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Ein Besucher des Cape Town Pride wirbt für die Regenbogennation: Kapstadts CSD steht ganz oben auf dem Kalender der queeren Events in Südafrika (Bild: Michael Schmidt)

Die schwul-lesbische Szene ist bunt, ausgeflippt und ein Besuchermagnet. Vier gute Gelegenheiten für eine Reise an die Südspitze Afrikas.

Als Regenbogennation steht Südafrika wie kein anderes Land für Vielfalt und Toleranz. Hier hat sich eine aktive schwul-lesbische Szene entwickelt, die mit zahlreichen farbenfrohen Events und Veranstaltungen zum weltoffenen Charakter des Landes beiträgt. Besonders Kapstadt gilt dabei als die afrikanische LGBT-Metropole.

Das Cape Town Pride-Festival ist in der Szene das Highlight des Jahres und findet seit 2001 in der Mother City statt. Das nächste Mal steht die Stadt vom 20. Februar bis zum 1. März 2015 ganz im Zeichen des Regenbogens. Hauptattraktion des Festivals ist die große Parade, die sich durch die Innenstadt bis ins Zentrum des Szene-Viertels De Waterkant schlängelt. Bei der anschließenden Party in den Straßen der Stadt wird getanzt, gesungen und gefeiert.

Gay Pride-Festivals werden von den jeweiligen Communities auch in anderen südafrikanischen Städten organisiert und werben so im ganzen Land für Offenheit und Toleranz. In Durban findet das Event jährlich im Juli, in Johannesburg im Oktober statt.

Vom "Mother City Queer Projekt" zum Filmfestival "Out in Africa"


Auch Safaris für schwul-lesbische Reisende werden in Südafrika angeboten (Bild: dein-suedafrika.de)

Wer die extravagante Seite der Südafrikaner kennenlernen will, hat beim Mother City Queer Projekt (MCQP) die Gelegenheit dazu. Jedes Jahr im Dezember steht Südafrikas größte Gay-Kostüm-Party unter einem anderen Motto, von Royal Navy bis Superhelden. Die aufwändige Kostümierung der Partygäste ist absolut sehenswert. Auch auf die Location wird besonderer Wert gelegt, in diesem Jahr findet die Veranstaltung am 20. Dezember in der ehrwürdigen Cape Town City Hall statt.

Einen größeren Fokus auf das Thema Kultur legt das jährlich stattfindende schwul-lesbische Filmfestival Out in Africa, welches das nächste Mal im März 2015 im Kino Nouveau an der V&A Waterfront in Kapstadt sowie in Rosebank in Johannesburg stattfinden soll. Das Festival ist auf dem afrikanischen Kontinent das Größte und Bekannteste seiner Art und schafft so eine Plattform für das Thema Homosexualität in der südafrikanischen Gesellschaft. Täglich werden den Besuchern ausgewählte Filme aus dem In- und Ausland gezeigt.

Aber nicht nur durch die jährlichen Veranstaltungen präsentiert sich die Regenbogennation als vielfältiges und tolerantes Land. Zahlreiche Bars, Boutiquen, Clubs, Unterkünfte, Galerien und Theater in Kapstadt, aber auch in Städten wie Johannesburg und Durban sprechen gezielte Lesben und Schwule an und machen Gay Travel in Südafrika damit immer populärer.

Diverse Reiseveranstalter gehen mit dem Trend. Pink Elephant Safaris bietet beispielsweise Touren für Lesben und Schwule durch Südafrika mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten an. Eine zehntägige Reise "Krüger Nationalpark intensiv" inklusive Flug liegt hier beispielsweise bei 1.179 Euro pro Person. (cw)



#1 GeorgGAnonym
  • 06.12.2014, 12:01h
  • Um keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen: Es sind zu 95 % englischsprachige Weiße, die man in der schwulen Szene Südafrikas trifft. Wer südafrikanische Schwulenzeitschriften liest, kann zeitweise glauben, es seien Zeitschriften aus Australien oder den USA. Auch die weißen Afrikander ("Buren") sind in der Szene nicht sichtbar.
    Für Lesben kann Südafrika mit seinen Machomännern die Hölle sein. In keinem Land werden so viele Lesben vergewaltigt wie in Südafrika. Wer nach Südafrika fährt, um Sex mit jungen Schwarzafrikaner zu haben, sollte wissen, dass die Chance groß ist, dass junge Schwarze Sex nur gegen Geld machen wollen.

    Über die Diskriminierung von Schwulen und Lesben schreibt Wikipedia:

    de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_in_S%C3%BCdafrika

    Wer nicht ständig nach neuen Sexkontakten lechst, für den kann Südafrika tatsächlich ein lohnendes Reiseziel sein.
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#2 Obacht1990Anonym