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  • 11.12.2014           141      Teilen:   |

Ratzeburg

Standesbeamter diskriminiert Homo-Paare

Artikelbild
Die Altstadtinsel des Luftkurorts Ratzeburg, einer 14.000 Einwohner zählenden Stadt an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern (Bild: Wiki Commons / Alexander Willberg / BILD-BY)

In Schleswig-Holstein sorgt ein homofeindlicher Standesbeamter für Aufregung, der eine CDU-Lokalpolitikerin wenige Tage vor ihrer Verpartnerung wegen ihrer sexuellen Orientierung kritisierte.

Ein Standesbeamter aus der Kleinstadt Ratzeburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) hat die 34-jährige Stadträtin Lara Fabinski (CDU) und ihre Verlobte wenige Tage vor der offiziellen Verpartnerung mit homophoben Äußerungen geschockt. Das berichten die "Lübecker Nachrichten" in ihrer Donnerstagsausgabe. Telefonisch soll der 36-Jährige den Frauen am Montag mitgeteilt haben, dass er ihre "Lebenseinstellung" nicht gutheiße und sie bei der Zeremonie im Trauzimmer des Rathauses nicht beglückwünschen werde. Eine Verpartnerung stehe dem Paar zwar rechtlich zu, doch er selbst stehe nicht dahinter.

"Wir fühlen uns diskriminiert. Er hat die homophoben Äußerungen auf Nachfrage nicht abgestritten", sagte Fabinski gegenüber der Lokalzeitung. Es stehe dem Paar frei, die Verpartnerung anderswo zu vollziehen, soll er sinngemäß erklärt haben. Der Mann handelte offenbar aus religiösen Überzeugungen.

Fortsetzung nach Anzeige


Die Verpartnerung wird nun am geplanten Termin von der Leiterin des Standesamtes vollzogen, die wegen ihres homofeindlichen Mitarbeiters ihren Urlaub abbrechen musste. Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß (parteilos) kündigte an, er werde ein "Dienstgespräch" mit dem Mitarbeiter führen: Beamten stünden "solche diskriminierenden Aussagen nicht zu". Allerdings muss das Gespräch offenbar noch warten: Der Beamte hat sich erst einmal bis Weihnachten krankgemeldet.

Im vergangenen Jahr hatte bereits der Fall einer homophoben Standesbeamtin den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof beschäftigt: Damals urteilten die Straßburger Richter, dass sich eine Londoner Staatsdienerin nicht eigenmächtig weigern darf, aus religiösen Gründen homosexuelle Paare zu verpartnern (queer.de berichtete). Ein englisches Gericht hatte 2008 noch zugunsten der Christin entschieden. (pm/dk)

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Tags: ratzeburg, standesamt, standesbeamter
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Reaktionen zu "Standesbeamter diskriminiert Homo-Paare"


 141 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
11.12.2014
12:05:00


(+11, 19 Votes)

Von David77


Na, dann rufe ich ihn doch mal privat an und teile ihm mit, dass ich seine Lebenseinstellung auch nicht gutheiße und ihm zu seiner Ehe (?) oder Familie auch nicht gratuliere.


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#2
11.12.2014
12:05:57


(+13, 17 Votes)

Von Starla


Auch Christen haben sich hierzulande an Recht und Gesetz zu halten.


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#3
11.12.2014
12:11:32
Via Handy


(+12, 16 Votes)

Von Nico


Wenn er seiner Aufgabe als Standesbeamter nicht nachkommen will und seine Arbeit nicht ordnungsgemäß durchführt, sollte er entlassen werden und sich einen neuen Job suchen.


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#4
11.12.2014
12:13:13


(+13, 17 Votes)

Von uwekrefeld
Aus Krefeld (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 12.07.2013


man sollte derartige Vorfälle sofort und unmittelbar "beseitigen"
Dieser Mensch hat es nicht verdient sich "Standesbeamter" zu nennen.
Als Beamter hat man sich an gewisse Regeln Leben zu richten.
Ich sage nur: "UNMÖGLICH"
================
... und den beiden Mädels wünsche ich alles erdenklich Gute und Liebe
================


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#5
11.12.2014
12:16:54


(-12, 20 Votes)

Von Michael43
Antwort zu Kommentar #2 von Starla


@Staria
"Auch Christen haben sich hierzulande an Recht und Gesetz zu halten."

Das machen im Unterschied zu den islamistischen Salafisten auch die allermeisten Christen (99 Prozent) in unserem Lande.

So gibt es mittlerweile 14 von 20 Landeskirchen der EKD, wo es öffentliche Segnungsgottesdienste gibt und jede Menge weiterer evangelischer, altkatholischer und anglikanischer Kirchen weltweit, die ebenso Segnungsgottesdienste oder oftmals reguläre kirchliche Trauungen ermöglichen.

Wer sich da auf sein Christentum beruft, muss schon in ganz bestimmte evangelikae Freikirchen abwandern. Selbst im Katholizismus wird homophobes Verhalten mit der "Ankunft des neuen Papstes" immer weniger legitimiert.

Bei den Moslems sieht das schon anders in unserem Lande aus, da muss man schon froh sein, dass man nicht mehr gesteinigt wird, wie dies im islamischen Nahen Osten geschieht.


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#6
11.12.2014
12:17:50
Via Handy


(+15, 19 Votes)

Von Alex


"Eine Verpartnerung stehe dem Paar zwar rechtlich zu, doch er selbst stehe nicht dahinter."

Der Typ hat was verwechselt. Seine vom Hass zerfressene Meinung interessiert niemanden. Er hat sich an Recht und Gesetz zu halten und seinen Job zu erledigen.


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#7
11.12.2014
12:22:06


(-9, 17 Votes)

Von GeorgG
Antwort zu Kommentar #1 von David77


Erschreckender Kommentar!


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#8
11.12.2014
12:31:53
Via Handy


(+4, 12 Votes)

Von So What
Antwort zu Kommentar #7 von GeorgG


Erschreckend naive Feststellung.
Qualitativ macht #1 keinen Unterschied zu den Aussagen des Beamten.


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#9
11.12.2014
12:33:51


(+8, 16 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #7 von GeorgG


Ach so... der darf das anderen ins Gesicht, öhm in die Hörmuschel, öhm in was auch immer sagen?!?

Erschreckend bist eher du, der sein Verhalten offenbar gutheißt, aber ihm nicht "gönnt", dass ihm dasselbe passiert.
Ach nee, der DARF das ja...beruft sich auf seine christliche Religion und hat daher bei dir Narrenfreiheit... Ist ja kein bööhser Araber, Ausländer, Muslim...


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#10
11.12.2014
12:34:51
Via Handy


(+7, 15 Votes)

Von Mrs Ratchett
Antwort zu Kommentar #5 von Michael43


Nimm mal wieder Deine Medikamente, es fällt langsam auf.


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