamphlet, das auf Englisch, Irisch und Polnisch veröffentlicht wurde.

Zwar müsste der gemeine Katholik laut Katechismus Homosexuellen mit "Sensibilität, Mitgefühl und Respekt" ("sensitivity, compassion and respect") begegnen, allerdings müssten diese deshalb nicht gleichbehandelt werden: "Es mangelt niemandem an Sensibilität und Respekt für Menschen, die homosexuell sind, wenn man deutlich macht, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften grundsätzlich und objektiv anders sind als verschiedengeschlechtliche Beziehungen", heißt es in dem Text. Schließlich erkenne die Gesellschaft einen Wert darin, dass Kinder von Müttern und Vätern großgezogen werden würden. "Das ist ein grundsätzlicher Baustein der Gesellschaft und leistet einen einzigartigen und nicht zu ersetzenden Beitrag für das Gemeinwohl."

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Kirche: Heiratende Homos nehmen Heteros die "Einzigartigkeit"

Wenn Homosexuelle heiraten dürften, würden heterosexuelle Eltern nicht mehr als "Grundlage der Gesellschaft" angesehen, so die Kirche weiter. Die Hetero-Ehe, die "die Liebe Christi für uns" reflektiere und für die der Gottessohn am Kreuz gestorben sei, sei damit nicht mehr "einzigartig" und würde entwertet.

In Umfragen befürworten zwei Drittel bis drei Viertel der Iren die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben. Wenn die Kirche jedoch viele Homo-Hasser an die Wahlurnen lockt, könnte das Ergebnis knapper ausfallen. Die katholische Kirche im Land hat allerdings erheblich an moralischer Autorität eingebüßt, nachdem 2009 herauskam, dass die Bischöfe jahrzehntelang den Missbrauch von Kindern durch Pfarrer vertuscht hatten.

Unverständnis bei LGBT-Aktivisten

In der Broschüre wird illustriert, dass man die heterosexuelle Familie vor bösen Homos schützen muss
In der Broschüre wird illustriert, dass man die heterosexuelle Familie vor bösen Homos schützen muss

LGBT-Aktivisten bezeichneten die politische Stellungnahme der Kirche als unverständlich: "Wenn schwule und lesbische Paare füreinander eintreten und heiraten, dann stärkt das doch den Status der Ehe in der irischen Gesellschaft", erklärte Kieran Rose vom "Gay and Lesbian Equality Network". Richard O'Leary, der Chef der anglikanischen LGBT-Gruppe "Changing Attitude Ireland", erklärte, dass viele Christen die politischen Ansichten der katholischen Bischöfe ablehnten: "Als Mitchrist respektiere ich das Recht der katholischen Bischöfe zu entscheiden, wer in der Kirche heiraten darf. Aber sie sollen nicht diskriminieren dürfen und entscheiden, welche irischen Bürger Zugang zur Zivilehe erhalten."

In Irland ist Homosexualität erst seit 1993 legal. Seit 2011 sind zudem eingetragene Partnerschaften mit eingeschränkten Rechten möglich (queer.de berichtete). Schon damals hatte die katholische Kirche gewarnt, dass die Gesellschaft zugrunde gehen würde, wenn gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkannt werden. (dk)

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Tags: katholische kirche, irland, ehe-öffnung, referendum
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 Römisch-katholische Kirche
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Reaktionen zu "Katholische Kirche: Verheiratete Homo-Paare schaden Gemeinwohl"


 46 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
05.12.2014
11:44:26


(+10, 12 Votes)

Von David77


Unglaublich... Kaum habe ich geschrieben, wie es denn mit dem Fortpflanzungsauftrag bei Zölibatären steht, kommt prompt diese News...

" Schließlich erkenne die Gesellschaft einen Wert darin, dass Kinder von Müttern und Vätern großgezogen werden würden. "Das ist ein grundsätzlicher Baustein der Gesellschaft und leistet einen einzigartigen und nicht zu ersetzenden Beitrag für das Gemeinwohl.""

Ihr scheinheiligen Heuchler!!!!
Wo ist denn der einzigartige, nicht zu ersetzende Beitrag und grundsätzliche Baustein dieses zölibatär lebenden Priesters?

Was ist mit dem Wert darin, dass Kinder auch anderswo von Müttern und Vätern großgezogen werden, die alleine leben, mit einem Partner gleichen Geschlechts? Alles plötzlich wertlos?
Wo ist denn der Wert der Ehen, die er selber getraut hat, und immer kinderlos bleiben?
Ach ja, das ist wieder beste Atheisten-Propaganda. Und zwar von der Kirche selber betrieben!!


