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Eric Radford mit seiner Eiskunstlaufpartnerin Meagan Duhamel

Der Entschluss des kanadischen Olympia-Teilnehmers und Silbermedaillen-Gewinners fiel im russischen Sotschi.

Selbst im Eiskunstlauf ist ein Coming-out noch immer keine Normalität: Er habe lange mit diesem Schritt gezögert, sagte der kanadische Paarläufer Eric Radfort gegenüber dem Portal Outsports. "Mein Sorge war, dass ich nur noch als 'der schwule Athlet' wahrgenommen würde, wenn ich mich bei den Olympischen Spielen oute, und nicht als Eric, der erfolgreiche Eiskunstläufer, der zufällig homosexuell ist", so der Silbermedaillen-Gewinner bei den Winterspielen in Sotschi.

In Russland habe er jedoch seine Meinung geändert, sagte Radford. So habe er einem kanadischen Reporter spontan gesagt, dass er zusammen mit seinem "Boyfriend" nach Russland gekommen sei, der ihn bei den Wettbewerben unterstütze – der Journalist habe jedoch auf die Veröffentlichung dieser Passage verzichtet. Zehn Monate später öffnete sich der Sportler nun gegenüber Outsports und räumte ein, fünf Minuten nach der Veröffentlichung einen "Panikanfall" gehabt und sich gefragt zu haben, ob er die richtige Entscheidung getroffen habe.

Großes Medienecho in Amerika


Seinen olmpischen Traum hat sich Eric Radford auch auf die Brust tättowiert

In den USA und Kanada wurde über Radfords Coming-out breit berichet. "Wer hätte gedacht, dass es die Schlagzeile "Männlicher Eiskunstläufer ist schwul" auf die Titelseiten schafft", kommentierte der 29-Jährige dazu auf seiner Facebook-Seite. Eigentlich sollte die Homosexualität eines Sportlers keine Nachricht mehr sein, schrieb Radford weiter. "Aber das wird erst passieren, wenn mehr und mehr prominente Männer und Frauen sich outen und es einfach nicht mehr wichtig ist, welche sexuelle Orientierung, Rasse oder Geschlecht ein Mensch hat."

Er hoffe, mit seinem Schritt junge LGBT-Sportler zu animieren, ihre Träume zu verfolgen, sagte Radford gegenüber Outsports. Er selbst habe in seiner Jugend kein schwules Rollenmodell gehabt. "Ich hatte mit einer Menge Mist zu tun. Nicht nur Schikanen, sondern auch Menschen, die dachten, ich würde es nie schaffen". Er habe viele Vorurteile und Kritik überwinden müssen. Radford kündigte an, sich für das #OneTeam des Kanadischen Olympischen Komittees zu engagieren, das Olympia-Teilnehmer in Schulen schickt, um über sexuelle Viefalt aufzuklären. Über dieses Programm sollen eine Million Jugendliche erreicht werden.

Nächstes Ziel: Goldmedaille


Eric Radfords Homosexualität war ein offenes Geheimnis: Seine Instagram-Fans konnten ihn im August zusammen mit seinem Lebenspartner Normand Piché bei einer Icebucket Challege bewundern

Eric Radford, der 1985 in Balmertown, Ontario geboren wurde, befindet sich mit 29 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Seit 2010 läuft er an der Seite von Meagan Duhamel. 2011 errang das Eiskunstlaufpaar bereits die Silbermedaille bei der Vier-Kontinente-Meisterschaft. 2012 wurden die beiden erstmals kanadische Meister. 2013 verteidigten sie diesen Titel und gewannen mit Gold bei der Vier-Kontinente-Meisterschaft in Osaka ihren ersten großen internationalen Titel. Bei der folgenden Weltmeisterschaft im kanadischen London errang das Paar die Bronze-Medaille.

Für die Olympischen Winterspiele 2018 in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang streben Eric Radford und Meagan Duhamel zur Krönung ihrer Sportlerkarriere die Gold-Medaille an. Als Zeichen, dass er es damit ernst meint, hat er sich unterhalb seiner Brust die Olympischen Ringe tättowieren lassen. (cw)

Youtube | Bereits 2011 sorgte Eric Radford für Schlagzeilen, als ihm Meagan Duhamel mit dem Ellenbogen die Nase brach - und er trotzdem weiter skatete


#1 u75zg43gf3fAnonym
#2 ClementineAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.12.2014, 12:41h
  • Glückwunsch zum Coming-Out! Er hat damit mehr Mut bewiesen als andere Leistungssportler/innen, die ihre aktive Laufbahn noch nicht beendeten. Er ist ein sehr mutiger Mann und sein Lebenspartner gibt ihm den notwendigen Halt! Die beiden passen auch sehr gut zusammen!
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#4 Sabelmann
#5 David77Anonym
  • 07.12.2014, 15:13h
  • Antwort auf #4 von Sabelmann
  • Natürlich nicht. Aber es ist auch nicht sonderlich überraschend. Und dieses zwanghafte "es ist offensichtlich, aber man darf nicht drüber reden" und sich nach einem Outing völlig überrascht geben ist ja auch albern. Damit meine ich nicht diesen Fall, sondern allgemein.
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#6 DerKlappstuhlProfil
  • 07.12.2014, 15:26hDarmstadt
  • Hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, dass es heutzutage einem amerikanischem Eiskunstläufer noch schwer fällt sich zu outen. Aber man lernt ja nie aus. Er hat auf jeden Fall meinen Respekt.
    .
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#7 TheDad
  • 07.12.2014, 15:29h
  • Antwort auf #3 von FoXXXyness
  • ""Er hat damit mehr Mut bewiesen als andere Leistungssportler/innen, die ihre aktive Laufbahn noch nicht beendeten.""..

    Tatsächlich ?

    Wenn man sich diesen Satz auf der Zunge zergehen läßt erschließt sich so langsam der Gedanke, warum Deine üblichen Einzeiler, obwohl oft so völlig frei von Substanz, doch die besseren Kommentare sind..
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 Fozzy für GoldenAnonym
  • 07.12.2014, 20:32h
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • "sein Lebenspartner gibt ihm den notwendigen Halt! Die beiden passen auch sehr gut zusammen!" - also ich habe herzlich gelacht!

    Weiter so, Fozzy, vielleicht wird eines Tages noch das Goldene Blatt auf dich aufmerksam, und du kannst mit dem Sabber - was du alles weisst! - ein paar Kröter verdienen! (Auch Bild der Sau braucht solche Leute.)
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#10 TheDad
  • 07.12.2014, 20:56h
  • Antwort auf #8 von FoXXXyness
  • Die Unvollständigkeit des Satzes, der dadurch völlig Sinnlos wird..

    Hier KÖNNTE beispielsweise stehen :

    ""Er hat damit mehr Mut bewiesen als andere Leistungssportler/innen, die ihre aktive Laufbahn noch nicht beendeten.""

    ..und sich bislang noch nicht geoutet haben..

    Trotzdem bleibt es immer noch jedem Menschen selber überlassen, zu welchem Zeitpunkt er sich outet, egal ob während der Karriere, oder danach..
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