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#2
05.12.2014
11:45:39


(+12, 14 Votes)

Von gr9t39tgvw


Ich beschäftige mich mit diesem religiotischen Quatsch nicht mehr. Religion ist was für dumme, naive Menschen, die sich gerne ins Gehirn kacken lassen und auch an die Zahnfee glauben würden, wenn sie beigebracht bekommen hätten zur Zahnfee zu beten.

In der Kirche geht es nur darum, dass ein paar alte Säcke in Frauenkleidern kleine Kinder unter einem religiösen Verschleier missbrauchen und ein Luxusleben mit dem bereitsgestellten Geld der Gehirngewaschenen führen können. Das is so eklig.

www.kirchenaustritt.de


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#3
05.12.2014
12:02:46


(+14, 14 Votes)

Von teherfbgvd


Liebe queer.de-Redaktion,

Ihr schreibt:

'Zwar müsste der gemeine Katholik Homosexuellen mit "Sensibilität, Mitgefühl und Respekt" begegnen [...]'

und stellt somit die Aussage der Kirche in ein positives Licht.

Falls ihr, liebe queer.de-Redaktion, es noch nicht mitbekommen habt bedeutet "compassion" übersetzt ins Deutsche und im Rahmen des kirchlichen Kontextes nicht "Mitgefühl", sondern "MITLEID". Nachzulesen auch in der offiziellen deutschen Übersetzung der Kirche. In der deutschen Übersetzung heißt es "Achtung, Mitleid und Takt".

Zu glauben, dass diese Aussage der Kirche positiv gemeint ist, ist dumm. Aus psychologischer Sicht ist sie ein Motor für Homophobie. Achtung und Takt sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit gegenüber allen Menschen sein. Wenn die Kirche das also speziell gegenüber einer Minderheit betont, dann will die Kirche somit unterschwellig die Minderwertigkeit dieser Minderheit zum Ausdruck bringen. Und das perverseste an dieser kirchlichen Ausdrucksweise ist, dass dann auch noch "Mitleid" eingestreut wird. Mitleid kann man nur mit Menschen haben, die leiden. Damit unterstellt die Kirche somit, dass Homosexuelle unter ihrer eigenen Homosexualität ansich leiden würden. Damit stellt die Kirche unterschwellig Homosexalität immer noch als etwas Krankes, Defizitäres dar. Ganz geschickt, ohne das Wort "krank" zu benutzen. Es ist nicht ohne grund so, dass die Kirche das Wort "compassion" bzw. "Mitleid" in dem Dreiklang für den Umgang mit homosexuellen Menschen genau in die Mitte gesetzt hat. Im Wesentlichen stellen die beiden Wörter, die das Wort "Mitleid" bzw. "compassion" links und rechts benachbarn nur positiv klingende Füllworter dar, die den eigentlichen Hammer, nämlich eben dieses Wort "Mitleid" bzw. "compassion" weniger auffällig erscheinen, aber dafür umso subtiler und unterschwelliger wirken lassen.

Wieso fallen selbst queere Medien auf diese pseudowohlwollende Formulierung der Kirche immer herein??? Genau das war das Ziel der Kirche, dass die Menschen oberflächlich drauf reinfallen und unterschwellig ihnen Homophobie eingeimpft wird.

Bitte, liebe queer.de-Redaktion, ändert die deutsche Übersetzung und weist auf diesen Zusammenhang hin. Danke!


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#4
05.12.2014
12:16:12


(+10, 12 Votes)

Von NIRLEM


KINDER VERGEWALTIGEN IST IN ORDNUNG; WEIL GOTT SO WILL

EINFACH PERVERS DIESE INSTITUTION!


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#5
05.12.2014
12:35:58


(-16, 22 Votes)

Von Oliver43


Raus aus der Katholischen Kirche sage ich ja schon seit Jahren hier im Forum.

Es gibt für homosexuelle Christen bessere christliche Kirchen. Hier ein Überblick von christlichen Kirchen, wo kirchliche Trauungen erlaubt sind:

* Metropolitan Community Church
* Unity Church
* Unitarier
* United Church of Christ
* United Church of Canada
* Presbyterian Church (U.S.A.)
**
Link:

Link:
edition.cnn.com/2014/06/19/us/presbyterian-church-


same-sex-marriage/
CNN:Presbyterians vote to allow same-sex marriage
* Evangelical Lutheran Church in Canada
* Schwedische Kirche
**
Link zu
Link:
www.queer.de


Queer:Schwedische Kirche traut Schwule und Lesben
* Dänische Kirche
**
Link:
derstandard.at/1319183595905/Ab-Sommer-2012-Kirchl
iche-Trauung-fuer-daenische-Lesben-und-Schwule
Der Standard:Kirchliche Trauung für dänische Lesben und Schwule
* Isländische Staatskirche
**
Link zu www.queer.de
Queer.de:''Island: Parlament einstimmig für Ehe-Öffnung''
* Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
**
Link zu
Link:
www.hr-online.de


Hessischer Rundfunk:Kirche stellt Homo-Ehe vor Altar gleich] Es handelt sich um eine kirchenrechtlich der Trauung gleichgestellte Segnung und um eine kirchliche Amtshandlung. Die Bezeichnung "Trauung" selbst wird (noch) vermieden.
* Quäker im Vereinigten Königreich
**
Link zu
Link:
www.advocate.com


Advocate.com:Uk Denomination votes down same-sex weddings

Auch gibt es eine ganze Reihe weiterer christlicher Kirchen, die zumindest bereits einen öffentlichen Segnungsgottesdienst ermöglicht haben.

Aber in der katholischen Kirche sollte man echt nicht Mitglied sein.


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#6
05.12.2014
13:17:52


(+11, 13 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Oliver43


""Raus aus der Katholischen Kirche sage ich ja schon seit Jahren hier im Forum.""..

Narhallamarsch !

Rums..

Kommt ihr Iren, laßt euch von unserem T.J.-Multi-Oliver den Weg zum Rechtem glauben weisen..

Er ist angetreten die ganze Welt zu Evangelisieren..

Raus aus dem Hort der RKK, rein in die Dutzenden, nein, Hunderten Evangelischen Splittersekten, von denen zwischenzeitlich DREIZEHN Landeskirchen in Deutschland dazu entschlossen haben, Schwule ein ganz kleines bißchen weniger zu diskriminieren, indem sie einen LACHSERSATZ einer Trauung anbieten..

Wow..
Nach über Tausend Jahren soll sich das katholische Irland zu einem protestantischen, nein, evangelischen Land wandeln, damit es ein paar Unverbesserliche einfacher haben innerhalb einer Religion zu verbleiben, auf deren Arschtritte sie einfach nicht verzichten wollen, weil sie wahrscheinlich sonst gar nicht aus dem Sessel kommen würden..

Wie unwirklich es ist, als Deutscher Bürger durch Konvertieren Mitglied einer amerikanischen Splitter-Sekte werden zu wollen, die hier nicht einmal einen offiziellen Gebetsraum besitzen..

Wie unwirklich es ist, einem Irischem Bürger zu raten durch Konvertieren nun plötzlich Mitglied der verhassten Evangelischen Kirchen zu werden, die man bislang in jährlich wiederkehrenden "Protestmärschen" durch die Straßen von Dublin verhöhnt hat..

Diese Leute schießen sich seit über 100 Jahren gegenseitig die Köpfe weg, weil jeder für sich reklamiert, im Vollbesitz der einzig selig machenden Wahrheit zu sein, aber der Herr T.J.-Multi-Oliver hält den real-existierenden-Religionskrieg auf europäischem Boden immer noch für ein böses Märchen, das Atheisten Abends ihren Kindern vor dem Einschlafen erzählen..

Du bist und bleibst ein religiotischer Dreggsagg, dem kräftig auf die Finger gekloppt gehört, jedes mal wenn er eine solche Liste hier veröffentlichen will !

13 Landeskirchen..

Von ÜBER ZWEIHUNDERTVIERZIG in Deutschland als "evangelische Kirchen" anerkannten Sekten, die dazu berechtigt sind über die "einzig selig machende Wahrheit" zu verfügen..

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."..
Albert Einstein..


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#7
05.12.2014
14:04:50


(+9, 9 Votes)

Von xHaraldx
Aus Wiesbaden (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 03.09.2013
Antwort zu Kommentar #4 von NIRLEM


Was denkst du denn? Es steht doch schon in der BIbel:"Lasset die Kinder zu mir kommen"!


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#8
05.12.2014
14:13:39


(-7, 11 Votes)

Von Prientaler


Wieso in die Ferne schweifen... Die Alt-Katholische Kirche in Deutschland, nicht zu verwechseln mit der Römisch-Katholischen Kirche, akzeptiert Schwule und Lesben und segnen Partnerschaften auch.


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#9
05.12.2014
14:26:40
Via Handy


(+13, 13 Votes)

Von Nico


Sollten die dieses Geld nicht lieber in die Bekämpfung von Armut und Hunger stecken statt Hass zu schüren...


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#10
05.12.2014
14:30:49
Via Handy


(+12, 14 Votes)

Von Timon
Antwort zu Kommentar #9 von Nico


Oder für die Opfer katholischen Kindesmissbrauchs...


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